Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung

1 Allgemeine Informationen

Die Swiss Life-Gruppe ist ein führender europäischer Anbieter von umfassenden Vorsorge- und Finanzlösungen. In den Kernmärkten Schweiz, Frankreich und Deutschland bietet Swiss Life über eigene Agenten sowie Vertriebspartner wie Makler und Banken ihren Privat- und Firmenkunden eine umfassende und individuelle Beratung sowie eine breite Auswahl an eigenen und Partnerprodukten an.

Die Beraterinnen und Berater von Swiss Life Select, tecis, HORBACH, Proventus und Chase de Vere wählen anhand des Best-Select-Ansatzes die für ihre Kunden passenden Produkte am Markt aus. Swiss Life Asset Managers öffnet institutionellen und privaten Anlegern den Zugang zu Anlageund Vermögensverwaltungslösungen. Multinationale Unternehmen unterstützt Swiss Life mit Personalvorsorgelösungen und vermögende Privatkunden mit strukturierten Vorsorgeprodukten.

Ausschüttung aus der Reserve aus Kapitaleinlagen

Für das Geschäftsjahr 2014 wurden im Jahr 2015 anstelle einer Gewinnverteilung CHF 207 Millionen (CHF 6.50 je Namenaktie) aus der Reserve aus Kapitaleinlagen an die Aktionäre der Swiss Life Holding AG (im Folgenden Swiss Life Holding) ausgeschüttet.

Genehmigung der Jahresrechnung

Mit Beschluss vom 15. März 2016 hat der Verwaltungsrat die Jahresrechnung und den Finanzbericht verabschiedet und zur Veröffentlichung freigegeben. Deshalb spiegelt der Finanzbericht nur Ereignisse wider, welche bis zu jenem Zeitpunkt eingetreten sind.

2 Zusammenfassung der wichtigsten Rechnungslegungsgrundsätze

Nachfolgend sind die wichtigsten Rechnungslegungsgrundsätze aufgeführt; sofern nicht anders vermerkt, wurden sie auf alle hier dargestellten Berichtsperioden angewendet.

2.1 Grundlage der Berichterstattung

Die konsolidierte Jahresrechnung von Swiss Life wurde in Übereinstimmung mit den «International Financial Reporting Standards» (IFRS) erstellt. Sie basiert auf dem Anschaffungswertprinzip mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum Fair Value bilanziert wurden: Derivate, erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, als jederzeit verkäuflich klassifizierte finanzielle Vermögenswerte sowie Investitionsliegenschaften.

Die Erstellung des Abschlusses in Übereinstimmung mit IFRS erfordert einige wichtige Schätzungen. Ferner werden vom Management bei der Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze Beurteilungen verlangt. Bereiche mit einem höheren Beurteilungsbedarf bzw. höherer Komplexität oder Bereiche, bei denen Annahmen und Schätzungen für die konsolidierte Jahresrechnung massgebend sind, sind in Anhang 3 aufgeführt..

Rundungen können dazu führen, dass Beträge nicht genau aufgehen.

2.2 Änderungen der Rechnungslegungsgrundsätze

Im Jahr 2015 wurden keine neuen oder überarbeiteten Rechnungslegungsgrundsätze oder Interpretationen angewandt.

2.3 Konsolidierungsgrundsätze

Die konsolidierte Jahresrechnung der Swiss Life-Gruppe beinhaltet Aktiven, Passiven, Ertrag und Aufwand der Swiss Life Holding und ihrer Tochterunternehmen. Ein Tochterunternehmen ist ein Unternehmen, das von der Swiss Life Holding kontrolliert wird. Von Kontrolle wird gesprochen, wenn die Swiss Life Holding über Bestimmungsmacht über das Tochterunternehmen verfügt, Risiken im Zusammenhang mit variablen wirtschaftlichen Erfolgen aus dem Engagement beim Tochterunternehmen ausgesetzt ist oder über damit verbundene Rechte verfügt oder die Möglichkeit besitzt, durch Ausübung ihrer Bestimmungsmacht die wirtschaftlichen Erfolge des Tochterunternehmens zu beeinflussen. Die Konsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt ab dem Zeitpunkt des Übergangs der entsprechenden Kontrolle. Alle konzerninternen Bilanzposten und Transaktionen sowie nicht realisierten Gewinne aus konzerninternen Transaktionen wurden eliminiert. Nicht realisierte Verluste wurden eliminiert, soweit keine Hinweise auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts vorlagen. Eine Auflistung der Tochterunternehmen der Gruppe ist in Anhang 36 zu finden. Die finanziellen Auswirkungen des Erwerbs und der Veräusserung von Tochterunternehmen auf die Rechnungslegung sind in Anhang 28 dargestellt. Veränderungen der Eigentumsanteile der Gruppe an Tochterunternehmen, die bei der Gruppe nicht zu einem Verlust der Kontrolle über die Tochterunternehmen führen, gelten als Eigenkapitaltransaktionen.

Die Swiss Life-Gruppe verwaltet als Fondsmanagerin verschiedene Anlagefonds. Zur Bestimmung, ob die Gruppe einen Anlagefonds kontrolliert, werden sämtliche wirtschaftlichen Interessen (inkl. Performancegebühren, falls relevant) berücksichtigt sowie Rechte von Drittpersonen, den Fondsmanager ohne Angabe eines Grundes abzuberufen («Kick-out»-Rechte).

Assoziierte Unternehmen, auf die die Gruppe massgeblichen Einfluss ausübt, werden nach der Equity-Methode bewertet. Massgeblicher Einfluss ist das Recht auf Mitwirkung an den finanzund geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens, nicht aber die Kontrolle oder die gemeinschaftliche Führung desselben. Die Beteiligung wird zunächst zu Anschaffungskosten erfasst und in der Folge angepasst, um den Anteil der Gruppe am Gewinn oder Verlust des Beteiligungsunternehmens in der Erfolgsrechnung und den Anteil der Gruppe an den Veränderungen des übrigen Gesamterfolgs des Beteiligungsunternehmens im übrigen Gesamterfolg zu erfassen. Der Anteil der Gruppe am Jahresgewinn wird vom Beginn des massgeblichen Einflusses bis zu dessen Ende einbezogen. Nicht realisierte Gewinne aus Geschäften mit assoziierten Unternehmen werden in Höhe der Beteiligung der Gruppe eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden eliminiert, soweit keine Hinweise auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts vorliegen. Der Buchwert schliesst den Goodwill aus Akquisitionen ein.

Die Gruppe hat beschlossen, im Einklang mit IAS 28 «Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen» bestimmte assoziierte Unternehmen, die von Wagniskapitalunternehmen und fondsgebundenen Versicherungen gehalten werden, erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten. Veränderungen des Fair Value solcher Beteiligungen sind in den Gewinnen/ Verlusten auf erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten (netto) enthalten.

Eine Auflistung der wichtigsten assoziierten Unternehmen der Gruppe ist in Anhang 15 zu finden.

Die nicht beherrschenden Anteile umfassen jenen Teil des Ergebnisses und des Nettovermögens eines Tochterunternehmens, der auf Anteile entfällt, die nicht direkt oder indirekt über andere Tochterunternehmen vom Mutterunternehmen kontrolliert werden. Sie umfassen den Anteil am Net Fair Value der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverpflichtungen, der weder direkt noch indirekt zum Zeitpunkt des ursprünglichen Erwerbs auf das Mutterunternehmen entfällt, gegebenenfalls den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbaren Goodwill sowie den Anteil an der Veränderung des Eigenkapitals, der seit der Übernahme weder direkt noch indirekt auf das Mutterunternehmen entfällt. Die Finanzdaten zu Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen sind in Anhang 26 zusammengefasst.

2.4 Fremdwährungsumrechnung und Transaktionen

Funktionale und Darstellungswährung
Die Positionen der Jahresrechnung werden in der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds gemessen, in dem die Konzerngesellschaften tätig sind («funktionale Währung»). Die Darstellungswährung der Gruppe ist der Schweizer Franken (CHF). Der Konzernabschluss ist in Millionen Franken dargestellt.

Umrechnungskurse Fremdwährungen

31.12.201531.12.2014Durchschnitt 2015Durchschnitt 2014
1 britisches Pfund (GBP)1.47291.54851.47181.5082
1 tschechische Krone (CZK)0.04020.04340.03920.0441
1 Euro (EUR)1.08631.20261.06891.2163
100 polnische Zloty (PLN)25.447028.077225.532729.0058
1 Singapur-Dollar (SGD)0.70550.75020.70040.7225
1 US-Dollar (USD)0.99970.99390.96300.9155

Fremdwährungsumrechnung
Aktiven und Verbindlichkeiten aus Jahresrechnungen von Gruppengesellschaften, die nicht in Schweizer Franken erstellt wurden, werden bei der Konsolidierung zu Jahresendkursen in Schweizer Franken umgerechnet. Die Umrechnung der entsprechenden Posten der Erfolgsrechnung erfolgt zu Durchschnittskursen für das betreffende Jahr. Goodwill, der vor dem 1. Januar 2005 ausgewiesen wurde, wird zu den entsprechenden historischen Kursen umgerechnet. Goodwill, bei dem der Erwerbszeitpunkt auf den 1. Januar 2005 oder später fällt, wird in der funktionalen Währung des ausländischen Geschäftsbereichs ausgewiesen und zu Jahresendkursen in Schweizer Franken umgerechnet. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden im übrigen Gesamterfolg verbucht. Bei Veräusserung von ausländischen Unternehmen fliessen die entsprechenden Umrechnungsdifferenzen als Teil des Gewinns oder Verlusts aus dem Verkauf direkt in die Erfolgsrechnung.

Fremdwährungstransaktionen
Die Fremdwährungstransaktionen der einzelnen Gruppengesellschaften werden zu Kursen des Transaktionsdatums umgerechnet. Ausstehende Beträge in Fremdwährungen werden bei monetären Posten zu Jahresendkursen bewertet, während nicht monetäre Posten zu historischen Kursen bewertet werden. Zum Fair Value bilanzierte nicht monetäre Fremdwährungsposten werden zum Wechselkurs des Neubewertungszeitpunkts umgerechnet.

2.5 Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel setzen sich aus Bargeld, Sichteinlagen sowie kurzfristigen, sehr liquiden Anlagen zusammen, deren Laufzeit höchstens 90 Tage beträgt. Der Posten enthält flüssige Mittel auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe.

2.6 Derivate

Die Gruppe schliesst Terminkontrakte, Futures, Forward Rate Agreements, Währungs- und Zinsswaps, Optionen sowie andere Derivate zur Sicherung von Risikopositionen oder zu Handelszwecken ab. Die Nennbeträge oder Kontraktvolumina von Derivaten, welche zur Darstellung des Volumens von ausstehenden Finanzinstrumenten und als Basis für den Vergleich mit anderen Finanzinstrumenten dienen, entsprechen, mit Ausnahme bestimmter Devisenkontrakte, nicht den Beträgen, die effektiv zwischen den Parteien ausgetauscht werden. Sie liefern demzufolge keine Angaben über das Ausfallrisiko, dem die Gruppe ausgesetzt ist. Die ausgetauschten Beträge werden auf Basis der Nennbeträge bzw. der Kontraktvolumina und anderer Konditionen der Derivate berechnet, die ihrerseits auf Zinssätzen, Wechselkursen, Wertpapierkursen und der Volatilität dieser Kurse bzw. Preise beruhen.

Sämtliche Derivate werden am Tag des Vertragsabschlusses zuerst zum Fair Value erfasst und in der Folge neu zum Fair Value bewertet. Dabei werden für die Gruppe vorteilhafte Positionen als Vermögenswerte aufgeführt, nachteilige Positionen als Verbindlichkeiten. Gewinne und Verluste, die sich bei der Neubewertung zum Fair Value ergeben, werden sogleich erfolgswirksam verbucht. Ausgenommen hiervon sind Derivate, welche als Cashflow-Hedges eingesetzt werden.

In anderen Finanzinstrumenten oder in Versicherungsverträgen eingebettete Derivate, die nicht eng mit dem Basisvertrag verbunden sind, werden gesondert erfasst und zum Fair Value bewertet, ausser es handelt sich um Rückkaufsoptionen zu einem festen Ausübungspreis, die in Basisversicherungsverträgen und -kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung eingebettet sind. Änderungen des Fair Value werden erfolgswirksam erfasst. In Versicherungsverträge eingebettete Derivate, die eng mit Versicherungsverträgen verbunden sind oder selbst Versicherungsverträge sind, zum Beispiel garantierte Rentenoptionen oder garantierte Zinssätze, werden bei der Bewertung der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft berücksichtigt. Optionen, Garantien und andere Derivate, die in einen Versicherungsvertrag eingebettet sind und kein Versicherungsrisiko beinhalten, werden als Derivate ausgewiesen.

Derivative und andere Finanzinstrumente werden ebenfalls eingesetzt, um Zinsänderungs-, Währungs- und andere Risiken abzusichern bzw. anders zu gestalten, falls bestimmte Kriterien zutreffen. Solche Finanzinstrumente dienen der Kompensation von Änderungen im Fair Value eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit und nicht erfasster fester Verpflichtungen (Fair-Value-Hedge) bzw. von Änderungen bei künftigen Mittelflüssen eines Vermögenswerts, einer Verbindlichkeit oder einer sehr wahrscheinlichen vorgesehenen Transaktion (Cashflow- Hedge) oder zur Absicherung von Nettoinvestitionen in ausländische Betriebseinheiten. Bei einem qualifizierten Fair-Value-Hedge wird die Änderung des Fair Value eines derivativen Sicherungsinstruments erfolgswirksam erfasst. Die einem gesicherten Risiko zurechenbare Änderung des Fair Value eines gesicherten Grundgeschäfts bewirkt eine Anpassung von dessen Buchwert und wird ebenfalls erfolgswirksam erfasst.

Bei einem qualifizierten Cashflow-Hedge wird der sicherungswirksame Teil des Gewinns bzw. Verlusts aus einem derivativen Sicherungsinstrument im übrigen Gesamterfolg erfasst. Sämtliche nicht wirksamen Teile des Gewinns bzw. Verlusts werden sogleich erfolgswirksam erfasst. Falls eine gesicherte vorgesehene Transaktion zur Erfassung eines finanziellen Vermögenswerts bzw. einer finanziellen Verbindlichkeit führt, wird der entsprechende im übrigen Gesamterfolg erfasste Gewinn oder Verlust während des Zeitraums, in dem das gesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam ist, in die Erfolgsrechnung übertragen. Wenn ein Sicherungsinstrument ausläuft oder verkauft wird oder wenn ein Sicherungsgeschäft nicht mehr die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllt, verbleibt der zu jenem Zeitpunkt kumulierte Gewinn oder Verlust aus Sicherungsgeschäften im übrigen Gesamterfolg und wird erst dann verbucht, wenn die vorgesehene Transaktion definitiv erfolgswirksam erfasst wird. Wenn der Eintritt der Transaktion nicht mehr zu erwarten ist, wird der kumulierte Gewinn oder Verlust aus Sicherungsgeschäften sofort aus dem übrigen Gesamterfolg in die Erfolgsrechnung übertragen.

Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Betriebseinheiten werden ähnlich wie Cashflow-Hedges verbucht. Dabei wird der wirksame Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument im übrigen Gesamterfolg erfasst, während der nicht wirksame Teil unmittelbar in der Erfolgsrechnung erfasst wird. Die im übrigen Gesamterfolg erfassten Gewinne oder Verluste werden bei der Veräusserung von ausländischen Betriebseinheiten in die Erfolgsrechnung umgegliedert.

Ist eine Sicherungsbeziehung nicht mehr wirksam, bzw. sie läuft aus oder wird beendet, wird das betreffende Geschäft von diesem Zeitpunkt an nicht mehr als Sicherungsbeziehung bilanziert.

2.7 Finanzielle Vermögenswerte

«Übliche» Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag erfasst. Die Amortisation bzw. die Zuschreibung der Differenz zwischen Anschaffungspreis und Rückzahlungsbetrag erfolgt unter Verwendung der Effektivzinsmethode und wird über die Laufzeit des Vermögenswerts im Zinsertrag erfasst. Dividenden auf Aktien werden per Ausschüttungsdatum als Ertrag verbucht. Zinserträge werden zeitlich abgegrenzt.

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Ansprüche auf die Mittelflüsse aus ihm erloschen sind oder im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen übertragen wurden oder die Risiken und Chancen weder übertragen noch behalten wurden, die Kontrolle des Vermögenswerts jedoch übertragen wurde.

Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
Zu den erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten zählen zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und als «erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten» eingestufte finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Vermögenswerte, welche die Gruppe mit der Absicht kauft, sie kurzfristig wieder zu verkaufen, werden als «zu Handelszwecken gehalten» eingestuft. Als «erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten» eingestufte finanzielle Vermögenswerte werden bei der Ersterfassung unwiderruflich als solche eingestuft. Vor allem in folgenden Fällen werden finanzielle Vermögenswerte als «erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten» eingestuft:

  • Finanzielle Vermögenswerte, mit denen Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft und Verbindlichkeiten aus Kapitalanlageverträgen auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe (anteilgebundene Verträge, Separate Accounts und Private Placement Life Insurance) unterlegt sind, um inkonsistente Bewertungen der entsprechenden Verbindlichkeiten zu verringern oder zu beseitigen.
  • Bestimmte Eigenkapitalinstrumente, deren Kurs in einem aktiven Markt gestellt wird und die auf Fair-Value-Basis verwaltet werden.
  • Bestimmte finanzielle Vermögenswerte mit eingebetteten Derivaten, die anderenfalls gesondert erfasst werden müssten.
  • Bestimmte finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bei denen Inkongruenzen bei der Bewertung oder der Erfassung («Rechnungslegungsanomalie») vermieden werden können, die sonst entstehen würden, wenn ihre Bewertung oder die Erfassung von daraus resultierenden Gewinnen und Verlusten auf unterschiedlicher Grundlage erfolgt.

Zinsen, Dividendenerträge sowie realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste sind unter «Gewinne/Verluste auf erfolgswirksam zum Fair Value (FVPL) bewerteten Finanzinstrumenten (netto)» erfasst.

Jederzeit verkäufliche finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte, die als jederzeit verkäuflich eingestuft sind, werden zum Fair Value ausgewiesen. Finanzielle Vermögenswerte werden als jederzeit verkäuflich eingestuft, wenn sie nicht die Voraussetzungen für eine Einstufung als bis zum Verfall gehalten, zu Handelszwecken gehalten, als Kredite und Forderungen erfüllen und nicht als «erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten» eingestuft sind. Gewinne und Verluste aus Änderungen des Fair Value von jederzeit verkäuflichen Kapitalanlagen, also die Differenz zwischen Fair Value und (fortgeführten) Anschaffungskosten, werden im übrigen Gesamterfolg ausgewiesen. Bei der Veräusserung einer jederzeit verkäuflichen Kapitalanlage wird der kumulative Gewinn oder Verlust vom übrigen Gesamterfolg in die Erfolgsrechnung der betreffenden Rechnungsperiode umgebucht. Gewinne und Verluste aus Veräusserung werden anhand der Durchschnittskostenmethode ermittelt.

Kredite und Forderungen
Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixierten oder abschätzbaren Zahlungen. Zu den Krediten gehören von der Gruppe gewährte Darlehen und Kapitalanlagen in Schuldinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt kotiert sind und deren Verkauf kurzfristig nicht beabsichtigt ist. Kredite werden zum Fair Value abzüglich Transaktionsoder direkter Gestehungskosten erfasst. Danach erfolgt die Bewertung mittels der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Finanzielle Vermögenswerte, die aufgrund eines nicht mehr vorhandenen aktiven Markts von «jederzeit verkäuflich» in Darlehen umgegliedert wurden, werden nicht wieder in «jederzeit verkäuflich» umgegliedert, sollte der Markt wieder aktiv werden.

Als Sicherheit verpfändete finanzielle Vermögenswerte
Übertragungen von Wertschriften im Rahmen von Repurchase- oder Leihvereinbarungen werden weiterhin erfasst, wenn im Wesentlichen sämtliche mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen bei Swiss Life liegen. Diese Übertragungen werden als besicherte Kredite verbucht, das heisst, es werden der erhaltene Betrag sowie eine entsprechende Rückzahlungsverpflichtung erfasst, welche unter übrigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen wird.

Finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen einer Repurchase-Vereinbarung verkauft oder im Rahmen einer Rückgabevereinbarung ausgeliehen wurden und bei denen der Empfänger das Recht hat, die als Sicherheit gegebenen Wertschriften zu verkaufen oder weiterzuverpfänden, werden zu als Sicherheit verpfändeten finanziellen Vermögenswerten umgegliedert.

Die Bewertung erfolgt nach denselben Regeln wie bei entsprechenden uneingeschränkten finanziellen Vermögenswerten.

2.8 Wertminderung finanzieller Vermögenswerte

Die Gruppe überprüft den Buchwert von finanziellen Vermögenswerten zum Bilanzstichtag auf Anzeichen einer Wertminderung.

Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten
Die Gruppe prüft an jedem Bilanzstichtag, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Sie stellt fest, ob bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich genommen bedeutsam sind, ein objektiver Hinweis auf individuelle Wertminderung und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich genommen nicht bedeutsam sind, ein objektiver Hinweis auf kollektive Wertminderung vorliegt.

Ein finanzieller Vermögenswert oder eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten ist nur dann im Wert gemindert und Wertminderungen sind nur dann entstanden, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach der Ersterfassung des Vermögenswerts eintraten (ein «Verlustereignis»), ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vorliegt und dieses Verlustereignis (oder -ereignisse) eine Auswirkung auf die erwarteten künftigen Mittelflüsse des finanziellen Vermögenswerts oder der Gruppe der finanziellen Vermögenswerte hat, die sich verlässlich schätzen lässt. Bis zum Verfall gehaltene Vermögenswerte sowie Darlehen und Forderungen werden auf Wertminderungen überprüft, wenn der Marktwert aufgrund von Ausfallrisiken deutlich sinkt, insbesondere nachdem das Rating eines Schuldners nach der Ersterfassung unter B– herabgestuft wurde (also CCC oder tiefer nach Standard & Poor’s oder gleichwertigem Rating) oder wenn die Zahlung des Nominalbetrags und/oder der Zinsen seit mehr als 90 Tagen überfällig ist. Gibt es einen objektiven Hinweis, dass eine Wertminderung bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Darlehen und Forderungen oder bei bis zum Verfall gehaltenen Kapitalanlagen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Mittelflüsse (mit Ausnahme künftiger, noch nicht erlittener Kreditausfälle), diskontiert mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts. Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Verlustbetrag ist erfolgswirksam zu erfassen. Bei Krediten oder bis zum Verfall gehaltenen Kapitalanlagen mit variabler Verzinsung ist der zur Bestimmung der Wertberichtigung verwendete Diskontsatz der im Vertrag vereinbarte aktuelle effektive Zinssatz.

Zur kollektiven Beurteilung von Wertminderungen werden die finanziellen Vermögenswerte anhand ähnlicher Ausfallrisikoprofile in Gruppen zusammengefasst. Diese Profile sind wichtig für die Schätzung künftiger Mittelflüsse aus Gruppen solcher Vermögenswerte, weil sie Aufschluss über die Fähigkeit der Schuldner geben, alle fälligen Beträge gemäss den Vertragsbedingungen der zu beurteilenden Vermögenswerte zu bezahlen.

Verringert sich die Höhe der Wertminderung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden (beispielsweise die Verbesserung des Bonitätsratings eines Schuldners), wird die früher erfasste Wertminderung durch Anpassung des Wertberichtigungskontos um die Differenz zwischen dem Buchwert und den neuen fortgeführten Anschaffungskosten rückgängig gemacht. Der Betrag der Wertaufholung wird erfolgswirksam erfasst.

Zum Fair Value erfasste finanzielle Vermögenswerte (jederzeit verkäuflich)
Zu jedem Bilanzstichtag wird geprüft, ob objektive Hinweise für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Im Fall eines als jederzeit verkäuflich eingestuften Beteiligungsinstruments wird die Tatsache, dass der Fair Value der Wertschrift in bedeutendem Mass oder während längerer Zeit unter den Anschaffungskosten liegt, als objektiver Hinweis auf eine Wertminderung eingestuft. Als bedeutend gilt in dieser Hinsicht ein Rückgang des Fair Value um mehr als 30%, und als längere Zeit wird ein Zeitraum von zwölf Monaten oder mehr erachtet. In solch einem Fall wird die Wertminderung – also die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem aktuellen Fair Value – aus dem übrigen Gesamterfolg ausgebucht und in der Erfolgsrechnung erfasst. Nach der Erfassung einer Wertminderung wird jede weitere Minderung des Fair Value in der Erfolgsrechnung erfasst, und darauf folgende Wertsteigerungen des Fair Value werden im übrigen Gesamterfolg erfasst.

Jederzeit verkäufliche Schuldpapiere werden auf Wertminderungen überprüft, wenn der Marktwert aufgrund von Ausfallrisiken deutlich sinkt, insbesondere nachdem das Rating eines Schuldners nach der Ersterfassung unter B– herabgestuft wurde (also CCC oder tiefer nach Standard & Poor’s oder gleichwertigem Rating) oder wenn die Zahlung des Nominalbetrags und/oder der Zinsen seit mehr als 90 Tagen überfällig ist. Steigt der Fair Value eines als jederzeit verkäuflich eingestuften Schuldinstruments in einer späteren Rechnungsperiode und ist der Anstieg objektiv auf ein Ereignis zurückzuführen, das nach der Erfassung der Wertminderung eintrat, wird diese über die Erfolgsrechnung zurückgebucht.

Wertminderungen werden in der Erfolgsrechnung als Teil der Gewinne/Verluste auf finanziellen Vermögenswerten (netto) dargestellt.

2.9 Investitionsliegenschaften

Investitionsliegenschaften sind Immobilien (Grundstücke, Gebäude oder beides), die von der Gruppe zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder von Wertsteigerung und nicht zu Verwaltungszwecken gehalten werden.

Sie umfassen fertiggestellte und im Bau befindliche Investitionsliegenschaften. Fertiggestellte Investitionsliegenschaften bestehen aus Kapitalanlagen in Wohngebäuden, Geschäftsliegenschaften und gemischt genutzten Liegenschaften, die grösstenteils in der Schweiz liegen.

Einige Liegenschaften werden teilweise zur Erzielung von Mieteinnahmen oder einem Kapitalzuwachs gehalten und teilweise zur Selbstnutzung. Wenn diese Teile separat verkauft werden können, werden sie auch separat bilanziert. In den übrigen Fällen gilt die Liegenschaft nur dann als Investitionsliegenschaft, wenn lediglich ein unbedeutender Teil zur Selbstnutzung gehalten wird.

Investitionsliegenschaften werden zum Fair Value ausgewiesen, und Änderungen des Fair Value werden erfolgswirksam erfasst. Der Fair Value wird entweder anhand regelmässiger unabhängiger Bewertungen oder anhand diskontierter zukünftiger Mittelflüsse ermittelt. Die Bewertung aller Investitionsliegenschaften wird mindestens alle drei Jahre von einem unabhängigen anerkannten Bewerter überprüft. Mieteinnahmen werden linear über die Dauer des Mietverhältnisses erfasst. Der Fair Value einer Investitionsliegenschaft wird anhand ihrer höchst- und bestmöglichen Nutzung ermittelt. Sie berücksichtigt die Nutzung des Vermögenswerts, die physisch möglich, rechtlich zulässig und finanziell sinnvoll ist.

Im Bau befindliche Investitionsliegenschaften werden ebenfalls zum Fair Value bewertet; Änderungen des Fair Value werden erfolgswirksam erfasst. Lässt sich der Fair Value jedoch nicht zuverlässig bestimmen, werden die Investitionsliegenschaften entweder bis zum Bauabschluss oder bis zum Zeitpunkt, an dem sich der Fair Value zuverlässig bestimmen lässt, zu Anschaffungskosten bewertet.

Investitionsliegenschaften, die für die weitere Nutzung als Investitionsliegenschaften saniert werden oder für die der Markt weniger aktiv geworden ist, werden weiterhin zum Fair Value bewertet.

Wird eine Betriebsliegenschaft aufgrund einer Nutzungsänderung zur Investitionsliegenschaft, so wird die positive Differenz zwischen ihrem Buchwert und ihrem Fair Value zum Zeitpunkt der Übertragung im übrigen Gesamterfolg erfasst. Macht ein Anstieg des Fair Value jedoch eine vorherige Wertminderung rückgängig, so wird dieser Anstieg in der Erfolgsrechnung erfasst. Ein resultierender Rückgang des Buchwerts der Liegenschaft wird im Nettoergebnis der betreffenden Rechnungsperiode erfasst. Bei der Veräusserung einer solchen Investitionsliegenschaft wird ein zuvor im übrigen Gesamterfolg enthaltener Bewertungsgewinn in die Gewinnreserven umgebucht; die Umbuchung erfolgt nicht über die Erfolgsrechnung.

Wird eine Investitionsliegenschaft selbst genutzt, wird sie zu den Sachanlagen umgegliedert, und zu Bewertungszwecken wird ihr Fair Value zum Zeitpunkt der Umgliederung künftig als Anschaffungskosten angesetzt.

2.10 Versicherungsgeschäft

Definition von Versicherungsverträgen
Versicherungsverträge sind Verträge, nach denen eine Partei ein signifikantes Versicherungsrisiko von einer anderen Partei (dem Versicherungsnehmer) übernimmt, indem sie vereinbart, dem Versicherungsnehmer eine Entschädigung zu leisten, wenn ein bestimmtes ungewisses künftiges Ereignis den Versicherungsnehmer nachteilig betrifft. Ein signifikantes Versicherungsrisiko besteht, wenn ein versichertes Ereignis bewirken könnte, dass ein Versicherer unter irgendwelchen Umständen bedeutende zusätzliche Leistungen zu erbringen hat. Davon ausgenommen sind die Umstände, denen es an kommerzieller Bedeutung fehlt, das heisst, die keine wahrnehmbare Wirkung auf die wirtschaftliche Sicht des Geschäfts haben. Bei der Klassifizierung von Verträgen werden sowohl von der Gruppe ausgestellte Versicherungsverträge als auch von der Gruppe gehaltene Rückversicherungsverträge identifiziert. Als Versicherungsverträge betrachtet die Swiss Life- Gruppe grundsätzlich alle Verträge, welche die Erbringung zusätzlicher Leistungen in Höhe von mehr als 10% der Leistungen erfordern, die zu erbringen wären, wenn das versicherte Ereignis nicht eingetreten wäre, ausgenommen die sogenannten kommerziell unbedeutenden Umstände.

Die Gruppe hat bei allen Verträgen den Umfang des Versicherungsrisikos eingeschätzt. Verträge, bei denen zunächst kein Versicherungsrisiko übertragen wird, wohl aber später, werden von Anfang an als Versicherungsverträge eingestuft, es sei denn, der Gruppe steht es frei, die Versicherungsprämie später festzulegen. In diesem Fall wird der Vertrag erst dann als Versicherungsvertrag eingestuft. Ein Vertrag, der die Kriterien für einen Versicherungsvertrag erfüllt, gilt so lange als Versicherungsvertrag, bis alle Rechte und Pflichten abgelöst oder erloschen sind.

Verträge, bei denen keine signifikante Übertragung eines Versicherungsrisikos vom Versicherungsnehmer auf die Gruppe stattfindet, werden als Kapitalanlageverträge eingestuft.

Kapitalverträge mit und ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung
Für Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung (siehe unten) gelten dieselben Ansatz- und Bewertungsgrundsätze wie für Versicherungsverträge. Bei Kapitalanlageverträgen ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung kommen die Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Finanzinstrumente zur Anwendung.

Ansatz- und Bewertungsgrundsätze
Vorbehaltlich bestimmter Einschränkungen verwendet die Gruppe für den Ansatz und die Bewertung der von ihr ausgegebenen Versicherungsverträge und Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung (einschliesslich der jeweiligen aktivierten Abschlusskosten und immateriellen Vermögenswerte) sowie der von ihr gehaltenen Rückversicherungsverträge ihre bestehenden Rechnungslegungsgrundsätze. Die bestehenden Rechnungslegungsgrundsätze für Ansatz und Bewertung orientieren sich in erster Linie an den Anforderungen der allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätze in den USA (Stand US GAAP per Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 4 Phase I).

Die Rechnungslegungsgrundsätze für Versicherungsverträge und Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung wurden angepasst, so dass sie die IFRS-Anforderungen erfüllen. Hinweise zu ähnlichen und verwandten Themen, Definitionen, Ansatz- und Bewertungskriterien für Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen gemäss IASBRahmenkonzept für die Aufstellung und Darstellung von Abschlüssen wurden berücksichtigt.

Ermessensabhängige Überschussbeteiligung
Die ermessensabhängige Überschussbeteiligung ist in IFRS 4 «Versicherungsverträge» als ein vertragliches Recht definiert, als Ergänzung zu garantierten Leistungen zusätzliche Leistungen zu erhalten, die wahrscheinlich einen signifikanten Anteil an den gesamten vertraglichen Leistungen ausmachen und deren Betrag oder Fälligkeit vertraglich im Ermessen des Verpflichteten liegt. Die ermessensabhängige Überschussbeteiligung beruht vertraglich auf dem Ergebnis eines bestimmten Bestands an Verträgen oder eines bestimmten Typs von Verträgen, auf den realisierten und nicht realisierten Kapitalerträgen eines bestimmten Portfolios von Vermögenswerten, die vom Verpflichteten gehalten werden, oder auf dem Gewinn oder Verlust der Gesellschaft. Die nicht realisierten Kapitalerträge umfassen Gewinne bzw. Verluste, die im übrigen Gesamterfolg erfasst werden.

Die Überschussanteile, die den Versicherungsnehmern im überschussberechtigten Versicherungsgeschäft (Versicherungs- und Kapitalanlageverträge) in der Schweiz, Frankreich, Deutschland, Luxemburg und Liechtenstein zugewiesen werden, entsprechen im Allgemeinen der Definition der ermessensabhängigen Überschussbeteiligung in IFRS 4 «Versicherungsverträge».

IFRS 4 «Versicherungsverträge» enthält keine Angaben zur Bewertung der als ermessensabhängige Überschussbeteiligung identifizierten Beträge. Dieses Thema wird in Phase II des Projekts Versicherungsverträge des International Accounting Standards Board geklärt.

Die als ermessensabhängige Überschussbeteiligung identifizierten Beträge wurden wie folgt bilanziert:

In Rechtsordnungen, die keine gesetzliche Mindestausschüttungsquote («Legal Quote») vorsehen, kann das Management die Überschusszuteilung vertraglich festlegen. Dadurch können die Versicherungsnehmer ergänzend zu den garantierten Leistungen zusätzliche Leistungen erhalten, die wahrscheinlich einen signifikanten Anteil an den gesamten vertraglichen Leistungen ausmachen; eine entsprechende Verbindlichkeit wird gebildet. Soweit Höhe und/oder Zeitpunkt ermessensabhängig sind, werden die Beträge unter den Verbindlichkeiten für ermessensabhängige Überschussbeteiligungen ausgewiesen. Die im gesetzlich vorgeschriebenen Abschluss für Überschussanteile der Versicherungsnehmer gebildete Rückstellung gilt somit als ermessensabhängig. Bei diesen Verträgen wird die gesamte ermessensabhängige Überschussbeteiligung als Verbindlichkeit eingestuft.

In anderen Rechtsordnungen besteht für bestimmte Geschäftsarten eine gesetzliche Mindestausschüttungsquote. Dies gilt für folgende Länder, in denen die Swiss Life-Gruppe tätig ist: Schweiz (nur für Kollektivgeschäft), Frankreich (Lebensversicherungsgeschäft) und Deutschland. Bei diesen Verträgen setzt sich die ermessensabhängige Überschussbeteiligung folgendermassen zusammen: einerseits aus den Rückstellungen für die Überschussanteile der Versicherungsnehmer gemäss dem gesetzlich vorgeschriebenen Abschluss. Andererseits aus den gemäss der gesetzlichen Mindestausschüttungsquote («Legal Quote») bemessenen temporären Bewertungsdifferenzen, die sich zwischen den auf IFRS-Basis und den auf statutarischer Basis ermittelten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des jeweiligen Versicherungsportefeuilles ergeben. Die Swiss Life- Gruppe stuft eine so definierte ermessensabhängige Überschussbeteiligung grundsätzlich vollständig als Verbindlichkeit ein.

Fallen solche temporären Bewertungsdifferenzen weg, beispielsweise wenn das Management entscheidet, bestimmte nicht realisierte Gewinne und Verluste zu realisieren, werden die zusätzlichen Leistungen, die aus der Anwendung der gesetzlichen Mindestausschüttungsquoten resultieren, den Versicherungsnehmern als Teil ihrer garantierten Leistungen zugeteilt. Diese Beträge werden immer als Verbindlichkeiten erfasst.

Die Realisierung von Gewinnen oder Verlusten auf Vermögenswerten hat unmittelbare Auswirkungen auf die Bewertung von Verbindlichkeiten aus ermessensabhängiger Überschussbeteiligung. Folglich werden Änderungen dieser Verbindlichkeiten nur dann im übrigen Gesamterfolg erfasst, wenn die Bewertungsdifferenzen auf den Vermögenswerten aus im übrigen Gesamterfolg erfassten Gewinnen oder Verlusten resultieren («Schattenbilanzierung»).

Da die Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern aus dem Versicherungsgeschäft vollumfänglich verbucht werden, wurden keine weiteren Verbindlichkeiten aus ermessensabhängigen Überschussbeteiligungen gebildet.

Für die Geschäftsbereiche der Swiss Life-Gruppe gelten folgende gesetzlichen Mindestausschüttungsquoten:

Schweiz
Kollektivgeschäft mit gesetzlicher Mindestquote: Mindestens 90% der Bruttoerträge aus den Spar-, Risiko- und Kostenkomponenten abzüglich der entsprechenden Aufwendungen müssen den Versicherungsnehmern zugewiesen werden. Übriges Geschäft: keine gesetzliche Mindestquote.

Frankreich
Im Lebensversicherungsgeschäft werden mindestens 85% des Anlageergebnisses und 90% der übrigen Ergebnisse den Versicherungsnehmern zugewiesen.

Deutschland
Mindestens 90% der Nettoanlageerträge abzüglich 100% des garantierten Mindestzinses auf Einlagen der Versicherungsnehmer (Zinsergebnis), mindestens 90% des Risikoergebnisses und mindestens 50% des positiven Kostenergebnisses werden den Versicherungsnehmern zugewiesen. Ein negatives Anlageergebnis kann mit anderen positiven Ertragsquellen kompensiert werden.

Luxemburg/Liechtenstein
Keine gesetzlichen Mindestausschüttungsquoten.

Nicht ermessensabhängige Überschussbeteiligungen
Bestimmte Überschussbeteiligungssysteme erfüllen die Kriterien für ermessensabhängige Überschussbeteiligungen nicht. Bei diesen Überschussbeteiligungen kann es sich um garantierte Elemente handeln. Einige Überschussanteile beruhen auf Benchmark-Zinssätzen, die den Versicherungsnehmern gutgeschrieben werden. Bei bestimmten Produkten richten sich die Überschussanteile nach der Entwicklung biometrischer Parameter wie Sterblichkeit und Morbidität. Diese Überschussanteile werden in Abhängigkeit vom Risikoergebnis der beteiligten Verträge zugewiesen. Die Höhe und der Zeitpunkt dieser Überschussanteile liegen nicht im Ermessen des Managements und werden auf Basis der relevanten vertraglichen Bestimmungen als Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern abgegrenzt.

Bei Produkten mit Anlagecharakter werden die Überschussanteile auf den Einlagen der Versicherungsnehmer nur dann abgegrenzt, wenn die Versicherungsnehmer bei einem Rückkauf zum Bilanzstichtag einen Anspruch darauf haben.

Erträge und diesbezügliche Aufwendungen aus Versicherungsverträgen und Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung
Prämien aus traditionellen Lebensversicherungsverträgen werden bei Fälligkeit verbucht. Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft werden zur Erfassung von künftigen Versicherungsleistungen und Aufwendungen gebildet. Leistungen werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst.

Prämieneingänge aus Verträgen mit Anlagecharakter, z. B. Universal-Life-Verträgen und anteilgebundenen Lebensversicherungsverträgen, werden als Einlagen erfasst. Lediglich die Teile der Prämienbeträge, welche zur Deckung der Versicherungsrisiken und der damit verbundenen Kosten verwendet werden, werden als Prämieneinnahmen verbucht. Diese umfassen Entgelte für die Risikodeckung sowie Verwaltungs- und Rückkaufskosten. Unter Aufwendungen verbuchte Versicherungsleistungen umfassen in der jeweiligen Berichtsperiode angefallene Versicherungsleistungen, welche die entsprechenden Einlagen der Versicherungsnehmer übersteigen, sowie Zinsen, die den Konten der entsprechend berechtigten Versicherungspolicen gutgeschrieben werden.

Prämien für Verträge mit kurzer Laufzeit (z. B. die meisten Verträge im Nichtlebengeschäft) werden zu Beginn der Laufzeit des betreffenden Versicherungsvertrags verbucht. Die verdienten Prämien werden im Allgemeinen auf Pro-rata-Basis über die Laufzeit der entsprechenden vertragsmässigen Deckung verbucht. Die Rückstellungen für noch nicht verdiente Prämien entsprechen dem Anteil an ausgewiesenen Prämien, welcher auf die noch verbleibende Versicherungsdauer entfällt.

Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft und aus Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung
Deckungskapital
Die Deckungskapitalien werden anhand der konstanten Nettoprämien-Methode berechnet. Je nach Gewinnbeteiligung basieren die Berechnungen auf unterschiedlichen versicherungsmathematischen Annahmen hinsichtlich Sterblichkeit, Zinssätzen, Anlagerenditen, Aufwendungen und Stornoraten, einschliesslich einer Marge für negative Abweichungen. Diese Annahmen werden zu Beginn bei der Ausfertigung der Versicherungspolice getroffen und – ausser bei Fehlbeträgen – nicht mehr angepasst.

Einlagen von Versicherungsnehmern
Bei Verträgen mit Anlagecharakter werden die vereinnahmten Sparprämien als Einlagen ausgewiesen (Deposit Accounting). Die Verbindlichkeiten für diese Verträge umfassen sämtliche erhaltenen Einlagen plus gutgeschriebene Zinsen abzüglich Aufwendungen, Versicherungsprämien sowie Rückkäufe.

Angemessenheitstest für Verbindlichkeiten
Falls die tatsächlichen Ergebnisse erkennen lassen, dass künftige Verpflichtungen und nicht amortisierte aktivierte Abschlusskosten (DAC) durch den Buchwert der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft zusammen mit dem erwarteten künftigen Ertrag (abzüglich diesbezüglicher aktivierter Abschlusskosten (DAC) und immaterieller Vermögenswerte) nicht gedeckt werden können, wird das gesamte Defizit erfolgswirksam erfasst, entweder durch eine Reduktion der nicht amortisierten aktivierten Abschlusskosten (DAC) oder durch eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft. Der Angemessenheitstest für Verbindlichkeiten erfolgt auf Portfolioebene zu jedem Berichtstermin in Übereinstimmung mit dem Test für das Vorliegen einer Verlustsituation und berücksichtigt aktuelle Schätzungen künftiger Mittelflüsse einschliesslich solcher, die sich aus eingebetteten Optionen und Garantien ergeben.

Schadenrückstellungen
Schadenrückstellungen werden für künftige Zahlungsverpflichtungen bezüglich Versicherungsschäden gebildet, für die im Allgemeinen entweder die Höhe der auszurichtenden Leistungen oder der Auszahlungstermin noch nicht feststeht. Sie umfassen Rückstellungen für am Bilanzstichtag gemeldete Schäden, eingetretene, jedoch noch nicht gemeldete Schäden und Aufwendungen für Schadenregulierungen. Die Rückstellungen werden mittels versicherungsmathematischer Methoden berechnet und basieren auf Schätzungen der künftig effektiv für die vollständige Begleichung dieser Schäden zu leistenden Zahlungen. Die verwendeten Methoden werden regelmässig überprüft und aktualisiert. Die Schadenrückstellungen werden nicht diskontiert, mit Ausnahme der Rückstellungen für Schadenfälle, bei denen die Zahlungsmodalitäten abschätzbar bzw. fixiert sind.

Eingebettete Optionen und Garantien in Versicherungsverträgen
Versicherungsverträge enthalten oft eingebettete Derivate. Eingebettete Derivate, die nicht eng mit dem Basisversicherungsvertrag verbunden sind, werden gesondert erfasst und zum Fair Value bewertet. Eingebettete Optionen und Garantien, die eng mit Versicherungsverträgen verbunden sind oder selbst Versicherungsverträge sind, zum Beispiel garantierte Rentenoptionen oder garantierte Zinssätze, werden bei der Bewertung der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft berücksichtigt.

Rückversicherung
Die Gruppe übernimmt und/oder zediert Rückversicherungsrisiken im normalen Geschäftsverlauf. Guthaben aus Rückversicherung umfassen namentlich Forderungen gegenüber Erst- und Rückversicherungsgesellschaften für zedierte Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Rückversicherungsverträgen werden in Übereinstimmung mit den rückversicherten Risiken und gemäss den Bestimmungen des betreffenden Rückversicherungsvertrags angesetzt. In der konsolidierten Bilanz und der konsolidierten Erfolgsrechnung wird das Rückversicherungsgeschäft brutto verbucht, es sei denn, eine Nettodarstellung sei explizit erlaubt und beabsichtigt.

Verträge aus Rückversicherungen, welche keinen Transfer von Versicherungsrisiken bewirken, werden als finanzielle Rückversicherung erfasst und sind in den finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten enthalten. Die Verbuchung von Depotforderungen und -verbindlichkeiten erfolgt aufgrund der bezahlten oder erhaltenen Gegenleistungen, abzüglich eindeutig bestimmter Prämien oder Gebühren, die von den Rückversicherten zurückbehalten werden. Diese Verträge werden im Allgemeinen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Der effektive Zinssatz wird aufgrund der geschätzten künftigen Mittelflüsse berechnet.

Liegt bei einem Guthaben aus Rückversicherung eine Wertminderung vor, wird diese in der Erfolgsrechnung erfasst und der Buchwert wird entsprechend reduziert.

Verträge auf Rechnung und Risiko von Versicherungsnehmern (Separate-Account- bzw. anteilgebundene Verträge) / Private Placement Life Insurance
Bei Separate-Account-Verträgen handelt es sich in der Regel um Lebensversicherungsverträge mit einem ausgesonderten Teil, der in Vermögenswerte investiert wird, die auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe gemäss deren spezifischen Anlagezielen verwaltet werden. Verbindlichkeiten aus Separate-Account-Verträgen sind in den Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft enthalten. Verbindlichkeiten aus Separate-Account-Verträgen umfassen das Recht des Versicherungsnehmers auf Beteiligung am Ergebnis der zugrunde liegenden Vermögenswerte.

Bei anteilgebundenen Verträgen handelt es sich um Versicherungs- oder Kapitalanlageverträge, bei denen die Versicherungsleistungen an die Anteilswerte von Investmentfonds gebunden sind. Bestimmte anteilgebundene Verträge enthalten garantierte Mindestversicherungsleistungen. Die Einlagekomponenten von Verbindlichkeiten aus anteilgebundenen Verträgen sind in den erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten enthalten («Entflechtung von Einlagekomponenten»). Sofern Komponenten der Verbindlichkeiten aus anteilgebundenen Verträgen der Deckung von Versicherungsrisiken dienen, werden diese unter den Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft erfasst.

Verbindlichkeiten im Bereich Private Placement Life Insurance sind in den erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten enthalten.

Anlagen aus Verträgen auf Rechnung und Risiko von Versicherungsnehmern sowie aus dem Bereich Private Placement Life Insurance sind in erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten, Derivaten und flüssigen Mitteln enthalten. Die entsprechenden Erträge, Gewinne oder Verluste sind in der Erfolgsrechnung unter den jeweiligen Posten erfasst. Die Gruppe hat die anfallenden Anschaffungskosten im Zusammenhang mit den Einlage- und den Versicherungskomponenten nach objektiven Kriterien deren Verhältnis entsprechend zugewiesen. Der Rechnungslegungsgrundsatz betreffend die aktivierten Abschlusskosten (DAC) gilt für jenen Teil der Anschaffungskosten, der mit der Versicherungskomponente zusammenhängt. Der Rechnungslegungsgrundsatz betreffend die aktivierten Abschlusskosten für Kapitalanlageverträge (DOC) gilt für den verbleibenden Teil (siehe 2.16 Immaterielle Vermögenswerte).

Verwaltungs- und Rückkaufskosten werden als Policengebührenertrag erfasst.

2.11 Sachanlagen

Selbst genutzte Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Grundeigentum wird zu Anschaffungskosten bewertet und nicht abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen in der Regel linear über die geschätzte Nutzungsdauer: bei Gebäuden über 25 bis 50 Jahre, bei Einrichtungen über fünf bis zehn Jahre und bei Computer- Hardware über drei bis fünf Jahre.

Restwert und Nutzungsdauer der Vermögenswerte werden zu jedem Bilanzstichtag geprüft und bei Bedarf angepasst.

Spätere Kosten werden erst dann in den Buchwert der Vermögenswerte einbezogen bzw. als gesonderter Vermögenswert ausgewiesen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der mit dem Vermögenswert verbundene künftige wirtschaftliche Nutzen voraussichtlich der Gruppe zufliessen wird und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmt werden können. Der übrige Reparaturund Instandhaltungsaufwand wird in der Rechnungsperiode, in der er anfällt, erfolgswirksam erfasst. Fremdkapitalkosten, welche direkt dem Bau oder Erwerb eines qualifizierten Vermögenswerts zugeschrieben werden können, werden als Teil der Kosten des betreffenden Vermögenswerts aktiviert. Realisierte Gewinne und Verluste aus Veräusserung werden durch Vergleich des Erlöses mit dem Buchwert ermittelt und erfolgswirksam erfasst.

Sachanlagen werden auf Wertminderung überprüft, wenn Ereignisse oder Veränderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert möglicherweise nicht erzielbar ist. Der Buchwert eines Vermögenswerts wird sofort auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben, wenn der Buchwert höher ist als der geschätzte erzielbare Betrag. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Beträge aus Fair Value des Vermögenswerts abzüglich Veräusserungskosten und Nutzungswert.

2.12 Vorratsimmobilien

Vorratsimmobilien umfassen Land und Gebäude, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten werden oder sich in der Herstellung oder Entwicklung für einen solchen Verkauf befinden. Es handelt sich in erster Linie um Immobilien, die erworben werden, um sie in naher Zukunft zu veräussern, zu entwickeln oder weiterzuverkaufen. Sie sind in den übrigen Aktiven enthalten.

Vorratsimmobilien werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräusserungswert bewertet. Die Anschaffungskosten umfassen den Erwerbspreis und weitere Kosten, die mit dem Erwerb der Immobilie direkt in Zusammenhang stehen (Notargebühren usw.). Die Herstellungskosten setzen sich zusammen aus Kosten, die sich direkt auf den Bauprozess einer Immobilie beziehen, und sind zusammen mit anderen verbundenen Kosten bis zum Verkauf in den Vorratsimmobilien enthalten.

Der geschätzte Nettoveräusserungswert entspricht dem erwarteten Erlös aus dem Verkauf im normalen Geschäftsgang abzüglich geschätzter Renovierungs-, Sanierungs- und Veräusserungskosten.

Der Erlös aus dem Verkauf wird erfasst, sobald der Bau abgeschlossen und das Eigentum an der Immobilie auf den Käufer übergegangen ist. Der Erlös aus dem Verkauf und damit verbundene Kosten sind im übrigen Ertrag als realisierte Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Vorratsimmobilien dargestellt.

2.13 Leasingverhältnisse

Betriebsleasingverhältnisse
Die Gruppe geht Betriebsleasingverhältnisse in erster Linie zur Miete von Sachanlagen ein. Die gesamten Zahlungen im Rahmen von Betriebsleasingverhältnissen werden in der Erfolgsrechnung linear über die Vertragsdauer erfasst.

Wenn ein Betriebsleasingverhältnis vor Ablauf der Vertragsdauer beendet wird, werden alle Zahlungen, die als Entschädigung an den Leasinggeber zu leisten sind, in der Rechnungsperiode als Aufwand verbucht, in welcher das Leasingverhältnis belastend wird.

Finanzierungsleasing
Wenn eine Leasingvereinbarung Risiken und Chancen eines Vermögenswerts überträgt, so wird sie als Finanzierungsleasing erfasst; der betreffende Vermögenswert wird entsprechend aktiviert. Zu Beginn wird der Vermögenswert mit den abgezinsten künftigen Mindestleasingraten, höchstens aber mit dem Fair Value des Leasingguts bilanziert und über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die entsprechenden Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing werden als Verbindlichkeit geführt.

2.14 Vermögensverwaltung

Die Erträge aus der Vermögensverwaltung setzen sich vorwiegend aus Honoraren für die Vermögensverwaltung sowie Provisionseinnahmen aus dem Vertrieb und Verkauf von Anteilen an Anlagefonds zusammen. Diese Erträge werden periodengerecht abgegrenzt, also zum Zeitpunkt der Erbringung der jeweiligen Leistung erfasst.

Zusatzkosten, die der Erlangung eines Kapitalanlagevertrags direkt zugeordnet werden können, werden als Vermögenswert erfasst, wenn sie einzeln identifiziert und zuverlässig bestimmt werden können und wenn es wahrscheinlich ist, dass sie gedeckt werden. Diese aktivierten Abschlusskosten für Kapitalanlageverträge werden als immaterielle Vermögenswerte erfasst. Abgegrenzte Vermögensverwaltungsgebühren werden unter den übrigen Verbindlichkeiten erfasst.

2.15 Kommissionsertrag und -aufwand

Die Erträge setzen sich vorwiegend aus laufenden Provisionen, wiederkehrenden Gebühren für bestehendes Geschäft und übrigen Gebühren zusammen. Diese Erträge werden periodengerecht abgegrenzt, folglich zum Zeitpunkt der jeweiligen Leistungserbringung erfasst. Vertragsauflösungen werden von den Kommissionserträgen in Abzug gebracht.

Der Aufwand umfasst hauptsächlich Kommissionen für unabhängige Finanzberater sowie Gebühren für die Vermögensverwaltung und andere (Beratungs-)Dienstleistungen.

2.16 Immaterielle Vermögenswerte

Barwert künftiger Gewinne (PVP) aus erworbenen Versicherungsverträgen und Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung
Beim Erwerb eines Versicherungsportefeuilles oder eines Portefeuilles von Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung, sei es direkt von einem anderen Versicherer oder durch die Übernahme eines Tochterunternehmens, weist die Gruppe einen immateriellen Vermögenswert aus, der den eingebetteten Barwert künftiger Gewinne (PVP) in den erworbenen Verträgen repräsentiert. Der PVP entspricht der Differenz zwischen dem Fair Value der erworbenen vertraglichen Rechte und übernommenen Versicherungsverpflichtungen und einer Verbindlichkeit, die gemäss den Rechnungslegungsgrundsätzen für Versicherungsverträge und Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung ermittelt wird. Der PVP wird durch Schätzung des Nettobarwerts der künftigen Mittelflüsse aus den zum Zeitpunkt des Erwerbs bestehenden Verträgen ermittelt. Bei erworbenen Versicherungsverträgen und Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung umfassen künftige positive Mittelflüsse im Allgemeinen Nettoprämien, während künftige negative Mittelflüsse Versicherungsleistungen und bestimmte Verwaltungskosten umfassen.

Der PVP wird im Verhältnis zu den Bruttogewinnen oder Bruttomargen über die effektive Laufzeit der erworbenen Verträge abgeschrieben. Diese liegt im Allgemeinen zwischen 20 und 30 Jahren. Realisierte Gewinne bzw. Verluste werden daher berücksichtigt, ebenso wie Gewinne bzw. Verluste, die im übrigen Gesamterfolg erfasst werden (nicht realisierte Gewinne/Verluste). Würden diese Gewinne bzw. Verluste realisiert, hätte dies Auswirkungen auf die für die Abschreibung des PVP verwendeten Bruttogewinne oder -margen. Daher wird eine Anpassung für diese nicht realisierten Gewinne bzw. Verluste im übrigen Gesamterfolg erfasst und auch bei der Höhe des PVP in der Bilanz berücksichtigt («Schattenbilanzierung»).

Der PVP wird Wertminderungsprüfungen unterzogen. Die Auswirkung von Änderungen der geschätzten Bruttogewinne oder -margen auf den nicht abgeschriebenen PVP wird in der Rechnungsperiode als Aufwand berücksichtigt, in der die Schätzungen der erwarteten künftigen Gewinne oder Margen geändert werden.

Aktivierte Abschlusskosten (DAC)
Kosten, die direkt mit dem Neuabschluss bzw. der Erneuerung von Versicherungsverträgen und Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung zusammenhängen und dementsprechend schwanken – einschliesslich Provisionen, Zeichnungskosten sowie Kosten für Vermittlung und Ausstellung der Versicherungspolicen –, werden aktiviert. Die aktivierten Abschlusskosten werden periodisch auf ihre Werthaltigkeit überprüft, um sicherzustellen, dass sie durch zukünftige Erträge wiedereingebracht werden können.

Bei den überschussberechtigten Lebensversicherungsverträgen, bei denen die Zuteilung der Überschüsse an die Versicherungsnehmer gemäss Beitragsmethode erfolgt, werden die aktivierten Abschlusskosten über die erwartete Laufzeit dieser Verträge auf Grundlage des Barwerts der geschätzten und voraussichtlich zu realisierenden Bruttomargen amortisiert. Die geschätzte Bruttomarge umfasst dabei die zu erwartenden Prämien und Anlageerträge, abzüglich der erwarteten Versicherungsansprüche und Verwaltungskosten, der erwarteten Änderungen des Deckungskapitals und der zu erwartenden jährlichen Überschussanteile der Versicherungsnehmer.

Die aktivierten Abschlusskosten für sonstige traditionelle Lebensversicherungsverträge und Rentenversicherungen mit Todesfallrisiko werden proportional zu den erwarteten Prämien abgeschrieben.

Aktivierte Abschlusskosten für Versicherungsverträge mit Anlagecharakter, z. B. Universal-Life- Verträge, werden über die Vertragsdauer auf Grundlage des Barwerts der geschätzten, voraussichtlich realisierten Bruttogewinne oder Bruttomargen abgeschrieben. Die geschätzten Bruttogewinne bestehen aus Margen auf dem Risikoteil und Vertragsverwaltungskosten, Anlagegewinndifferenzen, Rückkaufskosten und sonstigen zu erwartenden Einnahmen und Gutschriften.

Wenn aktivierte Abschlusskosten im Verhältnis zu den Bruttogewinnen oder Bruttomargen auf die erworbenen Verträge abgeschrieben werden, werden realisierte Gewinne bzw. Verluste berücksichtigt, ebenso wie Gewinne bzw. Verluste, die im übrigen Gesamterfolg erfasst werden (nicht realisierte Gewinne/Verluste). Würden diese Gewinne bzw. Verluste realisiert, hätte dies Auswirkungen auf die für die Abschreibung der aktivierten Abschlusskosten verwendeten Bruttogewinne oder Bruttomargen. Daher wird eine Anpassung für diese nicht realisierten Gewinne bzw. Verluste im übrigen Gesamterfolg erfasst und auch bei der Höhe der aktivierten Abschlusskosten in der Bilanz berücksichtigt («Schattenbilanzierung»).

Annahmen, welche zur Schätzung des künftigen Werts von zu erwartenden Bruttomargen und -gewinnen dienen, werden regelmässig evaluiert und angepasst, falls sich die Schätzungen ändern. Abweichungen der tatsächlichen Ergebnisse von den Erfahrungswerten werden in der Erfolgsrechnung erfasst.

Bei Versicherungsverträgen mit kurzer Laufzeit werden die Abschlusskosten über den Zeitraum, in welchem die entsprechenden verbuchten Prämien verdient werden, proportional zu den Prämieneinnahmen abgeschrieben.

Aktivierte Abschlusskosten für Kapitalanlageverträge (DOC)
Zusatzkosten, die einem Anspruch auf Kommissionen für die Vermögensverwaltung im Rahmen von Kapitalanlageverträgen ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung direkt zugeordnet werden können, werden als Vermögenswerte erfasst, wenn sie einzeln identifiziert und verlässlich bestimmt werden können und wenn es wahrscheinlich ist, dass sie wiedereingebracht werden. Diese Zusatzkosten wären nicht angefallen, wenn die Gruppe die Kapitalanlageverträge nicht erworben hätte. Alle übrigen Abschlusskosten werden zum Entstehungszeitpunkt als Aufwand erfasst.

Aktivierte Abschlusskosten für Kapitalanlageverträge werden linear über die jeweilige Vertragsdauer abgeschrieben.

Goodwill
Unternehmensübernahmen werden nach der Erwerbsmethode erfasst.

Goodwill stellt den Überschuss des Fair Value der übertragenen Gegenleistung und, sofern relevant, den Betrag erfasster nicht beherrschender Anteile über dem Fair Value der erfassten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt dar. Die Gruppe hat die Möglichkeit, in Unternehmenszusammenschlüssen, bei denen die Kontrolle ohne Erwerb sämtlicher Eigenkapitalanteile erlangt wird, den Goodwill in seiner Gesamtheit zu erfassen, das heisst inklusive des auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Teils (Full-Goodwill-Methode). Goodwill aus Akquisitionen von Tochterunternehmen wird bei den immateriellen Vermögenswerten erfasst. Bei der Übernahme anfallende Kosten werden als Aufwand erfasst. Goodwill von assoziierten Unternehmen wird im Buchwert der Beteiligung erfasst.

Zur Überprüfung auf Wertminderungen wird der Goodwill zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugewiesen. Er wird jährlich auf Wertminderungen überprüft oder wenn Anzeichen für eine Wertminderung bestehen. Goodwill wird zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen ausgewiesen; Wertminderungen werden in Folgeperioden nicht zurückgebucht.

Gewinne und Verluste aus der Veräusserung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills des verkauften Unternehmens.

Negativer Goodwill wird direkt in der Erfolgsrechnung erfasst.

Kundenbeziehungen
Zu den Kundenbeziehungen zählen durch Vertrag entstandene Kundenbeziehungen, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, und nicht vertragliche Kundenbeziehungen, welche die Anforderung für einen gesonderten Ausweis erfüllen. Ihre Nutzungsdauer liegt im Allgemeinen zwischen 5 und 20 Jahren. Die Abschreibung erfolgt linear über die Nutzungsdauer.

Computersoftware
Erworbene Computersoftware-Lizenzen werden auf der Basis der Kosten aktiviert, die beim Erwerb und der Inbetriebnahme der spezifischen Software entstehen. Diese Kosten werden linear über die erwartete Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren abgeschrieben. Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung oder Wartung von Computersoftware-Programmen werden direkt als Aufwand verbucht. Entwicklungskosten, die unmittelbar mit identifizierbaren Softwareprodukten zusammenhängen, welche durch die Gruppe kontrolliert werden und voraussichtlich einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzeugen, werden aktiviert. Zu den direkten Kosten zählen die Personalkosten von Software-Entwicklungsteams. Aktivierte Entwicklungskosten für Computersoftware werden linear über die Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren abgeschrieben.

Marken und Übrige
Marken und übrige immaterielle Vermögenswerte mit einer festen Nutzungsdauer von allgemein 5 bis 20 Jahren werden linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.

2.17 Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte

Als erzielbarer Betrag wird bei nicht finanziellen Vermögenswerten der Fair Value abzüglich Veräusserungskosten oder der Nutzungswert angesetzt, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Der Fair Value abzüglich Veräusserungskosten entspricht dem Preis, der in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswerts nach Abzug der Veräusserungskosten erzielt werden würde. Der Nutzungswert ist der Barwert der künftigen Mittelflüsse, der voraussichtlich aus einem Vermögenswert bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abgeleitet werden kann.

Wertminderungen und Wertaufholungen auf nicht finanziellen Vermögenswerten werden erfolgswirksam erfasst.

2.18 Ertragssteuern

Laufende und latente Ertragssteuern werden erfolgswirksam verbucht, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, welche direkt im Eigenkapital erfasst werden. Ertragssteuern werden mit Hilfe der zum Bilanzstichtag gültigen bzw. angekündigten Steuersätze berechnet.

Latente Ertragssteuern werden mittels der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Buchwerten von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der konsolidierten Bilanz einerseits und den Steuerwerten dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten andererseits verbucht. Laufende und latente Ertragssteuern werden direkt dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben, wenn sie sich auf Positionen beziehen, die in derselben oder in einer anderen Rechnungsperiode ebenfalls direkt dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.

Latente Steuerguthaben werden nur in dem Umfang erfasst, in dem wahrscheinlich künftige zu versteuernde Ergebnisse verfügbar sind, mit denen diese Guthaben verrechnet werden können. Für noch nicht genutzte Steuerverluste wird ein latentes Steuerguthaben nur in dem Umfang erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass diese Verluste mit künftigen zu versteuernden Ergebnissen verrechnet werden können. Latente Steuerverbindlichkeiten stellen Ertragssteuern dar, die in der Zukunft für zu versteuernde temporäre Differenzen zu entrichten sind.

Eine latente Steuerverbindlichkeit wird für zu versteuernde temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Investitionen in Tochterunternehmen, Niederlassungen und assoziierten Unternehmen erfasst, es sei denn, die Gruppe ist in der Lage, den Zeitpunkt der Elimination der temporären Differenz zu steuern, und wenn es zudem wahrscheinlich ist, dass die betreffende temporäre Differenz in absehbarer Zukunft nicht eliminiert wird.

Wenn das Unternehmen ein durchsetzbares Recht hat, laufende Steuerguthaben mit laufenden Steuerverbindlichkeiten zu verrechnen, und sich die latenten Steuerguthaben und latenten Steuerverbindlichkeiten auf Ertragssteuern beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden, so werden die entsprechenden Guthaben und Verbindlichkeiten netto ausgewiesen.

2.19 Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte und entsprechende Verbindlichkeiten

Eine Veräusserungsgruppe besteht aus einer Gruppe von Vermögenswerten, die gemeinsam in einer einzigen Transaktion durch Verkauf oder auf andere Weise veräussert werden sollen, sowie den mit ihnen direkt in Verbindung stehenden Verbindlichkeiten. Langfristige Vermögenswerte, die zur Veräusserung gehalten werden, sowie Veräusserungsgruppen werden zum Buchwert ausgewiesen, höchstens jedoch zum Fair Value abzüglich Veräusserungskosten. Der Buchwert wird nicht durch die fortgesetzte Nutzung erzielt, sondern durch eine Verkaufstransaktion mit hoher Wahrscheinlichkeit. Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte und entsprechende Verbindlichkeiten werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen.

2.20 Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Bilanz ausgewiesen, wenn die Swiss Life-Gruppe Partei der vertraglichen Bestimmungen des Instruments wird. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die im Vertrag genannte Verpflichtung erfüllt oder aufgehoben wird oder erlischt.

Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Ersterfassung unwiderruflich als «zum Fair Value zu bewerten» eingestuft. In folgenden Fällen werden finanzielle Verbindlichkeiten als «erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten» eingestuft:

  • finanzielle Verbindlichkeiten, bei denen die Versicherungsleistungen an die Anteilswerte von Investmentfonds gebunden sind bzw. im Bereich Private Placement Life Insurance anfallen;
  • finanzielle Verbindlichkeiten in Verbindung mit zum Fair Value bewerteten Vermögenswerten, um eine Inkonsistenz in Bewertung oder Ansatz zu verringern oder zu beseitigen;
  • finanzielle Verbindlichkeiten mit eingebetteten Derivaten.

Anleihen und Darlehensverpflichtungen
Anleihen und Darlehensverpflichtungen werden zunächst zum erhaltenen Erlös abzüglich der angefallenen Transaktionskosten erfasst. Danach werden sie unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Differenzen zwischen dem Erlös (nach Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag werden erfolgswirksam über die Laufzeit der betreffenden Anleihe bzw. Darlehensverpflichtung erfasst.

Je nach Vertragsbedingungen, z. B. Rückzahlungs- oder Zinsbedingungen, werden hybride Instrumente als finanzielle Verbindlichkeiten betrachtet.

Bei Anleihen, die eine eingebettete Option zur Wandlung der Schuld in eine vorgegebene Anzahl Aktien der Gruppe enthalten, werden eine Schuld- und eine Eigenkapitalkomponente ermittelt. Die Differenz zwischen dem Erlös aus der Ausgabe und dem Fair Value der Schuldkomponente zum Zeitpunkt der Emission wird direkt im Eigenkapital verbucht. Der Fair Value der Schuldkomponente zum Zeitpunkt der Emission wird auf Basis des Marktzinssatzes für vergleichbare Instrumente ohne Wandelrechte ermittelt. Die Gruppe verbucht keine Wertveränderungen dieser Optionen in nachfolgenden Berichtsperioden.

Die Fremdkapitalkosten in der konsolidierten Erfolgsrechnung beziehen sich auf den Zinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten, die als Anleihen und Darlehensverpflichtungen eingestuft werden. Der Zinsaufwand in der konsolidierten Erfolgsrechnung hingegen ergibt sich aus dem Zinsaufwand für Einlagen für Versicherungs- und Kapitalanlageverträge sowie übrige finanzielle Verbindlichkeiten.

Übrige finanzielle Verbindlichkeiten
Einlagen mit fixen und garantierten Bedingungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Die Ersterfassung erfolgt zum erhaltenen Erlös abzüglich der angefallenen Transaktionskosten. Danach erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Differenzen zwischen dem Erlös (nach Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag werden erfolgswirksam über die Laufzeit der betreffenden Einlage erfasst. Bei Repurchase-Vereinbarungen erfolgt die Ersterfassung zum erhaltenen Betrag abzüglich der angefallenen Transaktionskosten. Danach wird die Differenz zwischen dem ursprünglich erhaltenen Betrag und dem bei Endfälligkeit getauschten Betrag mittels Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Vereinbarung aufgelöst.

2.21 Leistungen an Mitarbeitende

Vorsorgeleistungen
Die Swiss Life-Gruppe sieht grundsätzlich zwei Arten von Vorsorgeleistungen für ihre Mitarbeitenden vor: leistungsorientierte Pläne sowie beitragsorientierte Pläne.

Die Vermögenswerte dieser Pläne werden im Allgemeinen getrennt vom Vermögen der Gruppe in treuhänderisch verwalteten Fonds gehalten. Beiträge für leistungsorientierte Pläne werden gemäss aufsichtsrechtlichen Vorschriften und/oder Bestimmungen des entsprechenden Vorsorgeplans berechnet. Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen der Gruppe und die damit verbundenen Kosten werden zu jedem Bilanzstichtag durch einen qualifizierten Aktuar mit Hilfe der Methode der laufenden Einmalprämien festgelegt.

Der in der konsolidierten Bilanz verbuchte Betrag stellt den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen dar, abzüglich des Fair Value des Planvermögens. Aus dieser Berechnung entstehende Überdeckungen sind auf den Barwert des wirtschaftlichen Nutzens in Form der Verfügbarkeit von Rückerstattungen aus den Plänen oder Minderungen künftiger Beitragszahlungen an die Pläne begrenzt.

Neubewertungen, bestehend aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, der Auswirkung von Veränderungen der Vermögenswerthöchstgrenze sowie Erträgen aus dem Planvermögen (ohne Zinsen), werden unmittelbar in der Periode, in der sie anfallen, in der konsolidierten Bilanz und im übrigen Gesamterfolg erfasst. Im übrigen Gesamterfolg erfasste Neubewertungen werden anschliessend nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird in der Erfolgsrechnung in der Periode erfasst, in der eine Planänderung stattgefunden hat. Bei der Berechnung der Nettozinsen wird der Abzinsungssatz zu Beginn der Periode auf die Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Plänen angewandt. Die Kosten aus leistungsorientierten Plänen umfassen den Dienstzeitaufwand sowie den Zinsaufwand (netto) und sind in der Erfolgsrechnung in den Aufwendungen für Leistungen an Mitarbeitende enthalten.

Versicherungsverträge, die für einen leistungsorientierten Plan für eigene Mitarbeitende ausgestellt sind, wurden im Allgemeinen eliminiert. Bestimmte mit solchen Plänen verbundene Vermögenswerte erfüllen jedoch die Voraussetzung für Planvermögen und werden deshalb nicht eliminiert.

Die Gruppe verbucht den Beitrag, der für die während der Rechnungsperiode geleisteten Dienste der Mitarbeitenden in einen beitragsorientierten Plan zu zahlen ist, als Aufwand.

Leistungen im Gesundheitsbereich
Einige Gesellschaften der Gruppe sehen Leistungen im Gesundheitsbereich für ihre Rentner vor. Der Anspruch auf diese Leistungen ist normalerweise vom Erreichen des Rentenalters im Dienst sowie von einer bestimmten Anzahl von Dienstjahren abhängig. Die hieraus entstehenden Kosten werden gleich behandelt wie die entsprechenden Kosten aus leistungsorientierten Plänen.

Aktienbeteiligungspläne
Die Gruppe betreibt anteilsbasierte Pläne, bei denen eine Vergütung in Form von Aktien gezahlt wird. Der Fair Value der Dienste der Mitarbeitenden, welche die Gruppe als Gegenleistung für die Gewährung der Aktien erhält, wird erfolgswirksam verbucht, wobei das Eigenkapital entsprechend erhöht wird. Da der Fair Value der erhaltenen Dienste nicht zuverlässig bewertet werden kann, wird auf den Fair Value der gewährten Eigenkapitalinstrumente und den Preis, den die Mitarbeitenden zahlen müssen, zurückgegriffen.

2.22 Rückstellungen und Eventualverpflichtungen

Rückstellungen beinhalten Verbindlichkeiten, bei denen Unsicherheiten bezüglich Höhe oder Zeitpunkt der Zahlungen bestehen. Rückstellungen werden erfasst, wenn am Bilanzstichtag aufgrund eines Ereignisses der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung besteht, die wahrscheinlich den Abfluss von Ressourcen erfordert und deren Umfang zuverlässig sowie auf Basis der bestmöglichen Schätzungen festgelegt werden kann. Eventualverpflichtungen werden im Anhang ausgewiesen, wenn eine mögliche oder gegenwärtige Verpflichtung besteht, die den Abfluss von Ressourcen erfordern kann, wahrscheinlich aber nicht erfordern wird, oder wenn die Verpflichtung nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann.

2.23 Eigene Aktien

Eigene Aktien werden in der konsolidierten Bilanz zum Anschaffungswert ausgewiesen und als Negativposten mit dem Eigenkapital verrechnet. Differenzen zwischen dem Kaufpreis und dem Verkaufserlös eigener Aktien werden als Veränderung des Agios ausgewiesen.

2.24 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich, indem das den Aktionären zustehende Nettoergebnis durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der während der Periode ausstehenden Aktien geteilt wird, unter Ausschluss der durchschnittlichen Anzahl Aktien, die von der Gruppe erworben wurden und als eigene Aktien gehalten werden.

Für das verwässerte Ergebnis je Aktie werden der Gewinn und der gewichtete Durchschnitt der ausstehenden Aktien angepasst, wobei alle verwässernden potenziellen Umwandlungen in Aktien aus Wandelanleihen oder ausgegebenen Optionen berücksichtigt werden. Mögliche oder bedingte Ausgaben von Aktien gelten nur dann als verwässernd, wenn die Aktienumwandlung das Ergebnis je Aktie reduzieren würde.

2.25 Verrechnung

In der Bilanz werden Verrechnungen zwischen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit dem entsprechenden Ausweis des Nettobetrags nur dann vorgenommen, wenn ein durchsetzbares Recht zur Verrechnung der erfassten Beträge vorliegt und zudem die Absicht besteht, für die entsprechenden Positionen im gleichen Zeitpunkt einen Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswerts gleichzeitig die dazugehörende Schuld abzulösen.

2.26 Bevorstehende Änderungen von Rechnungslegungsgrundsätzen

Im Januar 2016 veröffentlichte das International Accounting Standards Board Änderungen von IAS 7 «Kapitalflussrechnungen», die darauf abzielen, die Informationen zu verbessern, die Abschlussadressaten in Bezug auf die Finanzierungstätigkeiten eines Unternehmens zur Verfügung gestellt werden. Die Änderungen treten für die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Die Swiss Life-Gruppe untersucht derzeit die Auswirkung der Änderungen auf die konsolidierte Jahresrechnung.

Im Januar 2016 veröffentlichte das International Accounting Standards Board IFRS 16 «Leasingverhältnisse». Der neue Standard hebt für Leasingnehmer die Klassifizierung von Leasingverhältnissen entweder als Betriebsleasing oder als Finanzierungsleasing auf. Stattdessen werden sämtliche Leasingverhältnisse ähnlich wie Finanzierungsleasings gemäss der aktuellen Ausgabe von IAS 17 «Leasingverhältnisse» behandelt. Der neue Standard schreibt Leasingnehmern vor, Leasingverhältnisse in der Bilanz zu erfassen, was einen Anstieg der ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zur Folge hat. IFRS 16 «Leasingverhältnisse» ersetzt die linearen Betriebsleasingaufwendungen mit einem Wertminderungsaufwand auf dem Leasingvermögenswert und einem Zinsaufwand auf der Leasingverbindlichkeit. Diese Änderung vereinheitlicht die Behandlung von Leasingaufwendungen für alle Leasingverhältnisse. Aus praktischen Gründen sind kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse von dieser Regelung ausgenommen. Die Ausnahme ermöglicht es Leasingnehmern, qualifizierte Leasingverhältnisse gleich zu erfassen wie bestehende Betriebsleasingverhältnisse (IAS 17 «Leasingverhältnisse»). Leasinggeber wenden grundsätzlich weiterhin das Bilanzierungsmodell nach IAS 17 «Leasingverhältnisse» an. Die Swiss Life-Gruppe untersucht derzeit die Auswirkung von IFRS 16 auf die konsolidierte Jahresrechnung.

Im Januar 2016 veröffentlichte das International Accounting Standards Board Änderungen von IAS 12 «Ertragsteuern». Die Änderungen «Ansatz latenter Steueransprüche für nicht realisierte Verluste» regeln die Erfassung von latenten Steuerguthaben im Zusammenhang mit zum Fair Value bewerteten Schuldinstrumenten. Sie treten für die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Die Swiss Life-Gruppe erwartetet keine bedeutenden Auswirkungen auf die konsolidierte Jahresrechnung.

Im Dezember 2014 veröffentlichte das International Accounting Standards Board Änderungen von IAS 1 «Darstellung des Abschlusses». Die Änderungen sind Bestandteil der Initiative zur Verbesserung der Darstellung und Veröffentlichung von Abschlüssen. Sie sollen Unternehmen dazu auffordern, bei der Entscheidung, welche Angaben sie in ihrem Abschluss offenlegen wollen, professionelles Ermessen auszuüben. Mit den Änderungen wird klargestellt, dass Wesentlichkeitserwägungen auf alle Bestandteile des Abschlusses anzuwenden sind und unwesentliche Angaben die Zweckmässigkeit der finanziellen Berichterstattung beeinträchtigen können. Die Änderungen treten für die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Die Swiss Life-Gruppe erwartet keine bedeutenden Auswirkungen auf die konsolidierte Jahresrechnung.

Im September 2014 wurden die jährlichen Verbesserungen der IFRS, Zyklus 2012–2014, veröffentlicht. Die Änderungen treten für die am 1. Januar 2016 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Die Swiss Life-Gruppe erwartet keine bedeutenden Auswirkungen auf die konsolidierte Jahresrechnung.

Im September 2014 veröffentlichte das International Accounting Standards Board Änderungen von IFRS 10 «Konzernabschlüsse» und IAS 28 «Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen». Die Änderungen beziehen sich auf die Veräusserung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture. Gewinne oder Verluste werden vollständig erfasst, wenn eine Transaktion einen Geschäftsbetrieb einschliesst (unabhängig davon, ob der Geschäftsbetrieb zu einem Tochterunternehmen gehört oder nicht). Gewinne oder Verluste werden teilweise erfasst, wenn eine Transaktion mit Vermögenswerten erfolgt, die keinen Geschäftsbetrieb darstellen, selbst wenn die Vermögenswerte zu einem Tochterunternehmen gehören. Die Änderungen treten prospektiv für das an einem durch das International Accounting Standards Board festzulegenden Datum beginnende Geschäftsjahr in Kraft.

Im Juli 2014 stellte das International Accounting Standards Board IFRS 9 «Finanzinstrumente» fertig. Der neue Standard ersetzt IAS 39 «Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung». Er regelt die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, die Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten sowie die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Mit der Klassifizierung wird festgelegt, wie finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Abschlüssen bilanziert und laufend bewertet werden. Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte erfolgt auf Basis des Geschäftsmodells, in das sie eingebunden sind, und ihrer vertraglichen Cashflow- Eigenschaften. Ein Wertminderungsmodell für erwartete Verluste wurde eingeführt, bei dem ein Kreditereignis nicht mehr eingetreten sein muss, bevor eine Wertminderung erfasst wird. Das neue Modell für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen verbindet die Rechnungslegung stärker mit dem Risikomanagement. IFRS 9 tritt für die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Im Dezember 2015 veröffentlichte das International Accounting Standards Board Änderungsvorschläge für IFRS 4 «Versicherungsverträge». Hintergrund der Vorschläge sind die temporären Folgen der unterschiedlichen Erstanwendungszeitpunkte von IFRS 9 «Finanzinstrumente» und des neuen Standards für Versicherungsverträge. Die Vorschläge bieten Unternehmen, deren vorherrschende Tätigkeit im Ausstellen von Versicherungsverträgen liegt, die Möglichkeit, die Anwendung von IFRS 9 so lange aufzuschieben, bis der neue Standard für Versicherungsverträge in Kraft tritt, jedoch bis spätestens am 1. Januar 2021 (Aufschubansatz). Die Swiss Life-Gruppe untersucht derzeit die Auswirkung von IFRS 9 auf die konsolidierte Jahresrechnung.

Im Mai 2014 wurde IFRS 15 «Erlöse aus Verträgen mit Kunden» herausgegeben. Im Zentrum des Standards steht das Prinzip, dass ein Unternehmen Erlöse so erfasst, dass die Übertragung von zugesagten Gütern und Dienstleistungen an Kunden in ihrer Höhe der Gegenleistung entspricht, die das Unternehmen für diese Güter und Dienstleistungen erwartet. Des Weiteren führt IFRS 15 Bilanzierungsvorschriften ein, die umfassende Angaben machen zu Art, Höhe, Zeitpunkt und Unsicherheit von Erlösen und Cashflows aus Kundenverträgen des Unternehmens. Der Standard tritt für die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Die Swiss Life-Gruppe erwartet keine wesentlichen Auswirkungen des neuen Standards auf die konsolidierte Jahresrechnung.

Im Mai 2014 veröffentlichte das International Accounting Standards Board Änderungen von IFRS 11 «Gemeinschaftliche Vereinbarungen». Die Änderungen regeln die Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit, wenn diese einen Geschäftsbetrieb darstellt. Die Änderungen treten prospektiv für die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft.

Folgende geänderten Standards und Interpretationen sind für die Swiss Life-Gruppe nicht von Bedeutung:

  • Änderungen von IFRS 10 «Konzernabschlüsse», IFRS 12 «Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen» und IAS 28 «Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen» (Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme);
  • Änderungen von IFRS 11 «Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit»;
  • IFRS 14 «Regulatorische Abgrenzungsposten»;
  • Änderungen von IAS 16 «Sachanlagen» und IAS 38 «Immaterielle Vermögenswerte» (Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden);
  • Änderungen von IAS 16 «Sachanlagen» und IAS 41 «Landwirtschaft» (fruchttragende Pflanzen);
  • Änderungen von IAS 27 «Einzelabschlüsse» (Equity-Methode in Einzelabschlüssen).

3 Kritische Schätzungen und Beurteilungen bei der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen

Bestimmte ausgewiesene Beträge für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beruhen auf Schätzungen und Annahmen. Schätzungen und Beurteilungen des Managements werden laufend überprüft und beruhen auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren, zum Beispiel auf Erwartungen künftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden.

Die Sensitivitätsanalyse betreffend Versicherungs- und Marktrisiken wird in Anhang 5 erläutert.

Schätzungen und Beurteilungen im Zusammenhang mit der Anwendung der Fair-Value-Bewertung auf Finanzinstrumente und Investitionsliegenschaften sind in Anhang 30 beschrieben.

Wertminderung von bis zum Verfall gehaltenen und jederzeit verkäuflichen Schuldpapieren sowie Darlehen und Forderungen

Gruppenweit gilt, dass bis zum Verfall gehaltene und jederzeit verkäufliche Schuldpapiere sowie Darlehen und Forderungen auf Wertminderungen überprüft werden, wenn der Marktwert aufgrund von Ausfallrisiken deutlich sinkt, insbesondere nachdem das Rating eines Schuldners nach der Ersterfassung unter B– herabgestuft wurde (also CCC oder tiefer nach Standard & Poor’s oder gleichwertigem Rating), oder wenn die Zahlung des Nominalbetrags und/oder der Zinsen seit mehr als 90 Tagen überfällig ist.

Wertminderung von jederzeit verkäuflichen Beteiligungsinstrumenten

An jedem Bilanzstichtag wird geprüft, ob objektive Nachweise für eine Wertminderung von jederzeit verkäuflichen Beteiligungsinstrumenten vorliegen. Ein erheblicher oder anhaltender Rückgang des Fair Value eines Wertpapiers unter seine Anschaffungskosten gilt als objektiver Nachweis für eine Wertminderung. Ein Rückgang von mindestens 30% gilt als erheblich, eine Periode von mindestens zwölf Monaten als anhaltend.

Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft

Frühere Erfahrungen, die unter Berücksichtigung der Auswirkungen aktueller Entwicklungen und wahrscheinlicher Trends angepasst werden, gelten als angemessene Grundlage für die Prognose künftiger Ereignisse. Versicherungsmathematische Schätzungen hinsichtlich eingetretener, jedoch noch nicht gemeldeter Schäden werden laufend überprüft und aktualisiert; Anpassungen, die sich aus diesen Überprüfungen ergeben, werden erfolgswirksam erfasst.

Bei Versicherungsverträgen und Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung zu festen und garantierten Bedingungen erfolgt die Schätzung in zwei Stufen. Bei Vertragsbeginn werden Schätzungen der künftigen Todesfälle und Rückkäufe, der Ausübung von Optionsrechten durch die Versicherungsnehmer sowie der Anlagerenditen und Verwaltungskosten vorgenommen. Sie bilden die Annahmen, die der Berechnung der Verbindlichkeiten während der Vertragslaufzeit zugrunde gelegt werden. Ergänzt werden sie mit einer Sicherheitsmarge für Risiken und Unsicherheiten (negative Abweichung). Die Annahmen werden für die Laufzeit des Vertrags fixiert. Anhand neuer Schätzungen wird dann zu jedem Bilanzstichtag geprüft, ob die so ermittelten Verbindlichkeiten wertmässig noch angemessen sind (Angemessenheitstest für Verbindlichkeiten). Werden die Verbindlichkeiten weiterhin als angemessen betrachtet, bleiben die Annahmen unverändert. Im gegenteiligen Fall jedoch werden die der Bewertung der Verbindlichkeiten zugrunde gelegten Annahmen so verändert, dass sie den neuesten Schätzungen Rechnung tragen (die Fixierung wird aufgehoben); in diesem Fall wird den Annahmen keine Sicherheitsmarge hinzugefügt.

Bei Versicherungsverträgen und Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung ohne feste und garantierte Bedingungen können die künftigen Prämien erfahrungsabhängig erhöht werden. Die Annahmen, die zur Bestimmung der Verbindlichkeiten verwendet werden, enthalten keine Margen und werden nicht fixiert, sondern zu jedem Berichtstermin aktualisiert, um den neuesten Schätzungen Rechnung zu tragen.

Sterblichkeit und Langlebigkeit
Die Tarifierungs- und Bewertungsannahmen für Sterblichkeit und Langlebigkeit beruhen im Allgemeinen auf Statistiken nationaler Versicherungsverbände. Diese werden durch die interne Schadenerfahrung ergänzt, die sich aus den unternehmenseigenen Unterlagen der Versicherungsverträge ergibt.

In der Schweiz werden Sterbetafeln üblicherweise alle fünf Jahre überprüft, wenn neue Statistiken des Schweizerischen Versicherungsverbands (SVV) verfügbar sind. Bei bedeutenden Änderungen werden die Tafeln aktualisiert.

Morbidität und Invalidität
Für das Einzel- und das Kollektiv-Lebensversicherungsgeschäft in der Schweiz werden interne Tafeln verwendet. Im Einzellebengeschäft basieren die internen Invaliditätsraten auf den Statistiken des SVV und spiegeln den durchschnittlichen historischen Verlauf im Schweizer Markt wider. Des Weiteren werden im Einzellebengeschäft nur Reaktivierungen berücksichtigt, während im Kollektivlebengeschäft auch eine erhöhte Sterblichkeit einbezogen wird. Im Einzellebengeschäft werden Invaliditätstafeln üblicherweise alle fünf Jahre überprüft, wenn der SVV neue Statistiken veröffentlicht.

Im Kollektivlebengeschäft können Tarifanpassungen aufgrund des Schadenverlaufs im Bereich Invalidität jährlich erfolgen. In diesem Geschäft basieren die Tafeln auf unternehmenseigenen Unterlagen zum Schadenverlauf. Gerade im Kollektivlebengeschäft können Veränderungen am Arbeitsmarkt erhebliche Auswirkungen auf die Invaliditätsfälle haben. Bei bedeutenden Änderungen werden die Tafeln aktualisiert.

In anderen Märkten werden branchenübliche Invaliditätstafeln, nationale Statistiken und unternehmenseigene Unterlagen zugrunde gelegt. Die Prinzipien der Standardtarifierung und -bewertung werden üblicherweise anhand der kundenspezifischen Invaliditätserfahrung überprüft.

Optionen der Versicherungsnehmer
Dem Versicherungsnehmer werden in der Regel Produkte angeboten, die Optionen enthalten wie beispielsweise das Recht auf vorzeitige Auflösung des Vertrags oder die Möglichkeit, das eingezahlte Kapital bei Vertragsablauf in eine Lebensrente umzuwandeln. Bei vorzeitiger Vertragsauflösung erhält der Versicherungsnehmer einen festgelegten Rückkaufsbetrag oder einen Betrag, der infolge der Änderung von finanziellen Variablen wie einem Aktienkurs oder -index variiert. Bei einer Umwandlung hat der Versicherungsnehmer das Recht, die Versicherungssumme in eine konstante Lebensrente umzuwandeln. Der Wert dieser Optionen hängt in der Regel von biometrischen Annahmen und marktspezifischen Variablen wie Zinssätzen oder den Vermögenswerten zur Unterlegung der Verbindlichkeiten ab. In bestimmten Ländern und Märkten stützen sich die Annahmen zum Verhalten von Versicherungsnehmern auf unternehmenseigene Unterlagen. Die Annahmen variieren je nach Produkttyp und Vertragslaufzeit.

Aufwendungen und Inflation
In der Schweiz werden Aufwendungen auf der Basis interner Statistiken bei der Prämienberechnung berücksichtigt. Die so berechneten Beträge werden auf die verschiedenen Sparten umgelegt. Bei diesen Berechnungen wird auch die Inflation berücksichtigt.

In bestimmten Märkten richtet sich die Aufteilung der Aufwendungen nach den Aktivitäten. Wiederkehrende Kosten werden in folgende Hauptkategorien aufgeteilt: Abschlusskosten, Verwaltungskosten und Vermögensverwaltungskosten.

Erträge aus Kapitalanlagen
Annahmen zu Erträgen aus Kapitalanlagen beruhen auf der strategischen Asset Allocation. Vom Bruttoertrag aus Kapitalanlagen werden die prognostizierten Vermögensverwaltungsgebühren abgezogen, so dass sich der Nettoertrag aus Kapitalanlagen ergibt.

Die Zinssätze in versicherungsmathematischen Formeln zur Bestimmung des Barwerts anwartschaftlicher Leistungen und Beiträge von Versicherungsverträgen werden technische Zinssätze genannt. Sie müssen von der Aufsichtsbehörde genehmigt werden. In bestimmten Ländern beruhen die Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft auf den technischen Zinssätzen.

Wertminderung des Goodwills

Der Goodwill wird jährlich (im Herbst) auf Wertminderung überprüft oder häufiger, wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass eine Wertminderung vorliegen könnte. Die wiedereinbringbaren Beträge aus dem Geschäft, auf das sich der Goodwill bezieht, werden anhand von Berechnungen des Nutzungswerts (Value in Use) ermittelt. Diese Berechnungen erfordern den Einsatz von Schätzungen, die in Anhang 17 erläutert sind.

Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen

Die Swiss Life-Gruppe verwendet zur Berechnung der Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen bestimmte Annahmen. Diese Annahmen umfassen künftige Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie Rentenerhöhungen, die aus Schätzungen auf der Basis früherer Erfahrungen abgeleitet wurden. Des Weiteren werden Annahmen zur Sterblichkeit, zur Mitarbeiterfluktuation und zu Abzinsungssätzen gemacht. Bei der Bestimmung des Abzinsungssatzes zieht die Swiss Life- Gruppe von renommierten externen Anbietern veröffentlichte Sätze heran. Die Abzinsungssätze reflektieren den erwarteten Zeitpunkt der Leistungszahlungen aus den Plänen und beruhen auf einem Renditekurvenansatz.

Die Annahmen sind in Anhang 23 erläutert.

Ertragssteuern

Latente Steuerguthaben werden im Hinblick auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und noch nicht genutzte Steuerguthaben insoweit erfasst, als eine Realisierung des entsprechenden Steuervorteils wahrscheinlich ist. Die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit einer Realisierung des Steuervorteils erfordert Annahmen, die auf der Geschichte der jeweiligen Gesellschaft und auf budgetierten Daten für die Zukunft beruhen.

Rückstellungen

Der Ausweis der Rückstellungen erfordert Annahmen über die Wahrscheinlichkeit, die Höhe und den Zeitpunkt eines Abflusses von Ressourcen, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen. Rückstellungen werden ausgewiesen, wenn ein Abfluss von Ressourcen, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen, wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung möglich ist.

4 Informationen zu den Geschäftssegmenten

Unter Geschäftssegmenten versteht man Teile eines Unternehmens, zu denen separate Finanzinformationen verfügbar sind, die von der Konzernleitung regelmässig ausgewertet werden und als Entscheidungsgrundlage für die Ressourcenverteilung und die Erfolgskontrolle dienen.

Die in den einzelnen Segmenten angewandten Rechnungslegungsgrundsätze sind bereits in der Zusammenfassung der wichtigsten Rechnungslegungsgrundsätze beschrieben. Dienstleistungen und die Übertragung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zwischen den Geschäftssegmenten werden analog den Geschäften mit Dritten bewertet, das heisst zu den zum Zeitpunkt der Transaktion gültigen Marktpreisen.

Für die Verwendung der Swiss Life-Marke erhobene und erhaltene konzerninterne Markengebühren wurden im Segmentergebnis nicht berücksichtigt. Die Erfolgsrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2014 wurde entsprechend angepasst.

Die Kosten für Gruppenmanagement wurden nicht den einzelnen Segmenten zugeordnet, da sie die allgemeinen Verwaltungskosten und den Aufwand für den Hauptsitz umfassen und damit die Swiss Life-Gruppe als Ganzes betreffen.

Die berichtspflichtigen Segmente widerspiegeln jene Informationen aus den Unternehmensteilen, die der Konzernleitung als Entscheidungsgrundlage für die Geschäftsführung dienen. Die Darstellung der Geschäftstätigkeit erfolgt auf IFRS-Basis.

Der Fokus liegt auf produkt- und dienstleistungsspezifischen Informationen. Im Versicherungsgeschäft basiert die Organisations- und Führungsstruktur auf geografischen Aspekten. Die berichtspflichtigen Segmente wurden folgendermassen definiert:

  • Schweiz
  • Frankreich
  • Deutschland
  • International
  • Asset Managers
  • Übrige

Die Segmente «Schweiz», «Frankreich», «Deutschland» und «International» bestehen hauptsächlich aus dem Lebengeschäft und Vertriebseinheiten. Im Lebengeschäft wird Privatpersonen und Unternehmen eine breite Produktpalette angeboten: Lebens- und Rentenversicherung, Krankenversicherung, Vorsorgeprodukte, inklusive solcher mit reinem Anlagecharakter, zudem Versicherungsdeckung bei Erwerbsunfähigkeit. In strategischer Hinsicht liegt der Fokus der Gruppe hauptsächlich auf dem Leben- und Vorsorgegeschäft in der Schweiz, in Frankreich und in Deutschland, auf dem Krankenversicherungsgeschäft in Frankreich sowie auf dem grenzüberschreitenden Geschäft, das von Liechtenstein, Luxemburg und Singapur aus betrieben wird. Ausserdem umfassen diese Segmente jene Gesellschaften, die hauptsächlich Kapitalanlagen im Zusammenhang mit dem Lebensversicherungsgeschäft halten.

Das Segment «International» umfasst das grenzüberschreitende Versicherungsgeschäft in Liechtenstein, Luxemburg und Singapur sowie die Einheiten von Swiss Life Select in Österreich, der Tschechischen Republik und Polen und Chase de Vere in Grossbritannien.

Das Nichtlebengeschäft wird in Frankreich und in Luxemburg betrieben und umfasst hauptsächlich die Schaden-, Haftpflicht-, Motorfahrzeug-, Unfall- und Krankenversicherung sowie die Restschuldversicherung. Das Nichtlebengeschäft ist Bestandteil der Segmente «Frankreich» und «Übrige».

Das Segment «Asset Managers» umfasst die Vermögensverwaltung für institutionelle Kunden und für das Versicherungsgeschäft der Gruppe sowie deren Beratung in speziellen Belangen der Vermögensverwaltung.

Die Kategorie «Übrige» bezieht sich vorwiegend auf verschiedene Finanz- und Dienstleistungsunternehmen sowie auf die Restschuldversicherung.

Die Erfolgsrechnung und die Bilanz für die Geschäftssegmente präsentieren sich wie folgt:

Erfolgsrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2015

Mio. CHFSchweizFrankreich
Deutsch-
land
Inter-
national
Asset
Managers
Übrige
Total vor
Elimina-
tionen
Elimina-
tionen
Total
ERTRAG
Verdiente Prämien aus Versicherungsverträgen9 2182 5021 20744-912 979-7612 903
Verdiente Prämien aus Kapitalanlageverträgen mit
ermessensabhängiger Überschussbeteiligung
1 009-----1 009-1 009
An Rückversicherer zedierte Prämien-10-156-40-10-0-21776-141
Verdiente Nettoprämien10 2172 3461 16734-813 772013 771
Verdiente Policengebühren aus Versicherungsverträgen71010--18-18
Verdiente Policengebühren aus Kapitalanlageverträgen
und anteilgebundenen Verträgen
331301382--259-259
Verdiente Policengebühren (netto)401401482--276-276
Ertrag aus Gebühren, Kommissionen und Provisionen15997350142560481 357-3411 016
Ertrag aus Kapitalanlagen3 004645605322674 353-634 290
Gewinne/Verluste auf finanziellen Vermögenswerten (netto)-1366633540-1-57248-248
Gewinne/Verluste auf erfolgswirksam zum Fair Value
bewerteten Finanzinstrumenten (netto)
385-36-285-2103981-81
Gewinne/Verluste auf Investitionsliegenschaften (netto)5656723--0655-655
Ergebnisanteile an assoziierten Unternehmen030-307-7
Übriger Ertrag218-12-18281230-20210
TOTAL ERTRAG14 4523 3272 21129159110620 979-42420 555
davon zwischen den Geschäftssegmenten112-50-4-1267100424-424
AUFWAND
Leistungen und Schadenfälle aus
Versicherungsverträgen
-11 203-2 095-1 310-13-1-14 62062-14 558
Leistungen und Schadenfälle aus Kapitalanlageverträgen
mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung
-1 053------1 053--1 053
Von Rückversicherern rückgeforderte Leistungen
und Schadenfälle
6125233--1156-6095
Versicherungsleistungen und Schadenfälle (netto)-12 251-1 970-1 287-10-0-15 5182-15 516
Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer-455-157-283-18-0-91415-899
Zinsaufwand-39-102-12-15-10-1708-162
Aufwand für Gebühren, Kommissionen und Provisionen-444-303-238-102-50-2-1 139342-797
Aufwendungen für Leistungen an Mitarbeitende-249-178-129-61-204-4-8251-824
Aufwendungen für Abschreibungen-149-246-55-4-12-2-468--468
Wertminderung von Sachanlagen und
immateriellen Vermögenswerten
-16-0----16--16
Übriger Aufwand-114-136-77-40-83-22-472-2-474
TOTAL AUFWAND-13 718-3 093-2 082-251-349-30-19 522366-19 156
davon zwischen den Geschäftssegmenten-31548-41-13-35-11-366366
SEGMENTERGEBNIS73423412941242761 457-581 398
davon zwischen den Geschäftssegmenten-203-1-45-152339058-58
Nicht zugeordnete Kosten für Gruppenmanagement-70
BETRIEBSGEWINN1 329
Fremdkapitalkosten-1750-6-1-7-29-21958-161
Ertragssteueraufwand-290
REINGEWINN878
Zugänge zu langfristigen Vermögenswerten1 754664608102 289-2 289

 

Erfolgsrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2014

Mio. CHFSchweizFrankreich
Deutsch-
land
Inter-
national
Asset
Managers
Übrige
Total vor
Elimina-
tionen
Elimina-
tionen
Total
ERTRAG
Verdiente Prämien aus Versicherungsverträgen8 7892 8151 49149-1113 156-8113 075
Verdiente Prämien aus Kapitalanlageverträgen
mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung
893-----893-893
An Rückversicherer zedierte Prämien-28-190-44-11-0-27381-192
Verdiente Nettoprämien9 6542 6251 44738-1113 776013 776
Verdiente Policengebühren aus Versicherungsverträgen91500--24-24
Verdiente Policengebühren aus Kapitalanlageverträgen
und anteilgebundenen Verträgen
401322388--284-284
Verdiente Policengebühren (netto)491472388--308-308
Ertrag aus Gebühren, Kommissionen und Provisionen133113401152450481 298-301998
Ertrag aus Kapitalanlagen3 064688666352604 516-684 448
Gewinne/Verluste auf finanziellen
Vermögenswerten (netto)
2 025112463160152 631-2 631
Gewinne/Verluste auf erfolgswirksam zum Fair Value
bewerteten Finanzinstrumenten (netto)
-1 80415-19820-25-2 009--2 009
Gewinne/Verluste auf Investitionsliegenschaften (netto)2174327--0288-288
Ergebnisanteile an assoziierten Unternehmen040--103-3
Übriger Ertrag3112-118839-731
TOTAL ERTRAG13 3703 7502 83232145911820 850-37620 474
davon zwischen den Geschäftssegmenten102-4957-75238103376-376
AUFWAND
Leistungen und Schadenfälle
aus Versicherungsverträgen
-10 418-2 413-1 613-11-5-14 45065-14 385
Leistungen und Schadenfälle aus
Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger
Überschussbeteiligung
-932------932--932
Von Rückversicherern rückgeforderte Leistungen
und Schadenfälle
16125222--3163-6598
Versicherungsleistungen und Schadenfälle (netto)-11 333-2 288-1 591-9-2-15 2180-15 218
Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer-427-139-557-26-0-1 1504-1 146
Zinsaufwand-56-124-14-1700-2116-205
Aufwand für Gebühren, Kommissionen
und Provisionen
-400-382-298-117-45-2-1 243304-940
Aufwendungen für Leistungen an Mitarbeitende-254-198-150-65-152-5-8232-821
Aufwendungen für Abschreibungen-118-235-18-4-6-2-383--383
Wertminderung von Sachanlagen und
immateriellen Vermögenswerten
0--12----12--12
Übriger Aufwand-114-162-94-47-67-24-508-3-512
TOTAL AUFWAND-12 702-3 528-2 735-284-270-31-19 549311-19 238
davon zwischen den Geschäftssegmenten-28450-39-3-26-10-311311
SEGMENTERGEBNIS6692229737189871 301-651 236
davon zwischen den Geschäftssegmenten-182118-772129365-65
Nicht zugeordnete Kosten für Gruppenmanagement-66
BETRIEBSGEWINN1 169
Fremdkapitalkosten-1760-5-2-4-35-22265-157
Ertragssteueraufwand-194
REINGEWINN818
Zugänge zu langfristigen Vermögenswerten1 080300163420601 754-1 754

 

Bilanz per 31. Dezember 2015

Mio. CHFSchweizFrankreich
Deutsch-
land
Inter-
national
Asset
Managers
Übrige
Total vor
Elimina-
tionen
Elimi-
nationen
Total
AKTIVEN
Flüssige Mittel1 2626882212 7371662245 297-15 296
Derivate1 7513113546--2 144-312 113
Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte4-----4-4
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte5 31610 5271 26116 4850-33 590-33 590
Jederzeit verkäufliche finanzielle Vermögenswerte69 76816 3947 5021 246481 06896 026-96 026
Darlehen und Forderungen14 6082 3578 3633082471 65027 533-3 19924 334
Als Sicherheit verpfändete finanzielle Vermögenswerte5081 595-5--2 109-2 109
Investitionsliegenschaften18 1221 8841 548--321 557-21 557
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen8560-2067-67
Guthaben aus Rückversicherung31357734-1465-89376
Sachanlagen218351353213407-407
Immaterielle Vermögenswerte einschliesslich immaterieller
Vermögenswerte aus dem Versicherungsgeschäft
6154021 40623518212 840-2 840
Übrige Aktiven38314122202622-150471
AKTIVEN NACH SEGMENTEN112 59434 62120 54421 0728662 961192 659-3 471189 188
Ertragssteuerguthaben64
TOTAL AKTIVEN189 252
PASSIVEN
VERBINDLICHKEITEN
Derivate8631010411-321 020-31989
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten3 7161 58590418 907--25 111-25 111
Kapitalanlageverträge3 3009 8740940--14 115-14 115
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten5 8304 14572236822122011 506-1 22210 284
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft77 97714 31815 774192-12108 273-116108157
Verbindlichkeiten aus Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer6 0502 3851 60426-010 065010 065
Verbindlichkeiten aus Leistungen an Mitarbeitende1 63670167139001 976-1 976
Rückstellungen16113625104101-101
Übrige Verbindlichkeiten15971451072294-2293
VERBINDLICHKEITEN NACH SEGMENTEN99 54732 46919 35720 492328269172 463-1 370171 092
Anleihen und Darlehensverpflichtungen4 078
Ertragssteuerverbindlichkeiten1 824
EIGENKAPITAL12 258
TOTAL PASSIVEN189 252

 

Bilanz per 31. Dezember 2014

Mio. CHFSchweizFrankreich
Deutsch-
land
Inter-
national
Asset
Managers
Übrige
Total vor
Elimina-
tionen
Elimina-
tionen
Total
AKTIVEN
Flüssige Mittel1 8196426292 4891603226 06206 062
Derivate1 76943911368--2 389-302 358
Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte---------
Erfolgswirksam zum Fair Value
bewertete finanzielle Vermögenswerte
4 1338 4781 17218 6070-32 389-32 389
Jederzeit verkäufliche finanzielle Vermögenswerte68 17918 7498 0801 2194589197 162-97 162
Darlehen und Forderungen15 9033 2929 8152721571 58831 027-3 07927 948
Als Sicherheit verpfändete finanzielle Vermögenswerte1 6821 081----2 763-2 763
Investitionsliegenschaften16 3852 0261 182--319 596-19 596
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen960202-311284-284
Guthaben aus Rückversicherung31389644-2490-93397
Sachanlagen225411562315442-442
Immaterielle Vermögenswerte einschliesslich immaterieller
Vermögenswerte aus dem Versicherungsgeschäft
6064291 48423921332 972-2 972
Übrige Aktiven33140531241504-73431
AKTIVEN NACH SEGMENTEN111 07235 66722 90022 9017052 836196 081-3 275192 807
Ertragssteuerguthaben48
TOTAL AKTIVEN192 854
PASSIVEN
VERBINDLICHKEITEN
Derivate1 865182478-572 195-302 165
Erfolgswirksam zum Fair Value
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
3 23365184720 684--25 415-25 415
Kapitalanlageverträge2 71410 4441911--14 070-14 070
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten7 2464 1678813849914912 925-86912 056
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft74 20214 54717 277209-18106 253-117106 136
Verbindlichkeiten aus Überschussbeteiligung
der Versicherungsnehmer
6 8383 2172 06336-012 154-212 152
Verbindlichkeiten aus Leistungen an Mitarbeitende1 5047714958601 821-1 821
Rückstellungen1813573092128-128
Übrige Verbindlichkeiten15374451081290-1289
VERBINDLICHKEITEN NACH SEGMENTEN97 77333 20721 56622 276203227175 251-1 018174 233
Anleihen und Darlehensverpflichtungen3 798
Ertragssteuerverbindlichkeiten1 991
EIGENKAPITAL12 831
TOTAL PASSIVEN192 854

 

Prämien und Policengebühren von externen Kunden

Mio. CHFVerdiente NettoprämienVerdiente Policengebühren (netto)
2015201420152014
LEBEN
Einzelleben3 4693 857266297
Kollektivleben9 9579 5241010
TOTAL LEBEN13 42613 381276308
NICHTLEBEN
Unfall und Krankheit1114--
Sach-, Schadenversicherung und Übrige334381--
TOTAL NICHTLEBEN345395--
TOTAL13 77113 776276308

Die Swiss Life-Gruppe ist in ausgewählten Ländern tätig. Der Ertrag sowie die langfristigen Vermögenswerte der Gruppe werden im Folgenden nach geografischen Standorten detailliert ausgewiesen:

Mio. CHFTotal ErtragLangfristige Vermögenswerte
2015201431.12.201531.12.2014
Schweiz14 45113 22818 50316 773
Frankreich3 3943 8112 2692 430
Deutschland2 3062 8072 3162 052
Liechtenstein3237149149
Luxemburg1803864658
Übrige Länder1912057884
TOTAL20 55520 47423 36121 546

Langfristige Vermögenswerte bestehen zu diesem Zweck aus Investitionsliegenschaften, Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (mit Ausnahme der immateriellen Vermögenswerte aus Versicherungsverträgen).

Informationen über wesentliche Kunden

Es besteht keine Transaktion mit einem einzelnen externen Kunden, deren Erträge sich auf 10% oder mehr des Ertrags der Gruppe belaufen.

5 Grundsätze und Verfahrensweisen im Risikomanagement

Das Kerngeschäft der Gruppe ist das Lebensversicherungs- und Vorsorgegeschäft. Ein Lebensversicherungs- und Vorsorgevertrag stellt eine langfristige Zusage gegenüber dem Versicherungsnehmer dar. Um ihre künftigen Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern zu erfüllen, müssen die Versicherungsgesellschaften der Gruppe über einen langen Zeitraum hinweg finanziell stabil sein. Ob sie in der Lage sind, finanziell robust und stark zu bleiben, hängt von verschiedenen Risikofaktoren ab. Das Risikospektrum der Gruppe lässt sich in erster Linie in finanzielle, versicherungsbezogene, strategische und operationelle Risiken unterteilen. Jede dieser Risikokategorien kann Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität der Gruppe haben.

Risiken müssen vor Ort erkannt, beurteilt, bewältigt, überwacht und auf Gruppenebene aggregiert werden. Auf konsolidierter Basis werden monatliche Berichte über das Zinsänderungs-, Aktienkurs- und Immobilienpreis-, Währungs-, Ausfall- und Versicherungsrisiko erstellt. Strategische und operationelle Risiken werden jährlich beurteilt, und ein Bericht wird erstellt.

Die Risikobereitschaft der grössten Bereiche des Versicherungsgeschäfts wird mit Hilfe lokaler Risikobudgets definiert, die als Grundlage für die Festlegung der einzelnen Risikolimiten benutzt werden. Diese Limiten dienen als Rahmen für das Asset and Liability Management, dessen Ziel darin besteht, eine strategische Asset Allocation festzulegen. Aus dieser strategischen Asset Allocation wird eine auf Szenarien basierende erwartete Rendite berechnet, welche die Grundlage der Mittelfristplanung der Gruppe bildet.

Risikomanagement-Funktionen werden auf mehreren Ebenen von entsprechenden Gremien der Swiss Life-Gruppe wahrgenommen, zum Beispiel durch den Anlage- und Risikoausschuss auf der Ebene des Verwaltungsrats der Swiss Life-Gruppe und das Group Risk Committee auf der Ebene der Konzernleitung der Swiss Life-Gruppe. Die Risikomanagement-Funktionen auf Ebene der einzelnen Geschäftsfelder der Swiss Life-Gruppe sind entsprechend organisiert.

Das Group Risk Management ist verantwortlich für die Festlegung einer gruppenweiten Methode zur Risikobewertung und erstellt einen konsolidierten Risikobericht, in dem die wesentlichen quantitativen Elemente des Risikomanagements der Geschäftsfelder der Swiss Life-Gruppe zusammengefasst sind. Ausserdem erstellt dieses Gremium konsolidierte Gutachten zu den operationellen und strategischen Risiken der Swiss Life-Gruppe.

Nachstehend wird zunächst der Prozess der Risikobudgetierung und des Asset and Liability Management beschrieben. Anschliessend wird ausführlich auf die wichtigsten Risikokategorien eingegangen, mit denen die Swiss Life-Gruppe konfrontiert ist.

5.1 Verträge auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe

Die Vermögenswerte im Zusammenhang mit bestimmten Lebensversicherungs- und Kapitalanlageverträgen werden auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe verwaltet (Separate-Account-Verträge, anteilgebundene Verträge und Private Placement Life Insurance). Sie werden ausgesondert und gemäss den spezifischen Anlagezielen der Versicherungsnehmer verwaltet. Mit diesen Vermögenswerten werden die Verbindlichkeiten unterlegt, die sich aus den genannten Verträgen ergeben. Der Fair Value der Verbindlichkeiten widerspiegelt den Fair Value der Vermögenswerte. Bestimmte Verträge mit Merkmalen einer Fondsbindung enthalten finanzielle Garantien und Versicherungsgarantien. Die Verbindlichkeiten, die mit diesen Garantien im Zusammenhang stehen, sind in den finanziellen Verbindlichkeiten sowie in den Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft enthalten.

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Separate-Account-Verträgen bzw. anteilgebundenen Verträgen und im Zusammenhang mit Private Placement Life Insurance werden für das Risikomanagement der Swiss Life-Gruppe nicht einbezogen, soweit die Risiken von den Kunden getragen werden.

Vermögenswerte auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe

Mio. CHF31.12.201531.12.2014
Flüssige Mittel2 6252 309
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
Schuldpapiere5 7856 240
Aktien4 7516 154
Anlagefonds16 75616 580
Übrige11
TOTAL VERMÖGENSWERTE AUF RECHNUNG UND RISIKO
VON KUNDEN DER SWISS LIFE-GRUPPE
29 91831 284

 

Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Vermögenswerten auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe

Mio. CHF
 
Anhang31.12.201531.12.2014
Anteilgebundene Lebensversicherungsverträge1022 61524 325
Kapitalanlageverträge193 9954 107
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft223 1672 760
TOTAL VERBINDLICHKEITEN IM ZUSAMMENHANG MIT
VERMÖGENSWERTEN AUF RECHNUNG
29 77731 192

Das Finanzergebnis für die auf den 31. Dezember abgeschlossenen Geschäftsjahre auf Rechnung und Risiko der Swiss Life-Gruppe sowie auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life- Gruppe stellte sich wie folgt dar:

Mio. CHFAuf Rechnung und Risiko
der Swiss Life-Gruppe
Auf Rechnung und Risiko von
Kunden der Swiss Life-Gruppe
Total
 Anhang201520142015201420152014
Ertrag aus Kapitalanlagen84 2904 448--4 2904 448
Gewinne/Verluste auf finanziellen Vermögenswerten (netto)82282 63121-2482 631
Gewinne/Verluste auf erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
Finanzinstrumenten (netto)
895-2 016-15781-2 009
Gewinne/Verluste auf Investitionsliegenschaften (netto)655288--655288
Ergebnisanteile an assoziierten Unternehmen 73--73
FINANZERGEBNIS 5 2755 354675 2815 361

5.2 Budgetierung von Risiken und Festlegung von Limiten

Risikofähigkeit und Risikobereitschaft im Versicherungsgeschäft der Swiss Life-Gruppe werden primär anhand wirtschaftlicher Prinzipien festgelegt. Daher werden die Marktwerte oder bestmöglichen Schätzungen sowohl von Vermögenswerten als auch von Verbindlichkeiten ermittelt, indem die von diesen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten generierten Mittelflüsse anhand von direkt beobachtbaren Marktwerten oder mit einem anderen angemessenen Diskontsatz abgezinst werden. Das verfügbare ökonomische Kapital entspricht der Differenz zwischen dem wirtschaftlichen Wert der Vermögenswerte und demjenigen der Verbindlichkeiten. Es dient der Deckung der verschiedenen Risiken, mit denen das Versicherungsgeschäft der Swiss Life-Gruppe konfrontiert ist. Die letzte Entscheidung über die Risikobereitschaft der einzelnen Versicherungsbereiche liegt bei der Konzernleitung.

Zur Steuerung und Begrenzung des Risikoexposure werden Kapital- und Exposurelimiten festgelegt. Diese Limiten betreffen das Gesamtmarktrisikokapital, das Ausfallrisikokapital und insbesondere das Zinsänderungsrisiko- und Kreditspreadrisikokapital sowie die Aktienquote (netto) und das Währungsexposure.

5.3 Asset and Liability Management (ALM)

Der ALM-Prozess soll in erster Linie sicherstellen, dass die Versicherungsbereiche der Swiss Life- Gruppe ihre Zusagen gegenüber Versicherungsnehmern jederzeit erfüllen können und dass gleichzeitig die Aktionäre angemessen für die Bereitstellung von Risikokapital entschädigt werden. Auf der Grundlage der ökonomischen Prinzipien des Risikomanagements sowie der im Rahmen der Risikobudgetierung festgelegten Risikobereitschaft umfasst das ALM folgende Hauptaktivität: Festlegung der strategischen Asset Allocation sowie der Sublimiten für das Risikokapital und das Exposure.

Der ALM-Prozess wird auf Gruppenebene zentral durch lokale Asset and Liability Management Committees koordiniert und gesteuert, die mit Vertretern des lokalen höheren Kaders und der Gruppe besetzt sind. Für die Umsetzung der Entscheidungen sind die Einheiten vor Ort verantwortlich. Der Prozess erfordert die Beteiligung der zuständigen Investment-Management-, Finanz-, Aktuariats- und Risikofunktionen.

Berücksichtigung externer Beschränkungen
Neben der rein ökonomischen Sicht sind im ALM-Prozess auch andere Aspekte zu berücksichtigen, zum Beispiel aufsichtsrechtliche Anforderungen wie die gesetzliche Mindestausschüttungsquote («Legal Quote»), der Finanzierungsgrad, die Solvabilität, lokale Rechnungslegungsvorschriften und International Financial Reporting Standards, Liquiditätsbedarf und angestrebte Ratings. Einige dieser Gesichtspunkte können zu Ergebnissen führen, die mit dem ökonomischen Ansatz nicht in Einklang stehen, aber dennoch zu berücksichtigen sind.

Je nach aufsichtsrechtlichem Rahmen für die Versicherungstätigkeit der Swiss Life-Gruppe sind die Vermögensportfolios gegebenenfalls nach den verschiedenen Kategorien von Versicherungsprodukten aufzuteilen. Die Vermögensportfolios der Versicherungsbereiche in der Schweiz wurden zwischen Einzel- und Kollektivlebensversicherung aufgeteilt. Daher widerspiegelt sich diese Aufteilung auch im ALM-Prozess. Versicherer sind in der Regel dazu verpflichtet, gebundenes Vermögen für Forderungen aus Versicherungsverträgen zu bilden. Für Anlagen in gebundenes Vermögen gelten spezielle Regeln, die die möglichen Anlageklassen und die bei der Anlageorganisation und den diesbezüglichen Prozessen zu erfüllenden Anforderungen festlegen.

Strategische Asset Allocation
Die Festlegung der strategischen Asset Allocation ist die Hauptaufgabe des ALM-Prozesses. Sie dient der effizienten Allokation des Risikokapitals, d. h. dazu, die Erträge aus dem Vermögensportfolio für das im Rahmen der Risikobudgetierung definierte verfügbare Risikokapital zu optimieren, wobei alle bekannten Einschränkungen zu berücksichtigen sind.

Höhe und Zeitpunkt der Zahlungen stehen bei den meisten Verbindlichkeiten weitgehend fest, und die zugrunde liegenden Annahmen werden regelmässig überprüft. Die entsprechenden Vermögensportfolios bestehen überwiegend aus festverzinslichen Instrumenten. Auf diese Weise werden die Auswirkungen von Zinsschwankungen und der Einsatz von Risikokapital strategisch unter dem Gesichtspunkt Risiko/Rendite optimiert, und es ist sichergestellt, dass die Versicherungsnehmer die produktspezifischen Leistungen erhalten. Versicherungsnehmer können von den sich hieraus ergebenden Anlageerträgen in Form einer ermessensabhängigen Überschussbeteiligung profitieren, Aktionäre von einer Wertsteigerung ihrer Investition in die Swiss Life-Gruppe.

Die strategische Asset Allocation wird daher anhand der individuell bestehenden Zusagen und der Risikofähigkeit der Versicherungsbereiche der Swiss Life-Gruppe festgelegt. Die strategische Asset Allocation wird mindestens einmal jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst.

Der ALM-Prozess wird in allen grossen Versicherungsbereichen der Swiss Life-Gruppe angewandt.

Ausschüttungspolitik
Die Ausschüttungspolitik strebt nach einem Interessenausgleich zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen. Kunden mit traditionellen Lebensversicherungsverträgen bevorzugen eine garantierte Mindestverzinsung in Verbindung mit einer regelmässigen und adäquaten ermessensabhängigen Überschussbeteiligung, während die Aktionäre mehr Wert auf angemessene Erträge im Verhältnis zu dem von ihnen getragenen Risiko legen. Die Swiss Life-Gruppe legt den Schwerpunkt auf die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells und den Ausgleich zwischen den Erwartungen von Versicherungsnehmern und Aktionären.

Bei der Festlegung der Ausschüttungspolitik sind externe Beschränkungen zu beachten. Darunter fallen wichtige Elemente wie die garantierte Mindestverzinsung und die gesetzliche Mindestausschüttungsquote, die vom aufsichtsrechtlichen Umfeld abhängen, in dem die Versicherungsbereiche der Swiss Life-Gruppe tätig sind.

Produktgestaltung
Die Ziele des Risikomanagements werden von Produktmanagementgrundsätzen untermauert. Bei der Produktgestaltung wird unter anderem festgelegt, welche Garantien und Leistungen in einem bestimmten Produkt enthalten sein sollen, um den Anforderungen und Erwartungen der Kunden gerecht zu werden. Die hierbei verwendeten versicherungsmathematischen Grundlagen tragen dazu bei, dass jedes einzelne Produkt einen ausreichenden Deckungsbeitrag leistet. Produktmanagement- und Zeichnungsrichtlinien/-weisungen stellen sicher, dass die Vorgaben der Gruppe eingehalten werden. Da die Gruppe in verschiedenen Ländern tätig ist, unterliegt sie den in den einzelnen Ländern geltenden aufsichtsrechtlichen Beschränkungen, die wiederum Auswirkungen auf die Produktpalette der jeweiligen Geschäftseinheit haben können. Diese Beschränkungen müssen stets eingehalten werden.

5.4 Ziele und Grundsätze des Managements finanzieller Risiken

Durch ihre finanziellen Vermögenswerte, finanziellen Verbindlichkeiten (vor allem Kapitalanlageverträge sowie Anleihen und Darlehensverpflichtungen), Guthaben aus Rückversicherung und Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft ist die Gruppe finanziellen Risiken ausgesetzt. Das wichtigste finanzielle Risiko besteht darin, dass die Erlöse aus den finanziellen Vermögenswerten nicht ausreichen, um die Verpflichtungen zu finanzieren, die sich aus den Versicherungsund den Kapitalanlageverträgen sowie aus Anleihen und Darlehensverpflichtungen und anderen Verbindlichkeiten ergeben. Die Hauptkomponenten sind Zinsänderungs-, Aktienkurs-, Immobilienpreis-, Ausfall-, Währungs- und Liquiditätsrisiken.

Durch die oben beschriebene Budgetierung von Risiken und Festlegung von Limiten wird sichergestellt, dass die erwähnten Risiken unter Kontrolle bleiben. Die Limiten für Markt-, Zinsänderungs-, Kreditspread- und Ausfallrisikokapital sowie die Limiten für das Exposure bei Währungen und Aktien (netto) werden für jedes grosse Versicherungsgeschäft auf Grundlage der Risikobereitschaft des jeweiligen Geschäftsbereichs festgelegt. Diese Limiten werden monatlich überprüft und in einem Bericht zusammengefasst.

Hedging
Die Swiss Life-Gruppe nutzt Derivate innerhalb der strengen Grenzen der geltenden Versicherungsgesetze und der internen Richtlinien. In erster Linie werden Derivate verwendet, um die Risiken aus dem Exposure gegenüber Wechselkursen, Zinssätzen, Beteiligungspapieren und Gegenparteien zu steuern. Zu den wichtigsten Instrumenten zählen hierbei Index-Futures und Optionsstrukturen in Aktienmärkten, Bond-Futures und Swaps zur Steuerung der Duration, Devisentermingeschäfte und -optionen zur Steuerung des Währungsrisikos sowie Credit-Default-Swaps, Credit-Default- Swap-Indizes oder Optionen auf solchen Indizes zur Steuerung des Gegenparteirisikos. Innerhalb bestimmter Grenzen dienen Derivate zur Erhöhung der Erträge des bestehenden Portfolios. Die Derivatetypen, deren Einsatz in der Swiss Life-Gruppe generell zulässig ist, sowie die Liste der verfügbaren ausserbörslichen Handelspartner wurden vom Group Risk Committee genehmigt.

Hedgingstrategien beinhalten die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen («Hedge Accounting») gemäss IFRS sowie wirtschaftliche Absicherungen («Economic Hedging»). Letztere umfassen Derivate in Kombination mit finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die einen gemeinsamen Risikofaktor aufweisen und zu entgegengesetzten Veränderungen des Fair Value führen, welche sich meist gegenseitig aufheben.

Zinsänderungsrisiko bei Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen
Die Gruppe ist hauptsächlich zwei Arten von Zinsänderungsrisiken ausgesetzt: einerseits Risiken aus Verträgen mit garantierten Leistungen und andererseits dem Risiko, dass die Zinsen der finanziellen Vermögenswerte, welche mit dem von den Vertragsnehmern erhaltenen Entgelt gekauft werden, nicht zur Finanzierung der an die Vertragsnehmer auszuzahlenden garantierten Leistungen und der erwarteten ermessensabhängigen Überschussbeteiligungen ausreichen.

Zinssensitive Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft

Mio. CHF
 
CHFEURÜbrigeTotal
BUCHWERTE PER 31. DEZEMBER 2015
Garantierter Mindestzinssatz 0 – < 2%39 0805 676644 762
Garantierter Mindestzinssatz 2 – < 3%9 1185 4973114 645
Garantierter Mindestzinssatz 3 – < 4%20 9726 1882527 184
Garantierter Mindestzinssatz 4 – < 5%706 054256 149
Garantierter Mindestzinssatz 5 – < 6%--22
TOTAL ZINSSENSITIVE VERBINDLICHKEITEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT69 23923 4148892 742
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft
ohne garantierten Mindestzinssatz
12 249
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft
im Zusammenhang mit Vermögenswerten
auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe
3 167
TOTAL VERBINDLICHKEITEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT108 157

 
 BUCHWERTE PER 31. DEZEMBER 2014
Garantierter Mindestzinssatz 0 – < 2%34 9255 954540 884
Garantierter Mindestzinssatz 2 – < 3%11 4866 2103217 729
Garantierter Mindestzinssatz 3 – < 4%19 5116 7242326 259
Garantierter Mindestzinssatz 4 – < 5%726 713266 812
Garantierter Mindestzinssatz 5 – < 6%--22
TOTAL ZINSSENSITIVE VERBINDLICHKEITEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT65 99525 6028991 686
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft ohne garantierten Mindestzinssatz11 690
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft im Zusammenhang mit Vermögenswerten
auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe
2 760
TOTAL VERBINDLICHKEITEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT106 136

Einige Lebensversicherungsprodukte mit Sparkomponente und Kapitalanlageverträge unterliegen einer garantierten Mindestverzinsung. Der garantierte Zinssatz richtet sich nach dem Vertragstyp. In der Schweiz beispielsweise lag der garantierte Mindestzinssatz im BVG-Obligatorium im Jahr 2015 bei 1,75% und wird im Jahr 2016 auf 1,25% reduziert (2014: 1,75%).

Neben diesen festen und garantierten Zahlungen, die mit einem Zinsänderungsrisiko behaftet sind, besteht bei bestimmten Verträgen ein vertragliches Recht zum Bezug zusätzlicher Leistungen, deren Höhe und/oder Zeitpunkt vertragsgemäss im Ermessen der Versicherungsgesellschaft liegt.

Die Gruppe handhabt das Zinsänderungs- und das Volatilitätsrisiko, indem sie die Zinssensitivität ihres Anlageportfolios den entsprechenden Sensitivitäten auf der Verpflichtungsseite gegenüberstellt. Auf der Passivseite werden diese Risiken mittels Projektion der erwarteten Mittelflüsse aus den Verträgen anhand bestmöglicher Schätzungen für Sterblichkeit, Invalidität, Kosten, Rückkauf und Ausübung der Optionsrechte durch die Versicherungsnehmer bestimmt. Dabei werden auch Zins- und Volatilitätsszenarien beigezogen. Der ALM-Prozess definiert die strategische Asset Allocation, bei der die Nettozinssensitivität der Anlageportfolios und Versicherungsportefeuilles möglichst optimal ist. Wo dies nicht anwendbar ist, setzt die Gruppe auch Swapkontrakte und andere Instrumente zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken ein. Um sich gegen das Änderungsrisiko des Fair Value von zinssensitiven finanziellen Vermögenswerten abzusichern, werden in bestimmten Märkten Payer Swaptions eingesetzt. Es wird ein minimales Zinsänderungsrisiko akzeptiert, da die absolute Absicherung von Zinsänderungsrisiken entweder nicht erreicht werden kann oder möglicherweise nicht angestrebt wird.

Bei Zinsänderungsrisiken aus Verträgen mit garantierten Leistungen, bei denen das Risiko darin besteht, dass die auf den Vermögenswerten erwirtschafteten Zinsen nicht für die Finanzierung der garantierten Zahlungen ausreichen, werden die Auswirkungen steigender Zinssätze mit Anleihen aufgefangen, die durch den Anleger vorzeitig gekündigt werden können.

In bestimmten Geschäftszweigen wirkt sich ein Grossteil der Zinsänderungen je nach Überschussbeteiligungssystem auf die Rechnung und das Risiko der Versicherungsnehmer aus.

Aktienkursrisiko
Abwärtsbewegungen des Aktienmarkts können zu einer Reduktion der realisierten und nicht realisierten Gewinne/Verluste der Swiss Life-Gruppe führen, was sich wiederum negativ auf das operative Ergebnis und die Finanzlage der Gruppe auswirkt.

Sicherungsbeziehungen in Bezug auf die Aktienanlagen der Swiss Life-Gruppe dienen dazu, die möglichen Folgen einer rückläufigen Wertentwicklung von Aktien zu vermindern, würden aber nicht verhindern, dass beim Vorliegen der Wertminderungskriterien ein Wertminderungsaufwand entsteht.

Ein Teil des Anlageportfolios von Swiss Life besteht aus Anlagen in Fonds, die von nicht öffentlichen Gesellschaften emittierte Wertschriften (Private Equity, Infrastruktur) halten. Bei diesen Anlagen besteht die Möglichkeit, dass sie illiquide sind oder nur über längere Zeit oder mit Verlust veräussert werden können und dass sie keine angemessenen Erträge oder Kapitalgewinne erwirtschaften. Wenn Swiss Life die Anlagen in ihrem Private-Equity-Portfolio ganz oder teilweise liquidieren müsste, könnte der Erlös deutlich unter den Anschaffungskosten oder dem Buchwert der betreffenden Anlagen liegen.

Die Anlageportfolios von Swiss Life umfassen auch Anlagen in Hedge Funds. Die Liquidität dieser Anlagen kann je nach Marktbedingungen schwanken, und der Anlagestil dieser Hedge Funds könnte Faktoren verstärken, die Einfluss auf die Wertentwicklung einer bestimmten Klasse von Fonds oder Kapitalanlagen haben.

Kredit-/Ausfallrisiko
Die Gruppe trägt Kredit- bzw. Ausfallrisiken, die darin bestehen, dass eine Gegenpartei Beträge bei Fälligkeit nicht voll bezahlen kann. Vor allem in folgenden Bereichen ist die Gruppe gegenüber Kredit- bzw. Ausfallrisiken exponiert:

  • Gegenparteirisiko bei gekauften Anleihen;
  • Gegenparteirisiko bei gewährten Darlehen und Hypotheken;
  • Gegenparteirisiko bei Geldmarkt- und Barpositionen;
  • Gegenparteirisiko bei Derivatgeschäften;
  • Rückversicherungsanteil von Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft;
  • Forderungen gegenüber Rückversicherern für bereits ausbezahlte Versicherungsleistungen;
  • Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern;
  • Forderungen gegenüber Versicherungsvermittlern.

Um eingegangene Ausfallrisiken im Zusammenhang mit Derivaten zu reduzieren, wurde ein Prozess für das Management von Sicherheiten eingerichtet. Vertragsgemäss müssen sämtliche ausstehenden Positionen voll besichert werden, wenn sie den vorab festgelegten Mindestbetrag erreichen. Dieser Betrag wird in der Regel sehr tief gehalten. Die Sicherheit wird täglich eingefordert. Die Liste der Gegenparteien für börsliche und ausserbörsliche Derivatgeschäfte muss sowohl vom Group Chief Risk Officer als auch vom Group Chief Investment Officer genehmigt werden. Für das Versicherungsgeschäft der Swiss Life-Gruppe muss eine Gegenpartei in der Regel mindestens das Rating A– haben (Standard & Poor’s oder gleichwertiges Rating). In Zeiten turbulenter Märkte kann nur beschränkt auf die Ratings abgestützt werden. Folglich wurde ein zusätzliches Verfahren zur quantitativen und qualitativen Überwachung der Gegenparteien eingeführt, welches Sofortmassnahmen ermöglicht.

Die Steuerung des Gegenparteirisikos erfolgt in erster Linie über Gegenparteirisikolimiten sowie die Diversifikation in einem breiten Schuldneruniversum. Das spezifische Ausfallrisiko wird mit Credit-Default-Swaps, Credit-Default-Swap-Indizes und Optionen auf solchen Indizes gesteuert. Mit einem Credit-Default-Swap kann sich ein Gläubiger gegen den Ausfall eines Schuldners absichern. Diese Swaps werden ausserbörslich gehandelt und unterliegen dem oben beschriebenen Prozess für das Management von Sicherheiten. Mit einem Credit-Default-Swap-Index wird das Kredit- bzw. Ausfallrisiko einer Gruppe von Gegenparteien abgesichert. Credit-Default-Swap- Indizes werden ausserbörslich gehandelt. Put-Optionen auf Credit-Default-Swap-Indizes schützen vor negativen Kreditspreadbewegungen in der zugrunde liegenden Gruppe von Gegenparteien und werden ebenfalls ausserbörslich gehandelt.

Die Gruppe ist zudem mit Kredit- bzw. Ausfallrisiken im Zusammenhang mit Forderungen gegenüber Rückversicherern konfrontiert. Die Finanzkraft der Rückversicherer wird daher laufend beobachtet. Die Bonität der Rückversicherer wird jährlich bzw. vor Vertragsunterzeichnung anhand ihrer Finanzkraft überprüft. Grundsätzlich schliesst die Swiss Life-Gruppe Rückversicherungen für ihre Versicherungsrisiken nur mit Gegenparteien mit einem Rating von A– oder höher (Standard & Poor’s oder gleichwertiges Rating) ab. In Ausnahmefällen werden auch Rückversicherer mit niedrigerem Rating in Betracht gezogen. Des Weiteren hält die Gruppe umfangreiche Sicherheiten im Rahmen von Rückversicherungsverträgen zur Sicherstellung von Forderungen (Depoteinlagen und Wertschriften).

Die Gruppe hält weder eine wesentliche Verbindung zu einem einzelnen Rückversicherer noch hängt sie aufgrund ihrer Tätigkeit von einem einzelnen Rückversicherer ab.

Bei festverzinslichen Vermögenswerten wird das jeweilige gesamte Exposure pro Gegenpartei aggregiert und an das Group Risk Committee gemeldet. Ratings und Einzelpositionen oberhalb eines bestimmten Volumens werden bei festverzinslichen Vermögenswerten regelmässig an das Management gemeldet. Das Exposure gegenüber einzelnen Gegenparteien wird darüber hinaus auch mit anderen Mechanismen gesteuert, zum Beispiel durch ein Recht auf Verrechnung, falls eine Gegenpartei sowohl Schuldner als auch Gläubiger der Gruppe ist. Des Weiteren bestehen pro Gegenpartei Limiten für das Exposure. Dabei werden das Rating sowie der Umfang des Exposure im Verhältnis zu den gesamten Kapitalanlagen berücksichtigt. Zu den Informationen, die an das Management gemeldet werden, gehören auch Beurteilungen notleidender Kredite. In Fällen, in denen aufgrund der Vertragsgrösse ein gewisses Exposure gegenüber einzelnen Versicherungsnehmern oder homogenen Gruppen von Versicherungsnehmern vorliegt, erfolgt – ähnlich wie bei Rückversicherern – eine Finanzanalyse.

Darlehen ohne Rating umfassen in erster Linie Hypotheken und Policendarlehen. Für den Grossteil der Hypotheken wird ein Risikoklassensystem eingesetzt, welches dem Unternehmen zu jeder Zeit die Identifikation, Messung, Überwachung und Steuerung der Risiken auf Ebene der Portfolios, Schuldner und Kredite erlaubt. Das Risikoklassensystem ermöglicht zudem eine risikogerechte Preisbildung bei den Darlehen. Anwendung, Parametrierung und Kontrolle dieses Systems sind in einer vom Group Chief Investment Officer genehmigten internen Weisung geregelt.

In bestimmten Ländern wurden für die Überwachung des Kredit- bzw. Ausfallrisikos zusätzliche Richtlinien und Regeln festgelegt. Diese Richtlinien betreffen Anlagen in festverzinslichen Wertschriften, die hauptsächlich auf dem durchschnittlichen Rating des Emittenten beruhen (berechnet durch Gewichtung von Ausfallwahrscheinlichkeiten). Für die zulässigen Kapitalanlagen in nicht staatlichen Anleihen gelten Mindest- und Höchstgrenzen. Bei Kapitalanlagen in Staatsanleihen mit einem Rating unter AA– (Standard & Poor’s oder gleichwertiges Rating) sowie in nicht staatlichen Anleihen bestehen für das Exposure zusätzliche Limiten. Für bestimmte Geschäfte wird das Kredit- bzw. Ausfallrisiko anhand von Risikolimiten überwacht und gesteuert, wobei die Höchstgrenzen jährlich überprüft und genehmigt werden. Der überwiegende Teil des Anleihenportfolios besteht aus staatlichen Anleihen (einschliesslich Staatsanleihen in Fremdwährung / überstaatlicher Schuldner) und Anleihen aus dem Finanzsektor, die durch Sicherheiten oder staatliche Bürgschaften gedeckt sind.

Maximale Kredit- und Ausfallrisiken

Mio. CHFAuf Rechnung und Risiko
der Swiss Life-Gruppe
Auf Rechnung und Risiko von
Kunden der Swiss Life-Gruppe
Total
31.12.201531.12.201431.12.201531.12.201431.12.201531.12.2014
SCHULDPAPIERE
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Schuldpapiere6355955 7856 2406 4216 835
Jederzeit verkäufliche Schuldpapiere84 88490 038--84 88490 038
Als Sicherheit verpfändete Schuldpapiere2 1092 763--2 1092 763
Als Darlehen klassifizierte Schuldpapiere43926 088--4 3926 088
TOTAL SCHULDPAPIERE92 02099 4835 7856 24097 805105 723
DARLEHEN UND FORDERUNGEN
Hypotheken7 0736 145--7 0736 145
Unternehmens- und übrige Darlehen1 7323 171--1 7323 171
Schuldscheindarlehen6 7587 944--6 7587 944
Forderungen4 3794 600--4 3794 600
TOTAL DARLEHEN UND FORDERUNGEN19 94221 860--19 94221 860
ÜBRIGE AKTIVEN
Flüssige Mittel2 6713 7532 6252 3095 2966 062
Derivate2 1132 358--2 1132 358
Guthaben aus Rückversicherung376397--376397
TOTAL ÜBRIGE AKTIVEN5 1596 5092 6252 3097 7848 818
NICHT ERFASSTE POSTEN
Finanzgarantien2942--2942
Kreditzusagen320242--320242
TOTAL NICHT ERFASSTE POSTEN349283--349283
TOTAL KREDIT- UND AUSFALLRISIKEN117 470128 1358 4108 549125 880136 684

In der folgenden Tabelle sind die Sicherheiten und übrigen Bonitätsverbesserungen zur Minderung der Kredit- und Ausfallrisiken hinsichtlich der maximalen Kredit- und Ausfallrisiken dargestellt.

Minderung der Kredit- und Ausfallrisiken – gehaltene Sicherheiten und übrige Bonitätsverbesserungen per 31. Dezember 2015

Mio. CHF
 
Schuldpapiere
Darlehen und
Forderungen
Flüssige
Mittel
Derivate
(Aktiven)
Guthaben
aus
Rückversicherung
Finanzgarantien
und
Kreditzusagen
Total
BESICHERT DURCH
Barsicherheiten---1 93990-2 029
Wertpapiersicherheiten-444--18169694
Hypothekarische Sicherheiten9 2139 294---27418 781
Übrige Sicherheiten-298---4302
Garantien624554212---1 389
Aufrechnungsvereinbarungen-147-11--159
TOTAL BESICHERT9 83710 7362121 95027234723 353
NICHT BESICHERT
Staatsanleihen und überstaatliche Schuldner46 6124 103350---51 065
Unternehmen35 4512 2452 109163104240 075
Übrige1202 858----2 978
TOTAL NICHT BESICHERT82 1839 2062 459163104294 117
TOTAL92 02019 9422 6712 113376349117 470

 

Minderung der Kredit- und Ausfallrisiken – gehaltene Sicherheiten und übrige Bonitätsverbesserungen per 31. Dezember 2014

Mio CHFSchuldpapiere
Darlehen und
Forderungen
Flüssige Mittel
Derivate
(Aktiven)
Guthaben
aus
Rückversicherung
Finanzgarantien
und
Kreditzusagen
Total
BESICHERT DURCH
Barsicherheiten---1 75695-1 851
Wertpapiersicherheiten-479--23074782
Hypothekarische Sicherheiten9 9918 511---20218 703
Übrige Sicherheiten-254---4258
Garantien7791 179600---2 558
Aufrechnungsvereinbarungen-134-571--706
TOTAL BESICHERT10 76910 5576002 32732428024 858
NICHT BESICHERT
Staatsanleihen und
überstaatliche Schuldner
46 6714 444634---51 749
Unternehmen41 8813 7762 5193173448 284
Übrige1613 084----3 245
TOTAL NICHT BESICHERT88 71311 3043 15331734103 277
TOTAL99 48321 8603 7532 358397283128 135

 

Kredit- und Ausfallrisiken von Schuldinstrumenten – Bonitätsrating nach Klasse per 31. Dezember 2015

Mio. CHFAAA AAA BBBTiefer als BBBKein RatingÜberfällig oder
wertgemindert
Total
SCHULDPAPIERE
Überstaatliche Schuldner2 0004361832---2 486
Staatsanleihen in Lokalwährung21 11716 5602 2017532793-40 914
Staatsanleihen in Fremdwährung1927821 163926149--3 212
Gedeckte/garantierte Anleihen7 9831 235448170---9 837
Unternehmen5234 32914 53713 8502 17203935 451
Übrige-6333168--120
TOTAL SCHULDPAPIERE31 81523 40618 40015 7482 60833992 020
HYPOTHEKEN
Geschäftsliegenschaften-----2 53712 537
Wohngebäude-----4 519174 536
TOTAL HYPOTHEKEN-----7 056177 073
ÜBRIGE DARLEHEN UND FORDERUNGEN
Staatsanleihen und überstaatliche Schuldner1 8201 99913873340-4 063
Unternehmen1 361754972773631 13205 055
Übrige46197413 600483 751
TOTAL ÜBRIGE DARLEHEN
UND FORDERUNGEN
3 1842 7591 128920984 7324812 869

 

Kredit- und Ausfallrisiken von Schuldinstrumenten – Bonitätsrating nach Klasse per 31. Dezember 2014

Mio. CHF
 
AAAAAABBBTiefer als BBBKein RatingÜberfällig oder
wertgemindert
Total
SCHULDPAPIERE
Überstaatliche Schuldner2 091160-32---2 283
Staatsanleihen in Lokalwährung16 27720 0922 9151 1511762-40 613
Staatsanleihen in Fremdwährung2101 1568161 486107--3 775
Gedeckte/garantierte Anleihen8 0931 721662248422-10 769
Unternehmen4944 76317 92316 4962 17113341 881
Übrige226261-15--161
TOTAL SCHULDPAPIERE27 18627 95622 37719 4132 51263399 483
HYPOTHEKEN
Geschäftsliegenschaften-----2 30612 307
Wohngebäude-----3 816233 838
TOTAL HYPOTHEKEN-----6 122236 145
ÜBRIGE DARLEHEN UND FORDERUNGEN
Staatsanleihen und überstaatliche Schuldner1 7692 34121284360-4 444
Unternehmen1 4421 1642 493492681 64917 309
Übrige3760503 813733 962
TOTAL ÜBRIGE DARLEHEN
UND FORDERUNGEN
3 2153 5122 7665811045 4637415 715

 

Überfällige finanzielle Vermögenswerte (nicht wertgemindert) – Analyse der Altersstruktur per 31. Dezember 2015

Mio. CHF
 
Bis zu 3 Monaten3–6 Monate6–12 MonateÜber 1 JahrTotal
HYPOTHEKEN
Wohngebäude712516
TOTAL712516
ÜBRIGE DARLEHEN UND FORDERUNGEN
Übrige766928
TOTAL766928

 

Überfällige finanzielle Vermögenswerte (nicht wertgemindert) – Analyse der Altersstruktur per 31. Dezember 2014

Mio. CHF
 
Bis zu 3 Monaten3-6 Monate6-12 MonateÜber 1 JahrTotal
HYPOTHEKEN
Wohngebäude1122420
TOTAL1122420
ÜBRIGE DARLEHEN UND FORDERUNGEN
Übrige11861742
TOTAL11861742

 

Einzeln als wertgemindert identifizierte finanzielle Vermögenswerte

Mio. CHFBruttobetragWertminderungenBuchwert
31.12.201531.12.201431.12.201531.12.201431.12.201531.12.2014
SCHULDPAPIERE
Unternehmen103102-63-693933
TOTAL103102-63-693933
HYPOTHEKEN
Geschäftsliegenschaften110011
Wohngebäude130013
TOTAL240-123
ÜBRIGE DARLEHEN UND FORDERUNGEN
Unternehmen010001
Übrige3139-11-82031
TOTAL3140-11-82032

 

Einzeln als wertgemindert identifizierte finanzielle Vermögenswerte – Wertberichtigungen für das Geschäftsjahr 2015

Mio. CHFStand 1. Januar
Wertminderungen/
-aufholungen
Ausbuchungen
und Abgänge
Währungsum-
rechnungs-
differenzen
Stand am Ende
der Periode
SCHULDPAPIERE
Unternehmen690-6063
TOTAL690-6063
HYPOTHEKEN
Geschäftsliegenschaften00--0
Wohngebäude00000
TOTAL10000
ÜBRIGE DARLEHEN UND FORDERUNGEN
Unternehmen0--00
Übrige830-111
TOTAL830-111

 

Einzeln als wertgemindert identifizierte finanzielle Vermögenswerte – Wertberichtigungen für das Geschäftsjahr 2014

Mio. CHFStand 1. JanuarWertminderungen/
-aufholungen
Ausbuchungen
und Abgänge
Währungsum-
rechnungs-
differenzen
Stand am Ende
der Periode
SCHULDPAPIERE
Unternehmen5118--69
TOTAL5118--69
HYPOTHEKEN
Geschäftsliegenschaften1-1--0
Wohngebäude10-100
TOTAL20-101
ÜBRIGE DARLEHEN UND FORDERUNGEN
Unternehmen0--00
Übrige73-108
TOTAL73-108

Die Kriterien, die bei der Überprüfung von finanziellen Vermögenswerten auf Wertminderungen angewandt werden, sind im Anhang 2.8 erläutert.

Kredit- und Ausfallrisiken übriger Vermögenswerte

Mio. CHF       
AAAAAABBBTiefer als BBBKein RatingTotal
BONITÄTSRATING
PER 31. DEZEMBER 2015
Flüssige Mittel3587371 3331550872 671
Derivate369717855131-402 113
Guthaben aus Rückversicherung-21211414-36376
TOTAL7271 6662 30230001645 159
BONITÄTSRATING
PER 31. DEZEMBER 2014
       
Flüssige Mittel6401 1821 86140683 753
Derivate5437268943-1922 358
Guthaben aus Rückversicherung-22811518-35397
TOTAL1 1832 1362 8702502956 509

Per 31. Dezember 2015 und 2014 waren keine Guthaben aus Rückversicherung überfällig oder wertgemindert.

Kredit- und Ausfallrisiken nicht erfasster Posten

Mio. CHF       
AAAAAABBBTiefer als BBBKein RatingTotal
BONITÄTSRATING PER 31. DEZEMBER 2015
Finanzgarantien-----2929
Kreditzusagen-----320320
TOTAL-----349349
BONITÄTSRATING PER 31. DEZEMBER 2014  
Finanzgarantien-----4242
Kreditzusagen-----242242
TOTAL-----283283

Währungsrisiko
Die Swiss Life-Gruppe ist international tätig. Währungsrisiken bestehen für sie vor allem in Bezug auf den Euro, den US-Dollar, das britische Pfund und den kanadischen Dollar. Die meisten Kapitalanlagen und Verbindlichkeiten lauten auf Schweizer Franken, Euro und US-Dollar, deren Wert von Wechselkursschwankungen beeinflusst wird. Die Gruppe operiert mit mehreren funktionalen Währungen (vor allem Schweizer Franken und Euro). Ihre Finanz- und Ertragslage könnte durch eine Schwächung der erwähnten Fremdwährungen gegenüber dem Franken stark beeinträchtigt werden.

Die folgende Tabelle zeigt die Sensitivität von monetären Posten der Gruppe gegenüber Wechselkursschwankungen:

Rückgang des Kurses um 1%

Mio. CHFGewinn (+)/Verlust (–)1
20152014
EUR/CHF-1-1
USD/CHF-11-10
GBP/CHF-4-2
CAD/CHF00

Ausserdem würden eine Aufwertung oder eine Abschwächung der Wechselkurse die Währungsumrechnungsreserve im Eigenkapital der Gruppe beeinflussen. Wäre der Euro-Wechselkurs am Bilanzstichtag 1% höher/tiefer gewesen, wäre das Eigenkapital insgesamt rund CHF 34 Millionen höher/tiefer ausgefallen.

Die europäischen Versicherungs- und Anlagebereiche der Swiss Life-Gruppe (ausserhalb der Schweiz) legen Kapital generell in Vermögenswerten an, die auf dieselbe Währung lauten wie ihre Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft und aus den Kapitalanlageverträgen. Dadurch vermindert sich das Währungsrisiko für diese Gesellschaften. Das Währungsrisiko ergibt sich somit aus bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die auf andere Währungen lauten, und aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe. Obwohl Swiss Life ein aktives Währungsmanagement betreibt, um die Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf ihre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu reduzieren, insbesondere durch Absicherung gegen das Risiko solcher Änderungen von Teilen ihrer Kapitalanlagen in Euro oder US-Dollar, könnten sich starke Wechselkursänderungen negativ auf die Ertrags- und Finanzlage sowie den Wert des Anlageportfolios von Swiss Life auswirken. Das Währungsrisiko wird weitgehend in Übereinstimmung mit der strategischen Asset Allocation abgesichert. Die Instrumente, mit denen sich die Swiss Life-Gruppe absichert, korrelieren unter Umständen nicht vollkommen mit den entsprechenden Vermögenswerten, so dass die Gruppe trotzdem mit Verlusten rechnen muss, wenn der Wert der Absicherung und der Wert des zugrunde liegenden Vermögenswerts bzw. der zugrunde liegenden Verbindlichkeit nicht angemessen korrespondieren.

Aufgrund der Begrenztheit des schweizerischen Kapitalmarkts in Bezug auf Liquidität und Duration erfolgen Kapitalanlagen in der Schweiz auch in anderen Währungen als dem Schweizer Franken.

Das in der Bilanz vorhandene Währungsrisiko wird weitgehend mittels Fremdwährungsderivaten abgesichert. Die Absicherung erfolgt gesamthaft für monetäre und nicht monetäre Posten.

Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass nicht genug Barmittel zur Verfügung stehen, um Verpflichtungen (in erster Linie Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft und Schuldverpflichtungen) bei Fälligkeit zu angemessenen Kosten zu bezahlen. Die Liquiditätsrisiken der Swiss Life-Gruppe ergeben sich primär aus der Inanspruchnahme ihrer Barmittel durch Leistungsansprüche, Auszahlungen bei Fälligkeit und Rückkäufe von Versicherungs- sowie Kapitalanlageverträgen. Die Swiss Life-Gruppe trägt das Risiko, bei unerwarteten langfristigen Marktturbulenzen ihre Schuldverpflichtungen nicht refinanzieren zu können.

Auf operativer Ebene werden mittels rollender Prognosen situative Liquiditätsrisiken erfasst, die sich primär aus der unerwarteten Inanspruchnahme der Barmittel durch Leistungsansprüche, Auszahlungen bei Fälligkeit und Rückkäufe von Versicherungs- sowie Kapitalanlageverträgen ergeben. Um unerwartete Liquiditätsengpässe in Zeiten zu überwinden, in denen Veräusserungen von Vermögenswerten nicht erwünscht sind, werden Repurchase-Vereinbarungen verwendet, damit die kurzfristige Refinanzierung zu möglichst tiefen Kosten sichergestellt ist.

Auf strategischer Ebene verfügt die Swiss Life-Gruppe über bedeutende Liquidität und plant die Fälligkeit der Schulden aktiv. Damit stellt sie eine finanzielle Flexibilität und ein effizientes Liquiditätsmanagement sicher.

Die Liquiditätsanalyse von finanziellen Verbindlichkeiten und Zusagen beruht auf nicht diskontierten Mittelflüssen nach vertraglicher Restlaufzeit, während bei Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft und aus Überschussbeteiligungen der Versicherungsnehmer die Analyse der Mittelabflüsse nach geschätztem Zeitpunkt erfolgt. Mittelabflüsse bei Verbindlichkeiten aus zur Absicherung der Mittelflüsse gehaltenen Derivaten werden anhand der erwarteten Erfüllungsdaten von Forward Starting Swaps bzw. der vertraglichen Fälligkeit von Forward Starting Bonds untersucht. Die Analyse umfasst nur Beträge auf Rechnung und Risiko der Swiss Life-Gruppe.

Liquiditätsrisiken per 31. Dezember 2015

Mio. CHF        
 MittelflüsseBuchwert
Bis zu 1 Monat1–3 Monate3-12 Monate1-5 Jahre5-10 JahreÜber
10 Jahre
Total
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Zur Absicherung der Mittelflüsse gehaltene
Derivate
--16371-3916253
Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger
Überschussbeteiligung
22382032 2721 6835 7119 9299 929
Kapitalanlageverträge ohne ermessensabhängige
Überschussbeteiligung
00023185190190
Anleihen und Darlehensverpflichtungen156196681 7662 248-4 8564 078
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten3 697779486434823037410 29210 216 1
TOTAL3 8758365 8994 4584 1636 66225 89324 417
VERBINDLICHKEITEN AUS DEM VERSICHERUNGS-
GESCHÄFT UND AUS ÜBERSCHUSSBETEILIGUNG
DER VERSICHERUNGSNEHMER
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft2162092 5896 27912 57183 126104 990104 990
Verbindlichkeiten aus Überschussbeteiligung der
Versicherungsnehmer
861263 4064 876291 54210 06510 065
TOTAL3023355 99511 15512 60084 669115 056115 056
GARANTIEN UND ZUSAGEN
Finanzgarantien29-----29-
Kreditzusagen96721222802320-
Kapitalzusagen544--96--640-
TOTAL6697212212402989-

 

Liquiditätsrisiken per 31. Dezember 2014

Mio. CHF        
MittelflüsseBuchwert
Bis zu 1 Monat1-3 Monate3-12 Monate1-5 Jahre5-10 JahreÜber
10 Jahre
Total
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Zur Absicherung der Mittelflüsse gehaltene
Derivate
--301612--913-
Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger
Überschussbeteiligung
24412292 3221 8185 4359 8699 869
Kapitalanlageverträge ohne ermessensabhängige
Überschussbeteiligung
00134879594
Anleihen und Darlehensverpflichtungen1205852 4781 291-4 3763 798
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten3 3962 0675 64335324540812 11312 0001
TOTAL3 4212 1296 7595 7683 3575 93127 36625 761
VERBINDLICHKEITEN AUS DEM VERSICHERUNGS-
GESCHÄFT UND AUS ÜBERSCHUSSBETEILIGUNG
DER VERSICHERUNGSNEHMER
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft2412212 7796 63212 79680 707103 376103 376
Verbindlichkeiten aus Überschussbeteiligung der
Versicherungsnehmer
1161703 6996 145361 98612 15212 152
TOTAL3583916 47812 77712 83282 693115 529115 529
GARANTIEN UND ZUSAGEN
Finanzgarantien42-----42-
Kreditzusagen765898802242-
Kapitalzusagen453-427932-606-
TOTAL5715813987322889-

Kurzfristige und langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die erwartete Realisierung von Vermögenswerten oder Begleichung von Verbindlichkeiten. Vermögenswerte werden als kurzfristig klassifiziert, wenn deren Realisierung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Verbindlichkeiten werden als kurzfristig klassifiziert, wenn deren Tilgung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Alle anderen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden als langfristig klassifiziert.

Mio. CHF      
KurzfristigLangfristig
Auf Rechnung und
Risiko von Kunden
der Swiss Life-Gruppe
Total
31.12.201531.12.201431.12.201531.12.201431.12.201531.12.201431.12.201531.12.2014
AKTIVEN
Flüssige Mittel2 6713 753--2 6252 3095 2966 062
Derivate6235771 4901 781--2 1132 358
Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte4-----4-
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle
Vermögenswerte
3 0951 4203 2021 99427 29328 97533 59032 389
Jederzeit verkäufliche finanzielle Vermögenswerte6 1776 30689 84890 857--96 02697 162
Darlehen und Forderungen6 5339 04117 80118 907--24 33427 948
Als Sicherheit verpfändete finanzielle Vermögenswerte22722 0862 691--2 1092 763
Investitionsliegenschaften--21 55719 596--21 55719 596
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen--67284--67284
Guthaben aus Rückversicherung3033337364--376397
Sachanlagen--407442--407442
Immaterielle Vermögenswerte einschliesslich immaterieller
Vermögenswerte aus dem Versicherungsgeschäft
--2 8402 972--2 8402 972
Laufende Ertragssteuerguthaben1714----1714
Latente Ertragssteuerguthaben--4734--4734
Übrige Aktiven179203292228--471431
TOTAL AKTIVEN19 62421 719139 710139 85129 91831 285189 252192 854
VERBINDLICHKEITEN
Derivate3891 288601876--9892 165
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten
1 3594681 13762222 61524 32525 11125 415
Kapitalanlageverträge2642969 8569 6673 9954 10714 11514 070
Anleihen und Darlehensverpflichtungen6904613 3883 338--4 0783 798
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten9 40111 135884921--10 28412 056
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft3 0143 241101 9771001353 1672 760108 157106 136
Verbindlichkeiten aus Überschussbeteiligung der
Versicherungsnehmer
3 6183 9856 4478 167--10 06512 152
Verbindlichkeiten aus Leistungen an Mitarbeitende1431401 8341 681--1 9761 821
Laufende Ertragssteuerverbindlichkeiten10478----10478
Latente Ertragssteuerverbindlichkeiten--1 7201 913--1 7201 913
Rückstellungen37526576--101128
Übrige Verbindlichkeiten2712652225--293289
TOTAL VERBINDLICHKEITEN19 28821 408127 930127 42229 77731 192176 994180 023

5.5 Ziele und Grundsätze des Managements von Versicherungsrisiken

Versicherungsverträge sind Verträge, bei denen eine Partei (die Versicherungsgesellschaft) einer anderen Partei (dem Versicherungsnehmer) eine Entschädigung für den Fall zusagt, dass sie von einem bestimmten zukünftigen Ereignis betroffen ist, dessen Eintreten nicht sicher ist. Die Versicherungsgesellschaften der Gruppe stimmen einem Versicherungsschutz für Antragsteller weder generell zu noch lehnen sie ihn generell ab. Vielmehr stellen sie sicher, dass alle Versicherungsrisiken identifiziert und gründlich beurteilt werden und dass die Versicherungsprämien das übernommene Risiko korrekt widerspiegeln. Die Höhe und die Art des übernommenen Risikos müssen der Risikopolitik und -strategie der Gruppe entsprechen und die Profitabilitätsvorgaben erfüllen.

Das Wesen des Versicherungsrisikos
Bei der Entwicklung eines neuen oder der Überprüfung eines bestehenden Produkts muss darauf geachtet werden, dass das Produkt weder ein systemisches Risiko noch Anreize für eine Negativselektion enthält. Das Produkt muss den Marktbedürfnissen entsprechen. Die Swiss Life- Gruppe bevorzugt eine transparente und einfache Produktgestaltung mit einer zuverlässigen Tarifierungsbasis, für die ausreichende statistische Daten verfügbar sind. Ein Versicherungsrisiko entsteht dann, wenn biometrische Parameter negativ von den Erwartungen abweichen. Die Unsicherheit bei der Schätzung künftiger Leistungszahlungen und Prämieneingänge für langfristige Versicherungsverträge beruht beispielsweise auf der Unvorhersehbarkeit der Langzeitveränderungen von Sterblichkeits- und Invaliditätsrate. Zudem können zufällige Schwankungen zu Abweichungen vom erwarteten Ergebnis führen. Die Auswirkungen solcher Schwankungen hängen vom Diversifikationsgrad eines Vertragsbestands, das heisst vom Portefeuille-Umfang ab.

Die Quantifizierung des Lebensversicherungsrisikos basiert auf einer Sensitivitätsanalyse: Das Versicherungsrisiko wird als Abweichung der Versicherungsrisikofaktoren von den entsprechenden bestmöglichen Schätzungen gemessen bzw. als Eintreffen dieser Risikofaktoren. Risikofaktoren in der Lebensversicherung sind u. a. Sterblichkeitsraten, Invaliditätsraten und Langlebigkeit.

Das Wesen des Versicherungsrisikos lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Sterblichkeit und Langlebigkeit
Die Risiken Sterblichkeit und Langlebigkeit beziehen sich auf die finanziellen Folgen, die entstehen, wenn versicherte Personen früher sterben bzw. länger leben als erwartet. Für einen Lebensversicherer, der beispielsweise lebenslängliche Renten zahlt, stellen Personen, die länger als erwartet leben, ein finanzielles Risiko dar. Ein Lebensversicherer hingegen, der Todesfallleistungen erbringt, trägt die finanziellen Folgen eines Anstiegs der Sterblichkeitsrate.

Das BVG-Segment des Kollektiv-Lebensversicherungsgeschäfts in der Schweiz ist ein bedeutender Teil des gesamten Lebensversicherungsgeschäfts der Gruppe. Es stellt ein Beispiel für eine Mindestrenditegarantie in Form des Rechts dar, die Versicherungssumme zu einem garantierten Umwandlungssatz in eine Altersrente umzuwandeln: Der garantierte Rentenumwandlungssatz im Rahmen des BVG-Obligatoriums für Pensionierungen beträgt für Männer 6,8% (Rentenalter 65) und für Frauen 6,8% (Rentenalter 64).

Nachstehend eine Übersicht der im Hinblick auf die Risikofaktoren Sterblichkeit, Morbidität und Langlebigkeit in Auszahlung oder in der Finanzierungsphase befindlichen Renten und Versicherungsleistungen:

Jährlich zahlbare Renten nach Rentenart – Einzellebengeschäft

Mio. CHF  
31.12.201531.12.2014
Leibrenten – laufend586593
Leibrenten – aufgeschoben529604
Zeitrenten – laufend68
Zeitrenten – aufgeschoben4141
Erwerbsunfähigkeits- und übrige Renten – laufend219237
Erwerbsunfähigkeits- und übrige Renten – aufgeschoben7 0457 526
TOTAL EINZELLEBENGESCHÄFT8 4279 008

 

Jährlich zahlbare Renten nach Rentenart – Kollektivlebengeschäft

Mio. CHF  
31.12.201531.12.2014
Altersrenten – laufend847778
Altersrenten – aufgeschoben376410
Hinterbliebenenrenten – laufend135126
Hinterbliebenenrenten – aufgeschoben2 5992 537
Erwerbsunfähigkeits- und übrige Renten – laufend369368
Erwerbsunfähigkeits- und übrige Renten – aufgeschoben14 97915 000
TOTAL KOLLEKTIVLEBENGESCHÄFT19 30519 219

 

Versicherte Leistungen nach Versicherungsart – Einzellebengeschäft

Mio. CHF  
31.12.201531.12.2014
Lebenslange und temporäre Todesfallversicherung24 27725 571
Kapitalleistung bei Erwerbsunfähigkeit2630
Übrige4 5945 046
TOTAL EINZELLEBENGESCHÄFT28 89730 647

 

Versicherte Leistungen nach Versicherungsart – Kollektivlebengeschäft

Mio. CHF  
31.12.201531.12.2014
Temporäre Todesfallversicherung54 67160 760
Kapitalleistung bei Erwerbsunfähigkeit479465
Übrige1 0691 119
TOTAL KOLLEKTIVLEBENGESCHÄFT56 21962 344

Morbidität und Invalidität
Das Risiko Invalidität bezieht sich auf die finanziellen Folgen, die entstehen, wenn bestimmte Personengruppen häufiger invalid werden und/oder weniger schnell als erwartet genesen. Die bedeutendsten Risikofaktoren im Hinblick auf Morbidität sind Epidemien oder wesentliche Änderungen der Lebensgewohnheiten, zum Beispiel der Ess-, Rauch- und Bewegungsgewohnheiten, oder wirtschaftliche Faktoren.

Eingebettete Optionen
Hat ein Versicherungsnehmer die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Vertrags künftig vollständig oder teilweise von der Prämienzahlung befreien zu lassen, den Vertrag insgesamt zu kündigen oder eine garantierte Rentenoption auszuüben, hängt die Höhe der Versicherungsverpflichtung in gewissem Umfang auch vom Verhalten des Versicherungsnehmers ab. Unter der Annahme, dass ein bestimmter Teil der Versicherungsnehmer rational entscheiden wird, kann das Versicherungsrisiko insgesamt durch dieses Verhalten erhöht werden. So werden Versicherungsnehmer, deren Gesundheitszustand sich stark verschlechtert hat, wahrscheinlich weniger zur Kündigung von Verträgen mit Invaliditäts- oder Todesfallleistungen neigen als Versicherungsnehmer, die bei guter Gesundheit sind. Dies führt tendenziell zu einem Anstieg der erwarteten Sterblichkeit der Versicherungsnehmer, je stärker das Vertragsportefeuille durch Rückkauf schrumpft.

Zeichnungsstrategie
Bei der Zeichnung des Geschäfts geht es um die Auswahl und Klassifizierung versicherbarer Risiken. Die Zeichnungsstrategie versucht sicherzustellen, dass die gezeichneten Risiken hinsichtlich des Risikotyps und der Höhe der versicherten Leistungen profitabel und gut diversifiziert sind. Bei der Zeichnung von Lebengeschäft geht es darum, dass die Prämien und allgemeinen Bedingungen der Versicherungspolicen für die zu versichernden Risiken angemessen sind. Der erste Schritt im Zeichnungsprozess besteht darin festzulegen, welche Einzelrisiken akzeptiert werden können. Der zweite Schritt ist die Zusammenfassung der akzeptierten Risiken in Gruppen mit ähnlich hohem Risiko. Beide Prozesse müssen objektiv und einheitlich durchgeführt werden. Die Gruppe legt Limiten für die Annahme von Versicherungsdeckungen fest, die sich aus neuem und erneuertem Geschäft ergeben. Im Rahmen des Zeichnungsverfahrens findet auch eine Gesundheitsprüfung statt, so dass die erhobenen Prämien den Gesundheitszustand und die familiäre Vorbelastung der Antragsteller widerspiegeln. Die Limiten betreffen die risikobehafteten Beträge, die maximal versicherten Schäden oder den Barwert der Prämien auf Vertrags- oder Versichertenebene. Je nach Typ des Geschäfts und der überschrittenen Limite muss der neue oder erneuerte Vertrag vom jeweiligen Risikoausschuss oder von der Geschäftsleitung genehmigt werden. Verträge, welche die festgesetzten Limiten übersteigen, werden vor der Genehmigung nach vorab definierten Verfahren einzeln auf ihre Profitabilität überprüft. Bestimmte Verträge, die spezifische Risiken im Zusammenhang mit Derivaten oder demografischen Risikofaktoren enthalten, für die keine verlässlichen Daten verfügbar sind, müssen unabhängig von der Höhe der angebotenen Deckung zur Genehmigung vorgelegt werden. Über Versicherungsdeckungen, welche die festgesetzten Limiten übersteigen, müssen regelmässige interne Berichte vorgelegt werden Darüber hinaus müssen die Zeichnungspraktiken den Gesetzen des jeweiligen Landes entsprechen.

Für bestimmte Teile des Kollektivlebengeschäfts gilt im Hinblick auf Gesundheitsprüfungen, die vor der Zeichnung von Geschäft verlangt werden, das Recht des jeweiligen Landes. Für bestimmte Teile des Einzellebengeschäfts bestehen Vereinbarungen im Hinblick auf Gesundheitsprüfungen von Antragstellern vor der Zeichnung von Geschäft. Wird das Risiko hoch eingeschätzt, werden der Ausschluss spezifischer Risiken, die Anpassung der Prämien, die Rückversicherung oder die Ablehnung des Antrags in Betracht gezogen.

Im Unfall- und Krankengeschäft umfasst die Zeichnungsstrategie biometrische und finanzielle Daten der zu versichernden Personen, den Vertragstyp und Erfahrungswerte.

Nichtleben
Die Swiss Life-Gruppe verfügt primär in Frankreich über Geschäftsbereiche zur Deckung von Unfall- und Krankheits- (Invaliditäts-) sowie Sach- und Haftpflichtrisiken.

Leistungsansprüche aus dem Unfall- und Krankengeschäft decken primär die Erstattung von Behandlungskosten, Krankentaggeld, Renten und langfristige medizinische Betreuung. Die wichtigsten Faktoren, die zu einer Zunahme der Gesamtverpflichtungen in der Krankenversicherung führen könnten, sind die Erhöhung der Schadenhäufigkeit infolge eines Anstiegs des Durchschnittsalters der Versicherten sowie negativer wirtschaftlicher und sozialer Faktoren. Die Verbindlichkeiten aus Unfall- und Krankenversicherungsverträgen müssen noch offene Schadenfälle und eingetretene, aber noch nicht gemeldete Schäden (Spätschäden) berücksichtigen. Ein grosser Teil der Verbindlichkeiten aus diesen Verträgen betrifft Spätschäden, und die Erfahrung zeigt, dass späte Schadenmeldungen, sowohl was die Anzahl der Schäden als auch die Schadenhöhe anbelangt, erhebliche Auswirkungen bei Krankenversicherungsverträgen haben.

Die Gruppe steuert die Risiken, die sich aus diesen Verträgen ergeben, mit Hilfe ihrer Zeichnungsstrategie und durch Rückversicherungsvereinbarungen.

Entwicklung bei Schadenfällen im Rahmen von Nichtlebensversicherungsverträgen

Mio. CHFSchätzung endgültige Schadenskosten nach Schadenjahr
2006200720082009201020112012201320142015Total
Am Ende des Schadenjahrs447416345392323311303335342296n/a
1 Jahr später403383387373369362330361346-n/a
2 Jahre später365353310320314324331296--n/a
3 Jahre später350296275293286336285---n/a
4 Jahre später292272259276301300----n/a
5 Jahre später266261242297265-----n/a
6 Jahre später256239232263------n/a
7 Jahre später231260225-------n/a
8 Jahre später268228--------n/a
9 Jahre später240---------n/a
DERZEITIGE SCHÄTZUNG DER KUMULIERTEN
SCHADENFÄLLE
2402282252632653002852963462962 746
Kumulierte Zahlungen-225-211-206-227-232-228-217-217-203-113-2 080
VERBINDLICHKEITEN VOR DISKONTIERUNG1518193633726779143182666
Auswirkungen der Diskontierung-----------
VERBINDLICHKEITEN FÜR DAS AKTUELLE UND
DIE 9 FRÜHEREN GESCHÄFTSJAHRE
1518193633726779143182666
Verbindlichkeiten aus früheren Jahren206
TOTAL SCHADENFÄLLE IM RAHMEN VON
NICHTLEBENSVERSICHERUNGSVERTRÄGEN (BRUTTO)
872

Die Entwicklung bei Schadenfällen im Rahmen von Nichtlebensversicherungsverträgen umfasst das Nichtlebengeschäft in Frankreich. Ein kleiner Teil des Nichtlebengeschäfts ist von kurzfristiger Natur in dem Sinne, dass die eingetretenen Schadenfälle für diesen Teil fast immer innerhalb eines Jahres abgewickelt werden. Offene Schadenfälle am Bilanzstichtag sind deshalb hinsichtlich ihres Ausmasses nicht relevant, und die endgültigen Schadenkosten unterliegen im Verlauf der Zeit keinen wesentlichen Veränderungen. Die Angaben zu diesem Geschäftszweig sind in obiger Tabelle nicht enthalten.

Die Annahmevorschriften für Risiken stimmen mit dem «Code des Assurances» und dem französischen Aufsichtsrecht überein. Zeichnungsrichtlinien und Tarife werden jährlich überprüft.

Die Überwachung der eingegangenen Risiken hinsichtlich der entsprechenden Prämien und Schäden erfolgt monatlich. Bei Risiken, deren Schadensatz ein bestimmtes Mass übersteigt, wird für die Anpassung der Tarife ein automatisches Schadenüberwachungssystem eingesetzt.

Rückversicherung
Durch Rückversicherung wird das Versicherungsrisiko der Gruppe begrenzt. Dies entlastet die Gruppe jedoch nicht von ihren Verpflichtungen als Erstversicherer; und wenn ein Rückversicherer einen Schaden nicht bezahlt, haftet die Gruppe gegenüber dem Versicherungsnehmer weiterhin für die Zahlungen. Für nicht einbringliche Forderungen gegenüber Rückversicherern würde eine auf Schätzungen basierende Wertberichtigung ausgewiesen.

Zusätzlich hält die Gruppe umfangreiche Sicherheiten im Rahmen von Rückversicherungsverträgen zur Sicherstellung von Forderungen (Depoteinlagen und Wertschriften). Von Rückversicherern rückforderbare Beträge werden auf Basis der geschätzten Leistungen aus den Erstversicherungsverträgen berechnet und in der Bilanz unter Guthaben aus Rückversicherung ausgewiesen.

Das Management überprüft die Rückversicherungsprogramme regelmässig unter Berücksichtigung von Vertrag, Typ, gedeckten Risiken und Selbstbehalt. Für die Genehmigung von Rückversicherungsprogrammen und deren Änderung werden ein Prozess, die Kompetenzen und die Limiten festgelegt. Rückversicherungsrichtlinien gewährleisten die Einhaltung der Prinzipien der Gruppe.

Im Rahmen ihrer Selbstbehaltspolitik beschränkt die Gruppe ihr Exposure für Todesfall- und Erwerbsunfähigkeitsleistungen auf CHF 5 Millionen pro Leben. Bei anderen Produkten (z. B. zur Absicherung von schweren Krankheiten oder Langzeitpflege) oder Exposures in internationalen Märkten kann der Selbstbehalt tiefer sein. Zur Deckung von Schadenhäufungen, die aus einem einzigen Ereignis oder einer Reihe von zusammenhängenden Ereignissen entstanden sind, bestehen Rückversicherungsverträge, die das Katastrophenrisiko abdecken.

Auf Gruppenebene ist das Rückversicherungsteam verantwortlich für die Umsetzung der Selbstbehaltspolitik mittels gruppeninterner Rückversicherung. Letztere wird wie ein Drittgeschäft behandelt.

Bei Sach- und Haftpflichtversicherungen umfassen die Rückversicherungsvereinbarungen überwiegend nichtproportionale Deckungen für einzelne Risiken und/oder Ereignisse, die an das spezifische Exposure angepasst sind. Dies umfasst Schadenexzedenten-, Stop-Loss- und Katastrophendeckungen. Zum Schutz vor spezifischen Risiken wird auch fakultative Rückversicherung eingekauft.

Gemessen an den verdienten Versicherungsprämien waren am 31. Dezember 2015 etwa 1,0% zediert (2014: 1,4%).

Übriger Risikotransfer
Der Risikotransfer findet primär in Form von Rückversicherung statt. Alternative Formen des Risikotransfers (zum Beispiel Verbriefung) erfordern eine formelle Genehmigung des Group Risk Committee. Gegenwärtig nutzt die Gruppe keine nennenswerten alternativen Formen des Risikotransfers.

Versicherungsrisiken werden regelmässig an das Group Risk Committee berichtet.

Sensitivitätsanalyse
Die Swiss Life-Gruppe verwendet hinsichtlich Versicherungs- und Marktrisiken den Market Consistent Embedded Value (MCEV) gemäss den Market Consistent Embedded Value Principles ©1 des European Insurance CFO Forum als wichtiges Führungsinstrument für die Sensitivitätsanalyse. Der Embedded Value dient aus Sicht des Aktionärs als Indikator für den Wert des bestehenden Versicherungsportefeuilles. Er setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: dem den Aktionären zuzuordnenden Nettoinventarwert (NAV) und dem Wert des Bestandesgeschäfts (Value of In-Force Business – VIF). Zukünftiges Neugeschäft wird nicht einbezogen.

Per 31. Dezember 2015 belief sich der MCEV der Swiss Life-Gruppe auf CHF 12,5 Milliarden (2014: CHF 12,9 Milliarden). Aufgrund unterschiedlicher Bewertungsmethoden werden Veränderungen des Embedded Value in der konsolidierten Bilanz und der konsolidierten Erfolgsrechnung der Swiss Life-Gruppe normalerweise nicht in demselben Mass widergespiegelt, und umgekehrt.

Die Berechnungen des MCEV beruhen auf Wirtschaftsszenarien, welche zu Marktbedingungen am Bewertungsstichtag kalibriert werden. Dafür wurden zu einigen Faktoren realitätsnahe Annahmen getroffen, vor allem zur Asset Allocation, Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer, Kosten- und Schadenentwicklung, zum Verhalten der Versicherungsnehmer, zur Sterblichkeit und zur Morbidität. Dabei wird von der Fortführung des Geschäfts auf gleichem Niveau ausgegangen (Going Concern) und die gegenwärtigen Kostensätze werden – inflationsbereinigt – auch für die Zukunft angenommen. Dem MCEV werden die zukünftigen Kosten für Steueraufwendungen und Vermögensverwaltungskosten für Anlagen zur Besicherung des Solvenzkapitals belastet, das der Aktionär dem Versicherungsgeschäft zu unterlegen hat. Die SwissLife-Gruppe berechnet den Embedded Value für sämtliche ihrer Kranken- und Lebensversicherungsgesellschaften. Alle anderen Unternehmen werden zum Nettobuchwert nach IFRS berücksichtigt. Folglich hat die Sensitivität des Embedded Value auf den Wert dieser Unternehmen keine Auswirkungen.

Eine Analyse der Sensitivität gibt darüber Aufschluss, in welchem Mass Schwankungen der Risikofaktoren den Embedded Value beeinflussen. Die Analyse beruht auf Änderungen der Annahmen, die zur Berechnung des Embedded Value verwendet werden, wobei ein spezifischer Risikofaktor verändert wird, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden (es sei denn, sie stehen dazu in direktem Zusammenhang). In der Praxis ist dieser Fall unwahrscheinlich und Änderungen einiger Annahmen sind möglicherweise korreliert. Bei einer Veränderung eines spezifischen Risikofaktors geht der Effekt von erwarteten Managementmassnahmen wie sich dadurch verändernden Zuweisungen an die Überschussbeteiligungen der Versicherungsnehmer und dem dynamischen Verhalten der Versicherungsnehmer in die Analyse ein. Die Veränderungen des Risikofaktors werden auf den gesamten Projektionszeitraum angewandt.

Die Sensitivitätsanalyse in Bezug auf das Versicherungsrisiko ergibt Folgendes:

Eine höhere Sterblichkeit hätte einen signifikant positiven Effekt auf den Embedded Value aus Leibrenten (Erlebensfallrisiko), während der negative Effekt auf den Embedded Value aus Verträgen mit Todesfalldeckung (Todesfallrisiko) aufgrund der entsprechend tieferen Überschussanteile der Versicherungsnehmer vergleichsweise gering ausfällt. Deshalb stellt diese Sensitivität für den Embedded Value kein signifikantes Risiko dar.

Wären die Sterblichkeitsraten (Renten) um 5% gesunken, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2015 um CHF 163 Millionen tiefer (2014: CHF 118 Millionen tiefer) ausgefallen.

Wäre die Morbidität um 5% gestiegen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2015 um CHF 41 Millionen tiefer (2014: CHF 59 Millionen tiefer) ausgefallen.

Wäre die Morbidität um 5% gesunken, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2015 um CHF 40 Millionen höher (2014: CHF 54 Millionen höher) ausgefallen.

In Bezug auf das Marktrisiko ergibt die Sensitivitätsanalyse Folgendes:

Die Berechnungen des MCEV der Swiss Life-Gruppe beruhen auf Wirtschaftsszenarien, welche zu Marktbedingungen am Bewertungsstichtag kalibriert werden.

Wären die Zinssätze um 100 Basispunkte höher gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2015 um CHF 987 Millionen höher (2014: CHF 530 Millionen höher) ausgefallen.

Wären die Zinssätze um 100 Basispunkte tiefer gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2015 um CHF 1428 Millionen tiefer (2014: CHF 1068 Millionen tiefer) ausgefallen.

Wäre die implizierte Volatilität von Swaptions (Zinssätzen) um 10% höher gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2015 um CHF 37 Millionen höher (2014: CHF 61 Millionen tiefer) ausgefallen.

Wäre die implizierte Volatilität von Swaptions (Zinssätzen) um 10% tiefer gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2015 um CHF 121 Millionen tiefer (2014: CHF 79 Millionen tiefer) ausgefallen.

Wäre der Marktpreis von Aktien und Liegenschaften um 10% höher gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2015 um CHF 811 Millionen höher (2014: CHF 722 Millionen höher) ausgefallen.

Wäre der Marktpreis von Aktien und Liegenschaften um 10% tiefer gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2015 um CHF 958 Millionen tiefer (2014: CHF 818 Millionen tiefer) ausgefallen.

Wäre die implizierte Volatilität von Aktien und Liegenschaften um 25% höher gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2015 um CHF 338 Millionen tiefer (2014: CHF 322 Millionen tiefer) ausgefallen.

Wäre die implizierte Volatilität von Aktien und Liegenschaften um 25% tiefer gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2015 um CHF 273 Millionen höher (2014: CHF 263 Millionen höher) ausgefallen.

Die Sensitivität der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft wird zu Zwecken des internen Risikomanagements und zur Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen (Schweizer Solvenztest) auch auf wirtschaftlicher Basis analysiert.

6 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (EPS) berechnet sich auf Grundlage des gewichteten Durchschnitts der Anzahl während der Berichtsperiode ausstehender Aktien, mit Ausnahme der durchschnittlichen Anzahl der von der Gruppe gekauften und als eigene Aktien gehaltenen Aktien.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie umfasst den Verwässerungseffekt durch Emission von Wandelanleihen und Aktienoptionen. Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird davon ausgegangen, dass die Umwandlung der Wandelanleihen in Aktien bereits erfolgt ist, und der den Aktionären zurechenbare Reingewinn wird steuerbereinigt um den entsprechenden Zinsaufwand angepasst. Aktienoptionen haben einen Verwässerungseffekt, wenn sie die Ausgabe von Aktien unter dem durchschnittlichen Marktpreis während der Berichtsperiode zur Folge hätten. Bei den verwässernden Aktienoptionen wird davon ausgegangen, dass sie ausgeübt wurden. Die angenommenen Erlöse werden so behandelt, als wären sie im Zuge der Ausgabe von Aktien zum durchschnittlichen Marktpreis während der Berichtsperiode angefallen. Die Differenz zwischen der Anzahl der ausgegebenen Aktien und der Anzahl der Aktien, die zum durchschnittlichen Marktpreis während der Berichtsperiode ausgegeben worden wären, ist als Ausgabe von Aktien ohne Entgelt zu behandeln.

Mio. CHF (falls nicht anders vermerkt)  
20152014
UNVERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE
Den Aktionären der Swiss Life Holding zurechenbares Jahresergebnis872814
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Aktien31 829 01831 904 630
UNVERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE FÜR DAS DEN AKTIONÄREN
DER SWISS LIFE HOLDING ZURECHENBARE JAHRESERGEBNIS (IN CHF)
27.4125.52
VERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE
Den Aktionären der Swiss Life Holding zurechenbares Jahresergebnis872814
Abzug von Zinsaufwand auf Wandelanleihen77
BEREINIGTES ERGEBNIS FÜR DIE BERECHNUNG
DES VERWÄSSERTEN ERGEBNISSES JE AKTIE
880821
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Aktien31 829 01831 904 630
Anpassungen (Anzahl Aktien)
Theoretische Wandlung der Wandelanleihen2 071 1731 998 862
Aktienbezogene Vergütungen122 528162 271
GEWICHTETER DURCHSCHNITT DER ANZAHL AUSSTEHENDER AKTIEN
FÜR DAS VERWÄSSERTE ERGEBNIS JE AKTIE
34 022 71934 065 763
VERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE FÜR DAS DEN AKTIONÄREN
DER SWISS LIFE HOLDING ZURECHENBARE JAHRESERGEBNIS (IN CHF)
25.8524.11

7 Prämien, Policengebühren und erhaltene Einlagen

Verbuchte Prämien

Mio. CHF
20152014
Direktes Geschäft13 58713 633
Übernommenes Geschäft330332
VERBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN13 91713 965
Zediertes Geschäft-141-192
VERBUCHTE NETTOPRÄMIEN13 77513 774

 

Verdiente Prämien

Mio. CHF
20152014
Direktes Geschäft13 58613 636
Übernommenes Geschäft326332
VERDIENTE BRUTTOPRÄMIEN13 91213 968
Zediertes Geschäft-141-192
VERDIENTE NETTOPRÄMIEN13 77113 776

 

Verbuchte Policengebühren

Mio. CHF  
20152014
Direktes Geschäft278306
VERBUCHTE POLICENGEBÜHREN (BRUTTO)278306
Zediertes Geschäft--
VERBUCHTE POLICENGEBÜHREN (NETTO)278306

 

Verdiente Policengebühren

Mio. CHF  
20152014
Direktes Geschäft276308
VERDIENTE POLICENGEBÜHREN (BRUTTO)276308
Zediertes Geschäft--
VERDIENTE POLICENGEBÜHREN (NETTO)276308

Gemäss den angewandten Rechnungslegungsgrundsätzen werden Einlagen aus Versicherungsund Kapitalanlageverträgen, bei denen die «Deposit Accounting»-Methode angewendet wird, nicht in der Erfolgsrechnung erfasst:

Mio. CHF  
20152014
Bruttoprämien und Policengebühren14 19514 271
Einlagen aus Versicherungs- und Kapitalanlageverträgen4 6584 831
VERBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN, POLICENGEBÜHREN
UND ERHALTENE EINLAGEN
18 85319 102

8 Erläuterungen zu ausgewählten Posten der konsolidierten Erfolgsrechnung

Ertrag aus Gebühren, Kommissionen und Provisionen

Mio. CHF  
201520141
Courtagen496539
Ertrag aus Vermögensverwaltung341277
Übrige Gebühren und Kommissionen179182
TOTAL ERTRAG AUS GEBÜHREN, KOMMISSIONEN UND PROVISIONEN1 016998

 

Ertrag aus Kapitalanlagen

Mio. CHF   
Anhang20152014
Zinserträge aus jederzeit verkäuflichen finanziellen Vermögenswerten2 6052 812
Zinserträge aus Darlehen und Forderungen709836
Übrige Zinserträge23
Dividendenerträge aus jederzeit verkäuflichen finanziellen Vermögenswerten299119
Ertrag aus Investitionsliegenschaften (netto)675677
TOTAL ERTRAG AUS KAPITALANLAGEN54 2904 448

 

Gewinne/Verluste auf finanziellen Vermögenswerten (netto)

Mio. CHF   
Anhang20152014
Verkauf von
jederzeit verkäuflichen finanziellen Vermögenswerten26561264
Darlehen87168
Gewinne/Verluste aus Verkäufen (netto)647432
Wertminderungen auf
jederzeit verkäuflichen Schuldpapieren260-18
jederzeit verkäuflichen Aktien26-34-23
Darlehen und Forderungen13-18-6
Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten-52-47
Währungsgewinne/-verluste-3482 246
TOTAL GEWINNE/VERLUSTE AUF FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN (NETTO)52482 631

 

Gewinne/Verluste auf erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten (netto)

Mio. CHF   
Anhang20152014
Devisenderivate-250-2 306
Zinsderivate352168
Aktienderivate16-18
Übrige Derivate31-8
Per Designation erfolgswirksam zum Fair Value
bewertete finanzielle Vermögenswerte 1
18169
Per Designation erfolgswirksam zum Fair Value
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 2
-59-50
Erfolgswirksam zum Fair Value
bewertete assoziierte Unternehmen 1
-1328
Vermögenswerte auf Rechnung und Risiko von Kunden
der Swiss Life-Gruppe 1
-3151 897
Anteilgebundene Lebensversicherungsverträge300-1 890
TOTAL GEWINNE/VERLUSTE AUF ERFOLGSWIRKSAM ZUM
FAIR VALUE BEWERTETEN FINANZINSTRUMENTEN (NETTO)
581-2 009

 

Übriger Ertrag

Mio. CHF  
20152014
Realisierte Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Tochterunternehmen und übrigen Vermögenswerte10
Ertrag aus Vorratsimmobilien (netto)2614
Übrige Währungsgewinne/-verluste19312
Übrige-96
TOTAL ÜBRIGER ERTRAG21031

 

Versicherungsleistungen und Schadenfälle (netto)

Mio. CHF  
20152014
Leistungen und Schadenfälle aus Versicherungsverträgen
Leistungen aus Lebensversicherungen (brutto)9 7949 648
Veränderung des Deckungskapitals (brutto)4 5324 484
Zahlungen für Schadenfälle Nichtleben (brutto)222262
Veränderung der Rückstellungen für Schadenfälle Nichtleben (brutto)10-9
Von Rückversicherern rückgeforderte Leistungen und Schadenfälle-95-98
Leistungen und Schadenfälle aus Versicherungsverträgen (netto)14 46314 287
Leistungen und Schadenfälle aus Kapitalanlageverträgen
mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung
Leistungen aus Lebensversicherungen (brutto)565475
Veränderung des Deckungskapitals (brutto)488457
Von Rückversicherern rückgeforderte Leistungen und Schadenfälle--
Leistungen und Schadenfälle aus Kapitalanlageverträgen mit
ermessensabhängiger Überschussbeteiligung (netto)
1 053932
TOTAL VERSICHERUNGSLEISTUNGEN UND SCHADENFÄLLE (NETTO)15 51615 218

 

Zinsaufwand

Mio. CHF   
Anhang20152014
Zinsaufwand für Einlagen1225
Zinsaufwand für Kapitalanlageverträge197581
Zinsaufwand für Einlagen aus Versicherungsverträgen225669
Übriger Zinsaufwand2029
TOTAL ZINSAUFWAND162205

 

Aufwand für Gebühren, Kommissionen und Provisionen

Mio. CHF  
20152014
Provisionen für Versicherungsvermittler und Broker685839
Aufwand für Vermögensverwaltung und Gebühren im Bankgeschäft6864
Übriger Gebührenaufwand und Kommissionen4537
TOTAL AUFWAND FÜR GEBÜHREN, KOMMISSIONEN UND PROVISIONEN797940

 

Aufwendungen für Leistungen an Mitarbeitende

Mio. CHF 
Anhang20152014
Löhne und Gehälter 600588
Sozialversicherung 119133
Leistungsorientierte Pläne238486
Beitragsorientierte Pläne 11
Übrige Leistungen an Mitarbeitende 6760
TOTAL AUFWENDUNGEN FÜR LEISTUNGEN AN MITARBEITENDE 871867

 

Aufwendungen für Abschreibungen

Mio. CHF 
Anhang20152014
Abschreibungen auf Sachanlagen162426
Abschreibungen auf Barwert künftiger Gewinne (PVP)1711
Abschreibungen auf aktivierten Abschlusskosten (DAC)17401314
Abschreibungen auf aktivierten Abschlusskosten für Kapitalanlageverträge (DOC)171411
Abschreibungen auf übrigen immateriellen Vermögenswerten172832
TOTAL AUFWENDUNGEN FÜR ABSCHREIBUNGEN 468383

 

Übriger Aufwand

Mio. CHF
20152014
Marketing und Werbung5758
Informatik und sonstige technische Einrichtungen7380
Aufwand für Miete, Unterhalt und Reparaturen6666
Dienstleistungen externer Experten158185
Versicherungsprämiensteuern und übrige ertragsunabhängige Steuern5554
Übrige8788
TOTAL ÜBRIGER AUFWAND497532

9 Derivate und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

Mio. CHFFair Value VermögenswerteFair Value VerbindlichkeitenNominalbetrag/Exposure
 31.12.201531.12.201431.12.201531.12.201431.12.201531.12.2014
DEVISENDERIVATE      
Termingeschäfte366162071 10430 00534 728
Futures010237155
Optionen (Over-the-Counter)5048168813 7301 895
TOTAL DEVISENDERIVATE416663751 18733 77336 778
ZINSDERIVATE 
Termingeschäfte1472662-624913
Swaps1 2591 57757086836 42348 617
Futures0---26-
Optionen (Over-the-Counter)1637--5211 611
TOTAL ZINSDERIVATE1 4211 88057186837 59451 142
AKTIEN-/INDEXDERIVATE 
Futures1336122 120803
Optionen (Over-the-Counter)0---9-
Optionen (börsengehandelt)2484051707003 561
Übrige1341176154
TOTAL AKTIEN-/INDEXDERIVATE2754128832 9054 517
ÜBRIGE DERIVATE 
Kreditderivate--35275 4351 911
TOTAL ÜBRIGE DERIVATE--35275 4351 911
TOTAL DERIVATE2 1132 3589892 16579 70894 348
davon zu Absicherungszwecken erfasste und entsprechend verbuchte Derivate
Zur Fair-Value-Absicherung gehaltene Derivate29-50469 5821 312
Zur Absicherung der Mittelflüsse gehaltene Derivate3937443-2 1103 584
Zu Risikomanagementzwecken gehaltene Derivate

Zu Risikomanagementzwecken gehaltene Derivate umfassen primär Derivate, die ein Risiko mit anderen Finanzinstrumenten teilen und zu entgegengesetzten Veränderungen des Fair Value führen, die sich meist gegenseitig aufheben («Economic Hedges»). Die Aufhebung erfolgt nicht in allen Fällen zeitgleich.

Für das Risikomanagement im Zusammenhang mit Derivatgeschäften definiert die Gruppe Risikokategorien und überwacht diese Risikopositionen. Preisrisiken sowohl bei Derivaten als auch bei deren Basiswerten werden gemäss den vom Management festgelegten Risikolimiten für den Kauf oder Verkauf von Instrumenten bzw. die Glattstellung von Positionen gehandhabt. Die Risiken entstehen durch offene Positionen in Zinssätzen, Währungen und Eigenkapitalinstrumenten, die von allgemeinen und spezifischen Marktbewegungen abhängen.

Zu Absicherungszwecken erfasste und entsprechend verbuchte Derivate

Zu Absicherungszwecken erfasste und entsprechend verbuchte Derivate umfassen mit Fair-Value- Hedges, mit Absicherungen des Mittelflusses (Cashflow-Hedges) und mit Absicherungen von Nettoinvestitionen verbundene Derivate, die unter Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen fallen.

Zur Absicherung des Fair Value gehaltene Derivate zum 31. Dezember 2015

Mio. CHFFair value
Absicherungs-
instrumente
Gesicherte
Grundgeschäfte
Nominalwert
Vermögens-
werte
Verbindlich-
keiten
GewinneVerlusteGewinneVerluste 
Zinsänderungsrisiko 
Zinsswaps zur Absicherung von jederzeit verkäuflichen Obligationenportfolios1127533228534 540
Währungsrisiko
Devisentermingeschäfte zur Absicherung von nicht monetären Anlagen18235225996165395 043
TOTAL ZUR FAIR-VALUE-ABSICHERUNG GEHALTENE DERIVATE29505756326445929 582

 

Zur Absicherung des Fair Value gehaltene Derivate zum 31. Dezember 2014

Mio. CHFFair value
Absicherungs-
instrumente
Gesicherte
Grundgeschäfte
Nominalwert
Vermögens-
werte
Verbindlich-
keiten
GewinneVerlusteGewinneVerluste 
Zinsänderungsrisiko 
Zinsswaps zur Absicherung von jederzeit verkäuflichen Obligationenportfolios---96101--
Währungsrisiko
Devisentermingeschäfte zur Absicherung von nicht monetären Anlagen-4622160153171 312
TOTAL ZUR FAIR-VALUE-ABSICHERUNG GEHALTENE DERIVATE-4622256255171 312

Die Swiss Life-Gruppe setzte Zinsswaps ein zur Absicherung von jederzeit verkäuflichen festverzinslichen Obligationen in CHF, EUR und USD gegen Veränderungen des Fair Value, welche auf das Zinsänderungsrisiko zurückzuführen sind. Der Nominalwert dieser Obligationen betrug per 31. Dezember 2015 CHF 4,5 Milliarden (2014: null).

Um nicht monetäre Anlagen gegen ungünstige Entwicklungen der EUR-, GBP- und USD-Wechselkurse zu schützen, werden Termingeschäfte als Sicherungsinstrumente eingesetzt. Solche Anlagen enthalten Aktien, Hedge Funds und Anlagefonds (Aktien-, Immobilien- und Unternehmensanleihenfonds).

Zur Absicherung der Mittelflüsse gehaltene Derivate zum 31. Dezember 2015

Mio. CHF (falls nicht anders vermerkt)
Fair Value
Vermögens-
werte
Fair Value
Verbindlich-
keiten
Beträge
verbucht im
übrigen Ge-
samterfolg
In der Erfolgs-
rechnung
erfasste
Ineffektivität
Übertragung
von Beträgen
in die Erfolgs-
rechnung
Kontrakt-/
Nominal-
wert
Mittelflüsse
erwartet
(Jahr)
Erfolgswirk-
same Aus-
wirkung der
Mittelflüsse
erwartet
(Jahr)
ZINSÄNDERUNGSRISIKO
Forward Starting Swaps/Bonds
Schweiz217-127--11 2152016-20222016-2047
Frankreich175319--68952016-20202016-2038
Deutschland--1--1-n/a2016-2047
Total Zinsänderungsrisiko3933146--82 110n/an/a
TOTAL ZUR ABSICHERUNG DER ITTELFLÜSSE GEHALTENE
DERIVATE
3933146--82 110n/an/a

 

Zur Absicherung der Mittelflüsse gehaltene Derivate zum 31. Dezember 2014

In CHF million (if not noted otherwise)
Fair value
assets
Fair value
liabilities
Amounts
recognised
in other
comprehensive
income
Ineffective-
ness
recognised in
profit or loss
Amounts
transferred
to
profit or loss
Contract/
notional
amount
Cash flows
expected
to occur
(year)
Cash flows
expected
to affect
profit or loss
(year)
INTEREST RATE RISK
Forward starting swaps/bonds
Switzerland371-464002 2502015–20212015–2047
France299-3050-11 0942015–20182015–2038
Germany74-840-2412015–20172015–2047
Total interest rate risk744-8530-13 584n/an/a
TOTAL DERIVATIVES DESIGNATED AS
CASH FLOW HEDGES
744-8530-13 584n/an/a

In den Jahren 2015 und 2014 setzte die Gruppe Forward Starting Swaps und Forward Starting Bonds ein zur Absicherung des Zinsschwankungsrisikos im Zusammenhang mit künftigen, hochwahrscheinlichen Käufen von Obligationen, um bei Wiederanlagen eine angemessene Rendite zu erzielen.

Im Jahr 2015 wurde ein Gewinn von CHF 8 Millionen vom übrigen Gesamterfolg in die Erfolgsrechnung umgegliedert und im Ertrag aus Kapitalanlagen berücksichtigt (2014: Gewinn von CHF 1 Million).

10 Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Mio. CHF   
Anhang31.12.201531.12.2014
PER DESIGNATION ERFOLGSWIRKSAM ZUM FAIR VALUE BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Schuldpapiere635595
Geldmarktinstrumente00
Aktien76
Anlagefonds – Anleihen1 499642
Anlagefonds – Aktien257266
Anlagefonds – ausgewogen8359
Immobilienfonds696389
Hedge Funds56
Infrastrukturanlagen619361
Nicht beherrschenden Anteilen zugewiesene Vermögenswerte von Anlagefonds2 4961 090
Finanzielle Vermögenswerte auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe527 29328 975
TOTAL PER DESIGNATION ERFOLGSWIRKSAM ZUM FAIR VALUE BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE 33 59032 389
PER DESIGNATION ERFOLGSWIRKSAM ZUM FAIR VALUE BEWERTETE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 
Anteilgebundene Lebensversicherungsverträge522 61524 325
Den nicht beherrschenden Anteilen zugewiesener Anteil am Nettovermögen von Anlagefonds 2 4961 090
TOTAL PER DESIGNATION ERFOLGSWIRKSAM ZUM FAIR
VALUE BEWERTETE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
 25 11125 415

11 Jederzeit verkäufliche finanzielle Vermögenswerte

Mio. CHFKosten/fortgeführte
Anschaffungskosten
Nicht realisierte
Gewinne/Verluste (netto)
Fair Value (Buchwert)
 31.12.201531.12.201431.12.201531.12.201431.12.201531.12.2014
Schuldpapiere76 03078 1268 85411 91284 88490 038
Aktien3 4311 7272322363 6631 963
Anlagefonds – Anleihen44362 351-69734 3672 424
Anlagefonds – Aktien1 3841 118771391 4611 257
Anlagefonds – ausgewogen3014002914
Immobilienfonds8816753355914730
Private Equity412463189138601601
Hedge Funds76933044106137
TOTAL JEDERZEIT VERKÄUFLICHE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE86 68084 5679 34512 59596 02697 162

Jederzeit verkäufliche finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen einer Repurchase-Vereinbarung verkauft oder im Rahmen einer Rückgabevereinbarung ausgeliehen wurden und bei denen der Empfänger das Recht hat, die als Sicherheit hinterlegten finanziellen Vermögenswerte zu verkaufen oder weiterzuverpfänden, wurden in als Sicherheit verpfändete finanzielle Vermögenswerte umgegliedert.

12 Als Sicherheit verpfändete finanzielle Vermögenswerte

Mio. CHFBuchwert
31.12.201531.12.2014
Umgegliederte Schuldpapiere aus
jederzeit verkäuflichen finanziellen Vermögenswerten2 1092 763
TOTAL ALS SICHERHEIT VERPFÄNDETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE2 1092 763
TOTAL ALS SICHERHEIT VERPFÄNDETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE 2 1092 763

Finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen einer Repurchase-Vereinbarung verkauft oder im Rahmen einer Rückgabevereinbarung ausgeliehen wurden, werden nicht ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen bei der Swiss Life-Gruppe liegen. Hat der Empfänger das Recht, die als Sicherheit hinterlegten finanziellen Vermögenswerte zu verkaufen oder weiterzuverpfänden, werden diese in der Bilanz als zum jeweiligen Buchwert verpfändete finanzielle Vermögenswerte umgegliedert.

13 Darlehen und Forderungen

Mio. CHFBruttobetrag
Wertberichtigung für
Wertminderungen
Kosten/fortgeführte
Anschaffungskosten
(Buchwert)
Anhang31.12.201531.12.201431.12.201531.12.201431.12.201531.12.2014
DARLEHEN
Hypotheken7 0866 157-12-117 0736 145
Unternehmens- und übrige Darlehen1 7353 173-4-21 7323 171
Schuldscheindarlehen6 7587 944--6 7587 944
Zuvor als jederzeit verkäuflich klassifizierte Schuldpapiere3 9595 617--63 9595 611
Übrige als Darlehen klassifizierte Schuldpapiere433477--433477
TOTAL DARLEHEN3019 97123 368-16-2019 95523 348
FORDERUNGEN
Versicherungsforderungen1 4131 323-18-191 3951 304
Forderungen gegenüber Rückversicherern367356--367356
Rechnungsabgrenzungsposten1 5301 668--1 5301 668
Abwicklungskonten341534--341534
Übrige757740-9-3747737
TOTAL FORDERUNGEN3044074 622-28-224 3794 600
TOTAL DARLEHEN UND FORDERUNGEN24 37827 990-44-4224 33427 948

 

Wertberichtigung für Wertminderungen

Mio. CHFIndividuelle
Wertminderungsbeurteilung
Kollektive
Wertminderungsbeurteilung
Total
201520142015201420152014
DARLEHEN
Stand 1. Januar9811102018
Wertminderungen/-aufholungen232043
Ausbuchungen und Abgänge-7-1---7-1
Währungsumrechnungsdifferenzen00--00
STAND AM ENDE DER PERIODE4912111620
FORDERUNGEN
Stand 1. Januar6716162223
Wertminderungen/-aufholungen11133143
Ausbuchungen und Abgänge1-1-7-3-6-4
Währungsumrechnungsdifferenzen-10-10-20
STAND AM ENDE DER PERIODE7620162822
TOTAL WERTBERICHTIGUNG FÜR WERTMINDERUNGEN111532264442

Auf wertberichtigten Darlehen wurden Zinserträge in Höhe von CHF 0,3 Millionen zum 31. Dezember 2015 abgegrenzt (2014: CHF 0,4 Millionen). Das Darlehensportfolio der Gruppe wird laufend überwacht. Dabei wird unter anderem auf folgende Informationen abgestellt: Bedienung des Kredits, jährliche Rechenschaftsberichte und Schätzungen. Eine Auswertung dieser Informationen erfolgt unter Berücksichtigung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und anderer Faktoren wie der Diversifikation des Immobilienportfolios. Diese Einschätzung ist Teil der regelmässigen Überprüfung zur Sicherstellung, dass die Wertberichtigung für mögliche Verluste auf Darlehen gerechtfertigt ist. Das Management ist der Ansicht, dass die genannte Wertberichtigung ausreicht. Dennoch kann das Management die Einflüsse künftiger wirtschaftlicher Entwicklungen und deren Auswirkung auf das Hypothekar- und Immobilienportfolio nicht mit Sicherheit vorhersagen.

Per 1. Juli 2008 wurden bestimmte finanzielle Vermögenswerte von jederzeit verkäuflichen finanziellen Vermögenswerten zu Darlehen umgegliedert, da es zu jenem Zeitpunkt keinen aktiven Markt mehr gab. Hierbei handelt es sich in erster Linie um von Unternehmen begebene Schuldinstrumente sowie Schuldinstrumente im Zusammenhang mit aufstrebenden Märkten. Zum 1. Juli 2008 belief sich der Fair Value dieser umgegliederten finanziellen Vermögenswerte auf CHF 14 966 Millionen. Die effektive Verzinsung lag zu diesem Datum zwischen 0,8% und 9,7%; die den Erwartungen nach erzielbaren Mittelflüsse lagen bei schätzungsweise CHF 32 658 Millionen. Im Jahr 2008 wurden im Zusammenhang mit diesen Vermögenswerten nicht realisierte Verluste in Höhe von CHF 740 Millionen im übrigen Gesamterfolg erfasst.

Die umgegliederten finanziellen Vermögenswerte gestalten sich im Weiteren wie folgt:

Zuvor als jederzeit verkäuflich klassifizierte Schuldpapiere

Mio. CHF
20152014
Buchwert per 31. Dezember3 9595 611
Fair Value per 31. Dezember4 3756 539
Aufgrund der Umgliederung der Vermögenswerte nicht im
übrigen Gesamterfolg verbuchte Gewinne (+)/Verluste (–)
(ohne Anpassungen aufgrund von Ertragssteuern
und Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer)
-449136
Erfolgswirksam erfasste Gewinne (+)/Verluste (–) (inklusive Wertminderung)720
Zinsertrag261330

14 Investitionsliegenschaften

Mio. CHF   
Anhang 2015 2014
Stand 1. Januar19 59618 517
Zugänge1 9171 219
Aktivierte nachträgliche Ausgaben327232
Klassifizierung als zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte und übrige
Veräusserungen
-623-654
Gewinne/Verluste aus Anpassungen des Fair Value655288
Übertragungen aus selbstgenutzten Liegenschaften16-54
Übertragungen zu Vorratsimmobilien-13-
Währungsumrechnungsdifferenzen-302-58
STAND AM ENDE DER PERIODE21 55719 596
Investitionsliegenschaften bestehen aus
fertiggestellten Investitionsliegenschaften21 24219 166
im Bau befindlichen Investitionsliegenschaften315430
TOTAL INVESTITIONSLIEGENSCHAFTEN21 55719 596

Von der Gruppe gehaltene Investitionsliegenschaften bestehen aus Kapitalanlagen in Wohngebäuden, Geschäftsliegenschaften und gemischt genutzten Liegenschaften, die grösstenteils in der Schweiz gelegen sind, und umfassen fertiggestellte sowie im Bau befindliche Investitionsliegenschaften. Der Posten enthält sowohl Grundstücke als auch Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten werden. Für Verwaltungszwecke genutzte Immobilien oder Immobilien, die an eine Konzerngesellschaft vermietet werden, sind als Betriebsliegenschaften unter Sachanlagen klassifiziert. Liegenschaften, die zum Zweck der baldigen Wiederveräusserung erworben wurden, sind unter den zur Veräusserung gehaltenen Vermögenswerten erfasst.

Die Mieteinnahmen aus Investitionsliegenschaften beliefen sich per 31. Dezember 2015 auf CHF 868 Millionen (2014: CHF 850 Millionen). Der Betriebsaufwand für Liegenschaften mit Mieterträgen belief sich per 31. Dezember 2015 auf CHF 193 Millionen (2014: CHF 173 Millionen).

15 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Übersicht Finanzdaten für das Geschäftsjahr 2015

Beträge in Mio. CHF
Eigentums-
anteil
Buchwert
Erhaltene
Dividenden
Ergebnis-
anteile
Anteil am
übrigen
Gesamterfolg
Anteil am
Gesamterfolg
EQUITY-METHODE FÜR ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN
Crédit et services financiers (CRESERFI), Paris33.4%44-1-1
Groupe Assuristance, Paris34.0%1212-2
Übrige assoziierte Unternehmenn/a523-3
n/a6147-7
TOTAL      
ERFOLGSWIRKSAM ZUM FAIR VALUE BEWERTETE
ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN
DEPFA Holding Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf20.4%1177n/an/an/a
Übrige assoziierte Unternehmenn/a5-n/an/an/a
TOTALn/a6177n/an/an/a

 

Übersicht Finanzdaten für das Geschäftsjahr 2014

Beträge in Mio. CHF
Eigentums-
anteil
Buchwert
Erhaltene
Dividenden
Ergebnis-
anteile
Anteil am
übrigen
Gesamterfolg
Anteil am
Gesamterfolg
EQUITY-METHODE FÜR ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN
Crédit et services financiers (CRESERFI), Paris33.4%4701-1
Groupe Assuristance, Paris34.0%122303
Übrige assoziierte Unternehmenn/a61-1--1
TOTALn/a653303
ERFOLGSWIRKSAM ZUM FAIR VALUE BEWERTETE
ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN
DEPFA Holding Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf20.4%2127n/an/an/a
Übrige assoziierte Unternehmenn/a7-n/an/an/a
TOTALn/a2197n/an/an/a

In folgender Tabelle sind die Finanzdaten zu den wesentlichen assoziierten Unternehmen zusammengefasst:

Beträge in Mio. CHFCrédit et services financiers
(CRESERFI), Paris
Groupe Assuristance,
Paris
DEPFA Holding Verwaltungs-
gesellschaft mbH, Düsseldorf
 201520142015201420152014
ÜBERSICHT FINANZDATEN
Kurzfristige Vermögenswerte16818523190130
Langfristige Vermögenswerte121436414483
Kurzfristige Verbindlichkeiten-32-37-23-230-15
Langfristige Verbindlichkeiten-17-20-1-2--
Ertrag334250531742
 
Ergebnis3478168150
Übriger Gesamterfolg---0-40
Gesamterfolg3478164149
ÜBERLEITUNG
Nettovermögenswerte1311423535n/an/a
Eigentumsanteil33.4%33.4%34.0%34.0%n/an/a
Anteil am Nettovermögen (Buchwert)44471212n/an/a

Die Dividendenauszahlung in Höhe von CHF 177 Millionen führte im Jahr 2015 zu einer deutlichen Verringerung des Fair Value der DEPFA Holding Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf.

16 Sachanlagen

Sachanlagen für das Geschäftsjahr 2015

Mio. CHF      
AnhangLand und
Gebäude
Mobiliar und
Installationen
HardwareÜbrige
Sachanlagen
Total
ANSCHAFFUNGSWERT 
Stand 1. Januar 570546127713
Zugänge 245113
Zugänge aus Unternehmens-
zusammenschlüssen
28-0-00
Veräusserungen 1 0-5-3-1-9
Währungsumrechnungsdifferenzen -19-3-4-2-28
STAND AM ENDE DER PERIODE 553516026690
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
UND WERTMINDERUNGEN
 
Stand 1. Januar -177-35-46-14-271
Abschreibungen -12-4-6-2-24
Wertminderungen --1---1
Veräusserungen 1 03206
Währungsumrechnungsdifferenzen 22217
STAND AM ENDE DER PERIODE -186-34-48-15-283
TOTAL SACHANLAGEN AM ENDE DER PERIODE 367171211407
davon Vermögenswerte aus
einem Finanzierungsleasing
 --1-1
davon im Bau befindliche Gebäude -

 

Sachanlagen für das Geschäftsjahr 2014

Mio. CHF      
AnhangLand und
Gebäude
Mobiliar und
Installationen
HardwareÜbrige
Sachanlagen
Total
ANSCHAFFUNGSWERT
Stand 1. Januar603535927742
Zugänge561111180
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen28-1101
Veräusserungen 1-3-10-9-1-23
Übertragungen zu Investitionsliegenschaften14-81----81
Neubewertung im Zusammenhang mit Übertragungen zu Investitionsliegenschaften0---0
Währungsumrechnungsdifferenzen-40-10-5
STAND AM ENDE DER PERIODE570546127713
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN
Stand 1. Januar-196-39-46-12-294
Abschreibungen-12-5-7-2-26
Wertminderungen-0--0
Veräusserungen 1397119
Übertragungen zu Investitionsliegenschaften1427---27
Währungsumrechnungsdifferenzen10001
STAND AM ENDE DER PERIODE-177-35-46-14-271
TOTAL SACHANLAGEN AM ENDE DER PERIODE394201613442
davon Vermögenswerte aus einem Finanzierungsleasing--1-1
davon im Bau befindliche Gebäude0

In den Jahren 2015 und 2014 wurden bei den Sachanlagen keine Fremdkapitalkosten aktiviert.

17 Immaterielle Vermögenswerte einschliesslich immaterieller Vermögenswerte aus dem Versicherungsgeschäft

Mio. CHF
31.12.201531.12.2014
Immaterielle Vermögenswerte aus dem Versicherungsgeschäft1 4641 497
Übrige immaterielle Vermögenswerte1 3761 475
TOTAL IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE2 8402 972

 

Immaterielle Vermögenswerte aus dem Versicherungsgeschäft

Mio. CHF
Barwert künftiger Gewinne
aus erworbenen Versicherungs-
portefeuilles (PVP)
Aktivierte Abschlusskosten
(DAC)
Aktivierte Abschlusskosten
für Kapitalanlageverträge
(DOC)
Total
20152014201520142015201420152014
Stand 1. Januar14161 4501 56733351 4971 618
Zugänge--42939459434403
Abschreibung-1-1-401-314-14-11-415-326
Wertminderung--0-1--0-1
Auswirkung der Schattenbilanzierung0049-177--49-178
Währungsumrechnungsdifferenzen-10-96-18-3-1-101-19
STAND AM ENDE DER PERIODE12141 4311 45021331 4641 497

Barwert künftiger Gewinne (PVP)
Der Barwert künftiger Gewinne bezieht sich auf Versicherungsportefeuilles und Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung, die in einem Unternehmenszusammenschluss oder einem Bestandestransfer erworben wurden. Er bezieht sich auf Verträge aus Deutschland und Frankreich und wird im Verhältnis zu den Bruttogewinnen oder Margen über die effektive Laufzeit der erworbenen Versicherungs- und Kapitalanlageverträge amortisiert.

Aktivierte Abschlusskosten (DAC)
Bestimmte Abschlusskosten im Zusammenhang mit neuen und erneuerten Versicherungsverträgen sowie Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung sind aktiviert.

Aktivierte Abschlusskosten für Kapitalanlageverträge (DOC)
Diese Kosten lassen sich direkt den Aufwendungen für den Abschluss von Kapitalanlageverträgen zuordnen und sind wieder einbringbar. Sie beziehen sich auf Verträge in Luxemburg und der Schweiz.

Übrige immaterielle Vermögenswerte für das Geschäftsjahr 2015

Mio. CHFAnhangGoodwillKunden-
beziehungen
Computer-
software
Marken und
Übrige
Total
ANSCHAFFUNGSWERT 
Stand 1. Januar 1 843191190232 247
Zugänge --11-11
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen2815-1-16
Veräusserungen 1 --39-4--43
Währungsumrechnungsdifferenzen -104-16-18-2-140
STAND AM ENDE DER PERIODE 1 754136181212 092
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN 
Stand 1. Januar -542-99-1310-772
Abschreibung --13-150-28
Wertminderungen -15----15
Veräusserungen 1